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Bürgermedaille für Rektor Ruppert

Oberbürgermeister: „Liebe zur Stadt und zur Region“ bewiesen

Von Katrin Sell

Regierungspräsident Hans Angerer (zweiter von links) und Universitätsrektor Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert haben von Oberbürgermeister Andreas Starke die Bamberger Bürgermedaille verliehen bekommen. Auch Bürgermeister Werner Hipelius (ganz links) freute sich mit den Ausgezeichneten.

Rektor Ruppert gehört nun zum „exklusiven Kreis“ derer, die die Bürgermedaille der Stadt Bamberg tragen: Am 13. September hat OB Starke dem Rektor und dem oberfränkischen Regierungspräsidenten Hans Angerer, der auch dem Kuratorium der Universität vorsitzt, die Medaille und die Ernennungsurkunde verliehen.

Bereits am 26. April hatte der Bamberger Stadtrat entschieden, Ruppert und Angerer auszuzeichnen. Die beiden zeigten „viel Energie und Liebe zur Stadt und zur Region“, sagte Starke in seiner Rede: Ruppert sei seit 15 Jahren mit großem Engagement in der akademischen Selbstverwaltung der Bamberger Universität aktiv. In seiner sechsjährigen Amtszeit als Rektor habe er Außergewöhnliches geleistet, so sei die Eigenständigkeit der Universität dadurch gewährleistet, dass Ruppert die Spezifikation der Studiengebiete forciert habe. Auch die Neu- und Umbauten der Universität wie die neue Teilbibliothek 4, die AULA und das Rechenzentrum lobte Starke als prägend für die Stadt. Zudem habe die Universität in Rupperts Amtszeit ihre „internationalen Kontakte ausgeweitet“, was Bekanntheit und Ansehen Bambergs im Ausland gefördert habe. Die Universität sei „ein Segen für den Wirtschaftsstandort Bamberg“ und weise zudem noch Entwicklungspotenzial auf.

Die Universität als Segelboot

Der Rektor betonte in seiner Dankesrede, dass er in seiner Amtszeit stets im Team mit Kanzlerin und Prorektoren, die vor einigen Monaten einstimmig wiedergewählt wurden, gearbeitet habe. Anhand eines Vergleichs erklärte er die politische Situation in und um die Universität: Die Uni sei wie ein Segelboot, der Skipper gebe den Kurs vor, die Mannschaft habe oft eigene Vorstellungen und meutere manchmal. Auch die Großwetterlage oder kleine Gewitter können die Situation auf See verändern. „Improvisation und Umdenken“ seien gefragt, um den Kurs halten zu können.

In Bamberg sei die Situation der Universität seit 1979 nicht einfach gewesen, betonte Ruppert: „Die Wiedergründung war nicht getragen vom Gedanken der Universität, sondern vom Gedanken der Wiedergutmachung“ für 1803, als die alte Universität aufgelöst und in ein Lyzeum umgewandelt wurde. Die Idee der Universität sei also erst als „work in progress“ entwickelt worden. Aber: „Wir haben uns den Herausforderungen gestellt und Erfolge erzielt“, betonte Ruppert. Die Eigenständigkeit sei gewahrt, die Universität habe einzigartige Schwerpunkte gegen den Mainstream des öffentlichen Interesses durchgesetzt. Doch einfacher sei die Situation nicht geworden: „Die Universität muss um ihre Interessen stärker kämpfen als früher.“ Ruppert wandte sich abschließend mit der Bitte um Unterstützung an die Stadträtinnen und Stadträte, den Oberbürgermeister und die übrigen Anwesenden: „Die Universität lebt von der Stadt, aber die Stadt lebt auch von der Universität.“

News Sommersemester 2006 vom 14.09.06