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Fließende Klänge über asiatischen Dächern

Beim Vortragsabend zeigten Bamberger Musikstudierende ihr Können

Von Sarah Laila Standke

Gesang, Klavier, Querflöte, Gitarre: der Vortragsabend von Musik-Studierenden ließ keine Wünsche offen. Das Spektrum reichte von Renaissance-Stücken über Salsa-Rhythmen bis Jennifer Lopez.

Gesang, Klavier, Querflöte, Gitarre: der Vortragsabend von Musik-Studierenden ließ keine Wünsche offen. Das Spektrum reichte von Renaissance-Stücken über Salsa-Rhythmen bis Jennifer Lopez.

Traditionell zeigen am Ende des Semesters Bamberger Musik-Studierende ihr Können beim "Vortragsabend" im Audimax. Dass dieser am 27. Januar etwas kürzer ausfiel, tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Auf dem Programm stand eine bunte Mischung schöner musikalischer Darbietungen. Den Einstieg machten Anna Wank und Julia Deutsch mit zwei Liedern, die sie im Duett zum besten gaben: Felix Mendelssohn Bartholdys "Ich harrete des Herrn" aus "Der Lobgesang" folgte der "Abendsegen" aus der Oper "Hänsel und Gretel" von Engelbert Humperdinck.

 

Technische Fingerfertigkeit und musikalisches Gefühl

Barock-Klänge erzeugten Kathrin Bierfelder und Sharina Wilson auf ihren Flöten, begleitet von Friederike Hägel am Klavier, bei zwei Sätzen aus der Trio Sonata für zwei Querflöten und Basso Continuo des Bach-Zeitgenossen Johann Joachim Quantz: einer "Pastorale" und dem raschen "Allegro assai". Bernhard Uhlenbruck entführte das Publikum noch weiter zurück: Mit zwei Werken der alten Musik, also aus der Zeit der Renaissance, die eigentlich im Original mit einer Laute zu spielen sind, bewies er technische Fingerfertigkeit und musikalisches Gefühl bei seiner Darbietung von Luys de Narváez "Canción del Emperador" und John Downlands "Sir John Smith his Almaine".

 

Nicole Herbert, Gesang, begleitet von Martin Rucker am Klavier, erhob ihre klare, schöne Stimme für einen der sechs "Lovesongs" op. 50 von Flor Peeters. Auch beim letzten Programmpunkt, der Salsa-Gruppe der Lehrveranstaltung "Populäre Musik", unter der Leitung von Dr. Roland Kocina, übernahm die Studentin die Lead-Vocals. Doch bevor die 16-köpfige Truppe sich auf der Bühne versammelte, spielte Silke Schroff das "Andante" aus Paul Taffanels "Andante Pastorale et Scherzettino" auf ihrer Querflöte, gemeinsam mit Natalia Solotych, Dozentin für Klavier an der Uni Bamberg. Es folgte erneut Martin Rucker, der Claude Debussys bekanntes impressionistisches Klavierstück "Pagodes" interpretierte, das die Zuhörer mit pentatonischen, fließenden Klängen über die asiatischen Hausdächer schweben ließ.

 

"Mädel, koch mir doch mal was Leckeres"

Nach dem Dank von Prof. Dr. Stefan Hörmann vom Lehrstuhl für Musikpädagogik an alle Lehrkräfte und Mitwirkenden des Konzerts für ihr Engagement beschloss die Salsa-Gruppe mit drei fetzigen Songs den Abend. Im Seminar standen jedoch nicht nur Latino-Rhythmen auf dem Programm, sondern auch Musikrichtungen wie Reggae, Pop, Rock und sogar Techno wurden unter die Lupe genommen. "Mädel, koch mir doch mal was Leckeres", so übersetzte Roland Kocina den Titel des ersten Stückes "Cocinando" von Ray Baretto. Mit Bongos und weiterem Schlagwerk, Bass, Querflöte, Saxofon, Trompete, Posaune, Keyboard und Gesang und vielen gelungenen Soli fehlte nichts, um den Saal nicht sofort in gute Stimmung zu versetzen. Diese hielt auch bei den noch folgenden zwei Stücken "Mi chiquita quiere bembé" von Tito Puente und dem aufgrund der Coverversion von Jennifer Lopez aus den Charts bekannten Hit "Let's get loud" von Gloria Estefan und Kike Santander und geleitete die Zuhörer nach dem gut einstündigen Konzert beschwingt nach Hause.

 

News Wintersemester 2004/2005 vom 05.02.05