Die Erstsemester-Einführungstage (EET) sind eine wichtige Hilfe für den Start ins Studium
Das Grauen hat neue Namen: Stundenplan, Studienordnung, Pestheim und die viel diskutierten Gebühren. Damit die Frischlinge nicht schon vor dem großen Start ihren Mut verlieren, gibt es die Einführungstage, die Orientierung bieten und nicht selten auch Trost spenden. Organisiert von der Universität, den Studierendenvertretungen und den Fachschaften, finden die neuen Studierenden in zahlreichen Tutorien und im Info-Café Unterstützung und wichtigen Kontakt zu den „Leidensgenossen“. Etliche Führungen helfen zudem, sich im Raumdschungel der Universität zurechtzufinden.
Alle Unsicherheiten können indes nicht beseitigt werden. So äußert Michael (21 Jahre) trotz eifriger Vorbereitung und neuen Kontakten bereits erste Kritik: „Schöne Uni, alte Gebäude, nette, aufgeschlossene Leute. Allerdings wird auch an der Universität Bürokratie groß geschrieben. Dazu kommen die vielen Wahlmöglichkeiten, unterschiedliche Anmeldemodalitäten bei den Seminaren et cetera. Ein eindeutiger Überblick fehlt.“
Die offizielle Begrüßungsveranstaltung fand am Mittwoch, den 19. April statt, die Universitätsleitung und die Fachschaften hießen die Neulinge willkommen. Über drei Tage erstreckte sich dann das Programm, das zu jedem Studiengang eine Einführungsveranstaltung und ein Tutorium umfasste. Aber auch Sprachtests für angehende Anglisten und Romanisten sind mittlerweile Teil der Einführungstage.
„Im Wintersemester ist das eine Massenveranstaltung. Im Sommersemester fangen weniger Studenten an. Deswegen hatte ich nur drei ‚Erstis’ in meinem Tutorium. Auf so wenige kann man viel besser eingehen und auch individuelle Fragen beantworten. Allgemein wirken die neuen Studierenden uninformiert, aber interessiert“, berichtet Tutorin Conny (22 Jahre).
Das Info-Café ist jedes Semester ein zentrale Anlaufstelle für die um Orientierung ringenden Erstsemester. Die Stimmung ist hier trotz aller unmittelbaren Sorgen etwas gelöster, die Versorgung mit Bamberger Hörnla und Kaffee schafft eine angenehme Atmosphäre. Diskussionen gibt es auch über die drohenden Studiengebühren: „Ich fürchte mich davor“, sagt Tobias (25 Jahre). „Ich hoffe, ich bekomme das alles unter einen Hut, denn lernen muss ich ja auch noch und ganz nebenbei vielleicht zur Uni gehen.“
In stattlicher Anzahl trafen sich dann jeweils am Abend die Studierenden zu einem Gang durch diverse Kneipen. Denn auch das wird zum Alltag der Erstsemestler und Studienortwechsler in Bamberg gehören. Und auch hier tut Orientierung Not.
News Sommersemester 2006 vom 25.04.06