Nur Petrus muss demnächst mehr helfen
Auch in diesem Jahr zog das Uni-Altstadtfest, das jedes Jahr am ersten Juli-Wochenende von der Bamberger Otto-Friedrich-Universität veranstaltet wird, zahlreiche Besucher an. "Gut 4000 Leute waren da", bilanziert Hauptorganisator Otto Band den Freitagabend stolz.
Kein Wunder, denn es wurde viel geboten für den Eintrittspreis von 6 Euro (ohne Ermäßigung 8 Euro), so dass die Kritik einiger Studenten nicht unbedingt berechtigt war. Für die musikalische Untermalung sorgten die Dixielandgruppe der Uni Bamberg "Footwarmers UB" unter der Leitung von Dr. Roland Kocina auf der kleinen Bühne sowie die "Keller Mountain Blues Band" mit Klassikern und modernen Hits. Die Tanzfläche war zwischenzeitlich schlichtweg überfüllt. "Das macht immer sehr viel Spaß hier, auch trotz des Wetters haben wir gute Laune", freute sich auch Politik-Student Martin.
Neben den Bands standen auch studentische Einlagen auf dem Programm: Die "DanceCompany", bekannt vom Sporttag, zeigte eine atemberaubende Choreographie zu einem buntgemischten Medley, unter anderem von Michael Jackson. Und die "Orientalische Tanzgruppe" der Universität begeisterte mit anregendem Bauchtanz und ihrer bezaubernden Leiterin so sehr, dass sich drei junge Studenten zur aktiven Teilnahme auf der Bühne entschlossen, inklusive Seidentuch und Hüftschwung. "Das zeigt doch nur, wie gut die Stimmung war", findet Band.
Auch für das leibliche Wohl war an den Ständen gesorgt. Catering der Firma Böhnlein, Bier der Brauerei Kaiserdom und verschiedene Ständen mit Spezialitäten von Personalrat, studentischen Gruppen und dem Sportzentrum der Universität sorgten für zufriedene Mienen und volle Bäuche. Um 3 Uhr wurde der Ausschank beendet, die letzten Gäste verließen aber trotzdem erst gegen 4 Uhr die Feier. Ein besonderes Lob für die ganze Durchführung geht an die technische Betriebsleistung: "Die muss man herausheben", erklärt Band, "ohne die Leute um Harald Schmidt hätte da gar nichts geklappt."
Das Uni-Altstadtfest findet bereits seit 1980 statt, zum fünften Mal nun auf dem Areal hinter dem Markushaus. "Und zum dritten Mal mit Regen", stellt Band fest. Aber so schlimm war es dann doch nicht. Nachmittags um 15 Uhr wurde festgelegt, dass die Veranstaltung stattfinden und der Ersatztermin am Sonntag Nachmittag nicht wahrgenommen wird. "Bis auf zwei kleine Schauer blieb es abends dann ja auch trocken", resümiert ein erleichterter Organisator, der aber doch noch einen Wunsch fürs nächste Jahr hat: "Petrus soll doch mal Gnade haben. Es wäre schön, wenn die Leute das auch planen könnten und wettermäßig Sicherheit haben, dass man abends feiern kann. Es war auch dieses Jahr gut besucht, aber bei Sonnenschein würden wir sogar mit knapp 6000 Besuchern rechnen."
News Sommersemester 2005 vom 06.07.05