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Eine musikalische Ankunft

Stefan Hörmann hält seine Antrittsvorlesung in der AULA der Universität

Von Rupert Plischke

Eine musikalische Ankunft, obwohl er schon lange in Bamberg arbeitet: Stefan Hörmann (Bilder: Julian J. Rossig)

Dekan Heinrich Bedford-Strohm überreicht einen Blumenstrauß, im Hintergund das Kammerorchester der Universität

Der Tag einer Antrittsvorlesung ist für einen Professor kaum ein Tag wie jeder andere. Es ist ein Tag des Ankommens, in diesem Fall sogar: eines musikalischen Ankommens. Der vor zwei Jahren ernannte Bamberger Professor für Musikpädagogik und Musikdidaktik Stefan Hörmann feierte am 21. Juni also ein ganz besonderes Ereignis.

Zwischen klassischen Einzelsätzen, mit denen das Kammerorchester der Universität Bamberg unter UMD Michael Goldbach den Hauptredner ehrte, gab es ein großes Lob vom Dekan der Fakultät Pädagogik, Philosophie und Psychologie, Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm. Er würdigte die menschlichen Vorzüge und universitären Leistungen seines Kollegen Prof. Dr. Stefan Hörmanns, der am 21. Juni seine Antrittsvorlesung in der AULA der Universität hielt. So ist Hörmann nicht nur seit sechs Jahren in Bamberg als Vertreter seines Faches aktiv, sondern auch seit Herbst 2006 Studiendekan seiner Fakultät und daneben als Vorsitzender des Arbeitskreises der Musikdidaktiker an bayerischen Musikhochschulen und Universitäten sowie als Grundschullehrer tätig. Internationale Akzente setzte er zuletzt mit einem wichtigen Vortrag in Korea.

Moderne Musikvermittlung

Hörmann widmete sich in seinem Vortrag zunächst den Grundfragen nach Struktur und Inhalten der Musikpädagogik und -didaktik. Hierbei ging es ihm um die gedanklich intensive und begrifflich klare Verteidigung des Anspruchs auf wissenschaftliche Geltung seines Faches sowie die gesellschaftliche und individuelle Relevanz seiner Inhalte; besonderes Gewicht legte Hörmann auf die Wandlungsprozesse seit den 1970ern, die beispielsweise viele neue Handlungsfelder der Musikvermittlung eröffnet, aber auch zu vielfältig differenzierten Forschungen geführt haben.

Nach Hinweisen zur derzeitigen fachdidaktischen Diskussion skizzierte Hörmann unter anderem die besonderen Bamberger Perspektiven zu einer modernen Musikpädagogik, die er in einem „optimistischem Realismus“ zeichnete: Neben den universitären Rahmenbedingungen, deren noch bessere Ausgestaltung Hörmann mit freundlicher Bestimmtheit einforderte, ging er auch auf die vielfältigen Möglichkeiten außeruniversitärer Vernetzung ein und führte eine Fülle an Partnern aus dem hiesigen Kulturleben an. Neben dem durchaus positiven, in freundlicher Ironie vorgetragenen Resümee warb Hörmann zugleich um Unterstützung für „sein“ Fach, wie sie bisher Kollegen, Studentenvertreter und nicht zuletzt Frau Ehrensenatorin Barbara Irmler als immer wieder hilfreiche Mäzenin leisteten. Zum Schluss folgte noch reichlicher Dank – an Freunde, Kollegen, Familie und die vielen Helfer. Zu den Klängen der Dixieband unter Dr. Kocina ließ es viele Gäste noch lange verweilen.

News Sommersemester 2007 vom 26.06.07