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Hilfe bei Sorgen des täglichen Lebens

Erfolgreiches Beratungsprojekt FLEXible verabschiedet sich

Von Andreas Christ / Pressemitteilung

Hilfe in nahezu allen Lebenslagen boten Studierende des Fachbereichs Soziale Arbeit ...

... mit ihrem Projekt FLEXible (Bilder: cydonna/Photocase; FLEX)

FLEXible Beratung in allen Lebenslagen: Nach elf Jahren schließt die studentische Beratungsstelle des Fachbereichs Soziale Arbeit ihre Pforten. Sie bot rund 200 Studierenden die Möglichkeit, Praxiserfahrung zu sammeln.

Das Beratungsteam, bestehend aus zwei Studierenden, konnte Michael Schmitt (Name geändert) erste Hinweise zum im Sozialgesetzbuch (SGB II) geregelten Schonvermögen geben. Gemeinsam wurde eine Vermögensaufstellung für die ARGE verfasst und die Studierenden boten an, ihn bei seinem nächsten Termin dorthin zu begleiten, was er aber dankend ablehnte. Eine Woche später kam ein Anruf von Schmitt: Er konnte alle Unklarheiten ausräumen und bedankte sich noch einmal für die Hilfe.

Eine offene Beratungsstelle

Aufgrund solcher sozialer Notlagen wurde im Jahr 1997 vom Studienschwerpunkt Familienhilfe der Universität Bamberg – Fachbereich Soziale Arbeit das Beratungsprojekt FLEXible ins Leben gerufen. Was als Service für Sozialhilfefragen begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer offenen Beratungsstelle, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und des Landkreises Bamberg in allen Lebenslagen begleitete und unterstützte. Ein Übergabesystem ermöglichte es trotz wechselnder Mitarbeiter, einen gleichbleibenden Standard in der Beratung zu gewährleisten. Das Projekt startete in den Räumen der Universität in der Feldkirchenstraße. Durch den Umzug in die von „Menschen in Not“ zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten in der Siechenstraße erreichte das Beratungsangebot noch mehr Menschen.

Wissenschaft und Beratungspraxis gehen Hand in Hand

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von „FLEX“ suchten individuelle Lösungsmodelle und gaben sich erst zufrieden, wenn ein erfolgreicher Abschluss für die Ratsuchenden erzielt wurde. Es war immer ein großes Anliegen mit den vor Ort vorhandenen sozialen Einrichtungen zu kooperieren. Auf diese Weise konnte die Qualität der Beratung zusätzlich verbessert werden. Egal, ob eine Mutter Fragen zur Erziehung ihres Kindes hatte, ein Mann Hilfe bei der Antragsstellung zu Hartz IV brauchte oder eine junge Frau über die Schwierigkeiten mit ihren Eltern sprechen wollte – durch die Flexibilität in den Themen, der Zeit und des Ortes der Beratung fanden in den vergangenen Jahren viele Menschen Unterstützung bei der Bewältigung von Sorgen des täglichen Lebens.

Darüber hinaus wurden die Studierenden des Familienhilfeschwerpunktes in ihrer Beratungsarbeit durch verschiedene Lehrveranstaltungen, Arbeitskreise und Professoren unterstützt. Neben der Möglichkeit, rechtliche Fragen mit dem Juristen des Fachbereichs zu klären, wurden in wöchentlichen Treffen alle organisatorischen Aspekte des Projektes besprochen. In Fallbesprechungen wurden im Team neue Sichtweisen und Anknüpfungspunkte für die jeweilige Beratungsarbeit entwickelt oder hilfreiche Ressourcen in Bamberg erschlossen.

Nach elf Jahren ist Schluss

Elf Jahre lang boten die Studierenden des Schwerpunkts Familienhilfe kostenlose Beratung an. Durch das Projekt hatten circa 200 Nachwuchsberater die Chance, ihr frisch erworbenes Wissen auch praktisch anzuwenden. Aufgrund der anstehenden Auflösung des Fachbereichs Soziale Arbeit schloss die Beratungsstelle „FLEX“ nun Ende Mai 2008 ihre Pforten. Damit ging ein erfolgreiches Studienprojekt zu Ende.

Uni-Bamberg News vom 07.08.08