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Musik an der Universität

Trompete und Klavier beim Duoabend im Audimax

Von Sarah Laila Standke

Rüdiger Schemm (Trompete) und Michael Lörcher (Klavier). (Bild: Standke)

Trompete und Klavier beim Duoabend im Audimax

Zum zweiten Konzert im Rahmen von „Musik in der Universität“ hatten sich am 3. November Rüdiger Schemm, Trompete, und Michael Lörcher, Klavier, im Audimax der Otto-Friedrich-Universität Bamberg eingefunden. Bei ihrem Duoabend interpretierten die Musiker Werke verschiedener Epochen von der Klassik bis hin zur Moderne.

Rüdiger Schemm, der seine instrumentalen Studien am Meistersingerkonservatorium Nürnberg und an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt/Main absolvierte, war den zuhörenden Studierenden schon als Dozent für Trompete am Lehrstuhl für Musikpädagogik und Musikdidaktik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg bekannt, wo er seit 1999 unterrichtet. Wie sein Kollege und Duopartner Michael Lörcher, der an den Musikhochschulen in Frankfurt, Würzburg und Karlsruhe studierte, lehrt auch er an der Berufsfachschule für Musik in Bad Königshofen.

Neben dem zu begleitenden Repertoire spielte der Pianist Michael Lörcher einige Solostücke am Klavier: nach Robert Schumanns Kinderszenen op.15, trug er Franz Liszts 1. Franziskuslegende vor, eine Komposition über die Vogelpredigt des Heiligen, die, besonders durch ihre flirrenden Triller und verspielten Arpeggien klanglich hervorstechend, ein hohes Maß an Virtuosität vom Interpreten verlangt.

Zwei seltener zu hörende Werke, das dreisätzige Concerto für Trompete und Orchester/Klavier von Johann B.G. Neruda, einem Zeitgenossen von Leopold Mozart, und das Capriccioso von Paul Jeanjean, der hauptsächlich im spätromantischen Stil für Klarinette komponierte, füllten neben Schumann die erste Hälfte des Abends.

Es schien, als seien beide Musiker nach der Pause so richtig warm geworden: Vor allem mit Bohuslav Martinus bekannter Sonatine für Trompete und Klavier weckten sie das besondere Interesse des Publikums. Rüdiger Schemm konnte hier anhand kompositorisch interessanter Elemente wie dem Spielen der Trompete mit Flatterzunge und Dämpfer sein technisches und musikalisches Können unter Beweis stellen. Im 20. Jahrhundert schienen sich Rüdiger Schemm und Michael Lörcher auch weiterhin wohl zu fühlen und brachten als letzten angekündigten Programmbeitrag die Badinage für Trompete und Klavier, eine kurze, aber brillante Komposition des erst 1991 verstorbenen Franzosen Eugène Bozza. Mit Puccinis Ave Maria, einem weiteren musikalischen Glanzpunkt als Zugabe, ließ das Duo den Abend stimmungsvoll ausklingen.

News Wintersemester 2005/2006 vom 22.11.05