Ein Symposium in Bamberg versammelte namhafte Vertreter des Faches und erinnerte
Die Alterung der Gesellschaft und die daraus resultierenden Konsequenzen für viele Bereiche lassen ein Fach besonders wichtig werden: die Bevölkerungswissenschaft. Unter dem Titel "Vergangenheit und Zukunft der deutschen Bevölkerungssoziologie" fand in Bamberg vom 19. bis 21. Mai ein Symposium statt, bei dem eine Reihe namhafter Vertreter der Disziplinen Bevölkerungswissenschaft und Bevölkerungssoziologie ihre Forschungsergebnisse austauschten. Als Teilnehmer konnten mit Prof. em. Dr. Josef Schmid, Prof. em. Dr. Dr. h.c. Karl Martin Bolte, Prof. em. Dr. Rainer Mackensen und Prof. em. Dr. Parviz Khalatbari die zentralen Persönlichkeiten der deutschen Bevölkerungswissenschaft der letzten Jahrzehnte gewonnen werden. Als aktuelle Vertreter des Faches im deutschsprachigen Raum traten u.a. Prof. Dr. Charlotte Höhn (Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden), PD Dr. Beat Fux (Soziologisches Institut der Universität Zürich), Prof. Dr. Rolf-Peter Sieferle (Universität St Gallen) und Prof. Dr. Carsten Klingemann (Universität Osnabrück) auf.
Die Tagung war Teil des von Prof. em. Dr. Josef Schmid und Dipl.-Hist. Patrick Henßler betreuten DFG-Projekts "Die Entwicklungsstufen zu einem historisch-soziologischen Bevölkerungsbegriff, seine konzeptionelle Anwendung durch Gerhard Mackenroth und die epochalen wissenschaftlichen Alternativen", das im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms "Ursprünge, Arten und Folgen des Konstrukts "Bevölkerung" vor, im und nach dem Dritten Reich" zurzeit in seine letzte Phase geht. Das Symposium gliederte sich inhaltlich in zwei Sektionen: Eine Reihe von Vorträgen befasste sich mit der historischen Perspektive der deutschen Bevölkerungswissenschaft sowie des Konstrukts "Bevölkerung", während in anderen Beiträgen der Stand der derzeitigen Bevölkerungsforschung sowie Zukunftsperspektiven aufgezeigt wurden.
Dass das Symposium im 50. Todesjahr Gerhard Mackenroths stattfand, ist kein Zufall. Das Jubiläum sollte zum Anlass genommen werden, sein Werk und dessen unvermindert hohe Aktualität ins Gedächtnis zu rufen. Zum Rahmenprogramm gehörten neben den insgesamt 13 Vorträgen, die auf reges Zuhörerinteresse stießen, auch eine Stadtführung und ein Festessen.
News Sommersemester 2005 vom 07.06.05