Diese sind zweigeteilt und umfassen:
Eine wichtige Funktion der Ambulanz ist das Angebot eines 5monatigen, halbtägigen Praktikums für Studierenden. In dieser verlängerten Praktikumszeit, die noch etwas Zeit nebenher läßt (Prüfungsvorbereitungen, Diplomarbeit), lernen unsere Praktikant/inn/en als Beobachter/innen therapeutische Arbeit kennen und verfügen nach Abschluß des Praktikums je nach persönlichem Engagement und vorheriger Praxis über erste grundlegende Erfahrungen und Orientierungen in diesem Arbeitsbereich und bezüglich unseres Therapieansatzes. Dies bezieht sich auch auf die spätere Wahl einer postgradualen intensiveren Ausbildung in Psychotherapie (Approbation).
Die Tätigkeit der Praktikant/inn/en ist vor allem durch supervidierte Therapievorbereitung, theoretische Reflexion, Eigenerfahrung im Praktikant/inn/enplenum, Aufarbeitung der einzelnen Sitzungen und Referate zu ausgewählten Themen gekennzeichnet. Zugangsvoraussetzungen für die Teilnahme an einem Praktikum sind: abgeschlossenes Vordiplom und eine formale Bewerbung im Anschluss an eine Informationsveranstaltung der Ambulanz ein Jahr zuvor. Die Praktikant/inn/en können an allen Therapien beobachtend teilnehmen und in der Vor- bzw. Nachbereitungszeit die Begründungen für Therapieplanung und Durchführung mit den Therapeut/inn/en diskutieren. Zusätzlich wird für mindestens zwei Therapien die verantwortliche Teilnahme gefordert (intensivierte gemeinsame Vorbereitung, Fallberichte, Protokolle etc.). Weitere Informationen dazu finden Sie --> hier.
Das zweite Angebot ist die eineinhalbjährige Praxiszeit im Rahmen eines Ausbildungsganges des CIP. Es ermöglicht supervidierte Praxiserfahrung im Rahmen einer durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von mindestens 20 Stunden. Die Praxiszeit beginnt mit einer Einarbeitungszeit, die vor allem durch die Teilnahme bei Therapien von erfahreneren Kolleg/inn/en und die theoretische Auseinandersetzung mit dieser Arbeit gekennzeichnet ist. Anschließend beginnen die Ausbildungsteilnehmer/innen mit der therapeutischen Arbeit. Für diese Arbeit stehen mehrere Supervisor/inn/en (Liste des CIP Bamberg) zur Verfügung.
Schritt für Schritt übernehmen die Therapeut/inn/en in Ausbildung auch Anleitungsaufgaben den Praktikant/inn/en gegenüber, was als erste Erfahrungen in Richtung Supervision von unerfahreneren Kolleg/inn/en angesehen werden kann (auch wenn das derzeit noch gar nicht systematisch angestrebt wird).
Grundsätzlich plädieren wir für eine naturalistische Forschungsperspektive. Das heißt, Forschung sollte so erfolgen, dass sie den normalen Ablauf einer Therapie möglichst nicht stört und nicht in den Therapieprozess eingreift. Für spezielle Fragestellungen/Forschungsvorhaben ist es notwendig, unsere normalen Arbeitsbedingungen zeitlich oder auf eine bestimmte Gruppe von Klient/inn/en begrenzt zu ändern (z.B. mehr oder andere Fragebögen, anderer Ablauf der Sitzungen bzw. strukturiertes therapeutisches Vorgehen). Dies wird sorgfältig geplant und die Vor- bzw. Nachteile (Forschung vs. Praxis) gegeneinander abgewogen. Vorrang vor den Forschungsinteressen haben in jedem Fall die Bedürfnisse der Klient/inn/en.