Auch wenn manchen Nutzer die Glasfenster mehr zum Schauen denn zum Lesen verführen - die neue TB4 erntet viel Zustimmung. Vor allem von Besitzern eines Laptops.
Auch wenn noch fleißig daran gewerkelt wird: Seit 1. April sind die Türen des ?Glashauses? geöffnet. Wie rege es benutzt wird, kann man schon von außen sehen. Einer der Nutzer ist Dirk Steinhausen, der zwar im Fach Internationales Management promoviert, jedoch in der Innenstadt wohnt. Deshalb ist er froh, die Infrastruktur der neuen Teilbibliothek der Fakultät Sprach- und Literaturwissenschaften nutzen zu können. Auch wenn der Doktorand nur gelegentlich in der Bibliothek arbeitet, weiß er besonders die Möglichkeit zu schätzen, dass er sein Notebook in Zukunft an das Netz anschließen kann: ?Ich habe zwar daheim einen ISDN-Anschluss und kann auch über die Universität ins WWW gehen. Aber ich habe mir auch schon eine Netzwerkkarte für meinen Laptop bestellt, so dass ich in Zukunft auch in der Bibliothek bequem während des Arbeitens auf das Internet zugreifen kann.? Besonders schätzt Steinhausen das gute Arbeitsklima in der hellen und großzügig gestalteten Bibliothek: ?Hier sind modernes Arbeiten und historisches Ambiente drum herum vereint, das gefällt mir sehr gut.?
Sogar Kabel-Verleih
Erst seit einer Woche in Bamberg ist Prof. Kazuo Matsuda, derzeit Gastdozent am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Die Möglichkeiten der neuen TB4 haben ihn schnell überzeugt. ?Hier kann man sehr gut am PC arbeiten und sogar mit dem eigenen Laptop ins Internet. Das ist besonders gut, weil man dann Daten suchen kann und sie direkt auf dem eigenen Computer zur Verfügung hat. Und wenn man kein eigenes Kabel hat, kann man sich das nötige Patchkabel hier sogar ausleihen.? Kazuo Matsuda hat allerdings bisher noch keine Benutzerkarte, die er zur Anmeldung am Netzwerk benötigt.
Daniela Völker studiert Diplom-Germanistik. Sie arbeitet seit jeher bevorzugt in der Bibliothek. Die neue Möglichkeit, sich mit dem eigenen Rechner ans Netzwerk anzuschließen, hat sie noch nicht genutzt. Dennoch begrüßt sie diesen Fortschritt. In der alten Bibliothek konnte sie sich allerdings besser konzentrieren: ?Die Glasfronten verleiten mich immer dazu, zu schauen, wer so vorbeiläuft. Für mich wäre es also besser, man hätte Milchglas verwendet.? Trotzdem findet sie die Arbeitsatmosphäre im neuen Gebäude besser: ?Hier ist es viel ruhiger. Es ist zudem heller, und die Beleuchtung an den Arbeitsplätzen ist um einiges besser geworden.?
News Sommersemester 2004 vom 18.05.04