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14,5 zusätzliche Stellen im Wettbewerb erhalten

Universität Bamberg ist Gewinnerin des Innovationsfonds

Von Pressestelle

Wissenschaftsminister Thomas Goppel und Rektor Godehard Ruppert unterzeichnen die Zielvereinbarungen (Bild: Pressestelle)

Am 11. Mai 2005 unterzeichneten die Hochschulen und der Freistaat Bayern ein Innovationsbündnis zur Optimierung des Fächerangebots an den bayerischen Hochschulen. In diesen Fonds gaben die Hochschulen bestimmte Stellen ab; in einem Wettbewerbsverfahren wurden ihnen „umgelagerte“ Stellen nun zugesprochen: Die Universität Bamberg hat 14,5 zusätzliche Stellen erhalten.

Das Innovationsbündnis von 2005 hatte zum Ziel, die Fächerstruktur und das Studienangebot der Hochschulen zu optimieren. Dies sollte dadurch geschehen, dass bestimmte Bereiche an den einzelnen Hochschulen an andere verlagert werden sollten. Die Stellenrückflüsse sollten für eine Stärkung der Profilbereiche genutzt werden. Im Gegenzug garantierte der Freistaat, dass bis zum Ende der Legislaturperiode die Haushalte der Hochschulen nicht gekürzt werden, ferner dass die in den Innovationsfonds eingebrachten Stellen vollständig zurückfließen und einige Stellen darüber hinaus vom Staat in den Innovationsfonds eingebracht werden.

Die Universität Bamberg hat in den Innovationsfonds den Fachbereich Soziale Arbeit eingebracht, 2 Professuren für Musikwissenschaft (nicht die Professur für Musikpädagogik) und 5 Professuren für Rechtswissenschaften. Allerdings wurden uns die abgegebenen Fachhochschulstellen nicht vollständig auf den Universitätsbereich angerechnet, sondern teilweise dem Fachhochschulbereich zugeschlagen.

Die Rückgabe von Stellen ist in 2 Tranchen erfolgt: Ein garantierter Rückfluss von 60 Prozent der Einlage in den Zielvereinbarungen und 40 Prozent in einem Wettbewerbsverfahren.

Stärkung der Angewandten Informatik

Für das Wettbewerbsverfahren konnten alle Universitäten Anträge stellen. Die Universität Bamberg hat einen Antrag eingereicht, der sich konzentriert hat auf eine Stärkung der Angewandten Informatik und einiger auf die Kooperation mit der Informatik orientierter Fächer. Zusätzlich wurden zwei Lehrprofessuren und eine halbe Mitarbeiterstelle für ein Kooperationsprojekt mit der Universität Würzburg beantragt.
Der Rückfluss erfolgte also nicht auf der Grundlage von Quoten, sondern nach Wettbewerbskriterien. Die Entscheidung traf eine Kommission von Wissenschaftlern unter dem Vorsitz des bisherigen DFG-Präsidenten Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker.

Hervorragendes Ergebnis für die Universität Bamberg

Die Universität Bamberg hat im Wettbewerbsverfahren ein hervorragendes Ergebnis erzielt: Im Rahmen der Zielvereinbarungen mit einem Stellenrückfluss von 60 Prozent der eingebrachten und angerechneten Stellen erhielt sie 11 Stellen zurück. Im Wettbewerbsverfahren mit einem Stellenrückfluss von 40 Prozent der eingebrachten und angerechneten Stellen erhält die Universität Bamberg  nun weitere 14,5 Stellen. 13 Professuren werden neu an der Universität Bamberg errichtet; das Defizit im Bereich der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird gemildert.

„Der Innovationsfonds wird damit für die Universität Bamberg seinem Namen als Fonds für universitäre Innovation in vollem Umfang gerecht“, freute sich der Rektor der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert über das Ergebnis. „Es war richtig, sich dem Prozess der Profilbildung vorbehaltlos zu stellen. Es ist uns nicht leicht gefallen, in gewachsene Strukturen und kollegiale Bindungen einzugreifen. Die Chance, die sich uns bot, mussten wir aber nutzen. Dies ist uns - allen Unkenrufen zum Trotz - bislang sehr erfolgreich gelungen.“

Im Ergebnis erhält die Universität Bamberg zwei Lehrstühle für Angewandte Informatik mit 5 Mitarbeiterstellen, 2 Technikerstellen und Sekretariatskapazität, ferner zwei Juniorprofessuren mit jeweils einer halben Mitarbeiterstelle, eine Lehrprofessur für Erziehungswissenschaftliche Studien, insbesondere Psychologie in der Lehramtsausbildung und eine halbe Mitarbeiterstelle für ein Kooperationsprojekt mit der Universität Würzburg, also 14,5 zusätzliche Stellen.

Hinzu kommt, dass im Rahmen der Zielvereinbarung auch eine Einigung erzielt wurde über Umwidmungen und damit die Neuerrichtung von drei weiteren Professuren gesichert ist sowie die Strukturverbesserung durch 4,5 Mitarbeiterstellen.
Die Zielvereinbarung selbst wurde am 21. Juli 2006 unterzeichnet. Darin wurde die Neuerrichtung von 5 Professuren, die Verlagerung von 2 Stellen in der Lehrerbildung von Bayreuth nach Bamberg sowie die Neuzuweisung von 3 Mitarbeiterstellen für die Lehre bzw. für die administrative Unterstützung qualitätssichernder Maßnahmen vereinbart, insgesamt 11 Stellen.

Attraktives Studienangebot

Die Universität sieht sich darin auch durch die wachsende Zahl der Studierenden bestätigt. Obwohl bereits im zweiten Jahr im Fachbereich Soziale Arbeit keine Erstsemester mehr zugelassen wurden, ist die Zahl der an der Universität Bamberg Studierenden stärker angestiegen als im Schnitt der bayerischen Universitäten. „Es ist doch ganz offensichtlich, dass es uns gelingt, ein Studienangebot vorzuhalten, das für Studierende attraktiv ist,“ so zieht der Rektor ein erstes Fazit hinsichtlich des Optimierungskonzepts.

Bestätigt würde dies auch durch das kürzlich veröffentlichte Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Dort hat sich die Universität Bamberg in den letzten Jahren im zusammenfassenden Indikatorenvergleich für die Hochschulen mit dem höchsten DFG Bewilligungsvolumen im Fachgebiet Sozial- und Verhaltenswissenschaften deutschlandweit auf den 15. Platz hochgearbeitet vor so renommierten Universitäten wie Freiburg, Göttingen oder Marburg. Speziell in den Sozialwissenschaften zählt die Universität Bamberg danach sogar zu den acht führenden Universitäten in der Forschung. „Diese Ergebnisse erreicht man heute nur durch konsequente Profilbildung und ebenso konsequente Berufungspolitik“, so Ruppert.

Übersicht über die neu eingerichteten Professuren:

- Geschichte Mittel- und Osteuropas
- Kunst- und Kulturgeschichte der Slavia
- Arabistik
- Judaistik / Jüdische Studien
- Archäologie der Römischen Provinzen
- Pathopsychologie
- Didaktik der Naturwissenschaften
- Wirtschaftspädagogik
- Softwaretechnik und Programmiersprachen (Lehrstuhl)
- Mensch-Computer-Interaktion (Lehrstuhl)
- Erziehungswissenschaftliche Studien, insbesondere Psychologie in der Lehramtsausbildung (Lehrprofessur)
- Sicherheit in Informationssystemen (Juniorprofessur)
- Informationsverarbeitung in der Geoarchäologie (Juniorprofessur) 

Die Pressemeldung des stmwfk zum Innovationsfonds finden Sie  externer Link folgt [hier...]

Das Ranking der DFG finden Sie externer Link folgt [hier...] 

News Wintersemester 2006/2007 vom 25.10.06