Versorgung der Erstis mit Informationen rund um das Studium

Der Festvortrag als ironisch-provokantes Rollenspiel: Das Team von Prof. Dr. Lothar Laux hatte ebensoviel Spaß wie das Auditorium der Konzerthalle. (Bild: Pressestelle)
„Das ist ja hier alles wie im Playmobil-Land, so klein und übersichtlich. Aber ich finde trotzdem nichts!“ – so die erste Eindrücke einer Erstsemesterin. Zum Glück bekommt sie kompetente Hilfe bei den von der Universität Bamberg, der Studierendenvertretung und den jeweiligen Fachschaften organisierten „Erstsemester-Einführungstagen“. Doch der Weg zu den Einführungstagen ist für die Neuankömmlinge nicht so leicht zu finden, da die Universitäts-Gebäude über die ganze Stadt verteilt sind. Erste Universitäts-Rundgänge und Bibliotheksführungen verhelfen zum erwünschten Überblickserfolg. Spätestens im gut besuchten „Erstsemester-Café“ der Fachschaften und der Studienberatung kann man sich entspannt niederlassen, bei echten Bamberger Hörnla seine Kommilitoninnen und Kommilitonen beschnuppern und gemeinsam Begriffe wie „Feki“, „Pestheim“, „U7“ (immer noch keine U-Bahn-Linie!) enträtseln. Und was ist eigentlich die „Blunz’n“?
Viele haben noch keine Wohnung gefunden
Die sogenannten „Erstis“ stehen vor einigen zu bewältigenden Problemen beispielsweise der Erstellung des Stundenplans. Alexandra (20 Jahre) hat schnell erkannt: „Es ist überhaupt nicht einfach, diesen Stundenplan zu erstellen. Ich weiß nicht, welche Fächer ich zuerst belegen muss und welche erst später. Ich bin wirklich froh, dass ich hier vor Ort ‚ältere Semester’ dazu befragen kann.“ Rundum gut betreut im Erstsemester-Café fühlt sich auch Christoph (21 Jahre), der, wie viele hier, noch keine feste Bleibe gefunden hat: „Ich habe erst am 1. Oktober den Zulassungsbescheid für die Uni Bamberg bekommen und fahre noch jeden Tag von Coburg hierher."
Feierliche Begrüßung
Rund 650 Studienanfänger aller Fachrichtungen fanden am 19. Oktober den Weg zur Erstsemesterbegrüßung in der Konzert- und Kongresshalle. Auf ca. 200 Quadratmetern hatten Hochschulgruppen ihre Stände aufgebaut, um die „Neuen“ neben Kugelschreibern, Süßigkeiten und Aufklebern, mit Informationen über studentische Organisationen und Initiativen in und um die Uni herum zu versorgen. Weiter waren die einzelnen Einrichtungen der Universität sowie zahlreiche Bamberger Unternehmen und Einrichtungen, mit Ständen vertreten. Prof. Dr. Rainer Drewello begrüßte die Studierenden und zeigte in seiner Rede Verständnis für die anfängliche Verwirrung angesichts Chipkarten, der Suche nach Hörsälen und Vorlesungsverzeichnissen, die aussähen wie „eine Mischung aus Telefonbuch und Branchenverzeichnis“. Ziel der akademischen Ausbildung sei nicht die Verständlichkeit, vielmehr ginge es darum, die Zuschauer gerade durch Unverständlichkeit zu beeindrucken, so die ironisch-provokante These von Prof. Dr. Lothar Laux, der zusammen mit Dipl.-Psych. Anja Geßner, Dipl.-Psych. Georg Merzbacher und Dr. Karl-Heinz Renner in seinem Vortrag „Lustvoll studieren in Bamberg“ neben fachlichen Kompetenzen vor allem Humor sowie schauspielerisches Talent zeigte und dafür den größten Applaus des Abends erntete. Für musikalische Untermalung sorgte das Jazzensemble „Footwarmers“.
News Wintersemester 2005/2006 vom 02.11.05