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Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Abschlussfeier der Diplomstudiengänge Germanistik und Romanistik

Von Martina Krelaus

Sie werden wohl die letzten sein, die von den Strukturveränderungen an der Universität nicht betroffen sein werden: Nun wurden die Absolventen der Diplomstudiengänge Germanistik und Romanistik verabschiedet.

Zwischen Uni-Altstadtfest Melancholie und Freude schwankten die Gefühle bei der Diplomfeier der Germanisten und Romanisten am 11. Juni in der AULA. Mit ein wenig Wehmut wurde der Studentenzeit erinnert, in der man viele Freundschaften geschlossen und die gemütliche Kleinstadt Bamberg zu schätzen gelernt hat. Aber auch die Freude und Aufregung angesichts eines neuen Lebensabschnitts lag in der Luft.

Keine "Dienstwegfanatiker"

Festredner Prof. Dr. Hans-Peter Ecker sprach den Absolventen Mut zu: Mit Mobilität und Informationsmanagement beherrschten sie bedeutende Kulturtechniken. Sie könnten stolz sein auf ihre Leistung, ihren Abschluss und nicht zuletzt auf ihre Universität. Trotz der Mühlen der Bürokratie sollten sie in Zukunft nicht zu "Dienstwegfanatikern" mutieren, auch wenn es "meist viel einfacher ist, um Entschuldigung zu bitten, als um Erlaubnis." Auch den Strukturwandel an den Universitäten führte er an und bemerkte, dass die jetzigen Absolventen wohl zu den letzten gehörten, die nicht davon betroffen seien. 

Gunda Lange konnte in der Absolventenrede ein positives Resümee des Studiums ziehen. Von den Erstsemestereinführungstagen bis hin zu den Abschlussprüfungen fühlte sie sich in der persönlichen, fast schon familiären Atmosphäre der Universität Bamberg sehr gut betreut und unterstützt. Sie lobte die über das normale Maß hinausgehenden Angebote an der Universität sowie die praxisorientierte Ausbildung. Die "Generation Praktika" solle nicht wegen der eher bescheidenen Lage auf dem Arbeitsmarkt resignieren und in Selbstzweifel verfallen, sondern im Gegenteil Engagement zeigen, handeln und durch eine positive Haltung Zeichen setzen. Außerdem bedauerte sie, dass eine Diplomfeier noch immer nicht selbstverständlich ist, und appellierte an die Verantwortlichen, sich dessen anzunehmen.

Prof. Dr. Miorita Ulrich, die zusammen mit Ecker auch die Zeugnisse verlieh, gab den Absolventen "Lyrische Impressionen" mit Gedichten von Christian Morgenstern und Wilhelm Busch mit auf den Weg. Für künstlerische Unterhaltung sorgten nachdenkliche wie humoristische Chansons, gesungen von Christof Goger, der von Anna Sankowski am Klavier begleitet wurde.

Nachdem sich die frischgebackenen Diplominhaber mit Blumen bei den Professoren wie auch den unermüdlichen Sekretärinnen bedankt hatten, klang der Abend bei einem Sektempfang und einem kleinen Imbiss aus.

News Sommersemester 2005 vom 14.06.05