Nora Gomringer mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet

Nora Gomringer hat den Preis aus den Händen von Minister Thomas Goppel entgegengenommen (Bild: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst)
Frau Gomringer, was bedeutet Ihnen dieser Preis?
Der Preis bedeutet mir sehr viel! Ein Stückchen Freiheit, ein Stückchen Weiterplanen und Weiterdenken. Und es ist natürlich eine schöne Anerkennung, in diesem feierlichen Rahmen geehrt zu werden. Die Auszeichnung bedeutet ja, dass jemand genau hingehört und genau hingeschaut hat, was man geschrieben und gesprochen hat. Das freut mich! Ich bin mir aber auch völlig bewusst, dass es eine schöne Momentaufnahme ist, das Rad dreht sich immer weiter. Etwas Besonderes war es allerdings auch, dass ich die Einzige war, die an dem Abend sprechen durfte. Das liegt aber auch am Format, weil sich die anderen Künste nicht so einfach präsentieren können.
Ja, Veranstaltungen und vielleicht auch weitere Tätigkeiten. Es gab unter anderem eine Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Eine schöne Folge des Preises ist übrigens auch, dass die erste Auflage meines letzten Buches ausverkauft ist.
Ich hoffe, dass ich an eine amerikanische Universität komme, ich bereite mich gerade auf die entsprechenden Tests vor. Interessant wäre für mich auch ein Aufbaustudium der Archivwissenschaften in Dublin für ein Jahr. Das finde ich sehr reizvoll. Meine Doktorarbeit ist hoffentlich im nächsten Jahr fertig.
Die Nationalen Meisterschaften jüngst in München waren eine lebhafte, riesige Veranstaltung. Im Finale sind wir diesmal leider nicht ganz bis zum großen Erfolg gekommen. Das war aber völlig gerechtfertigt. Ich bin begeistert, wie viele talentierte Slammer nachkommen. Und ich lerne viele Künstler kennen, die ich gerne nach Bamberg einladen möchte. Das werde ich auch tun!
Am 28. November im Morph Club. Als Gast wird dabei sein Jakob Nacken aus Tübingen. Ein Preis hilft eben auch, neue Kontakte zu finden.
News Wintersemester 2006/2007 vom 22.11.06