Universität Bamberg
Institut für Archäologie, Bauforschung und Denkmalpflege
Prof. Dr.-Ing. Rainer Drewello, Professur für Restaurierungswissenschaft in der Baudenkmalpflege
Wissenschaftliche Mitarbeiter:
Lena Klahr M.A.
Lehrstuhl für Angewandte Informatik in den Kultur-, Geschichts- und Geowissenschaften
Prof. Dr. Christoph Schlieder
Wissenschaftliche Mitarbeiter:
Peter Wullinger, M.Sc.
Universität Passau
Institut für Informationssysteme und Softwaretechnik (IFIS)
Prof. Dr. Burkhard Freitag
Wissenschaftliche Mitarbeiter:
Dipl.-Inf. Alexander Stenzer
Claudia Woller
Kooperationspartner:
Kirchengemeinde St. Lorenz, Nürnberg
Kirchengemeinde St. Sebald, Nürnberg
Vertreten durch:
Dipl.-Ing. Architektin Alexandra Fritsch (Architekturbüro Fritsch+Knodt&Klug, Nürnberg)
Behörden, Archive, wissenschaftliche Einrichtungen
Zentralbibliothek der Universität Bamberg
Gesamtkirchengemeinde der Ev.-Luth. Kirche Nürnberg
Ev.-Luth. Landeskirchenamt München
Landeskirchliches Archiv, Nürnberg
Stadarchiv Nürnberg
Staatsarchiv Nürnberg
Archiv des Erzbistums Bamberg
Archiv des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, München
Archiv des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg
CD-Lab Nürnberg, Gesellschaft zur Inventarisation und Dokumentation mbH
Europäische Vereinigung der Dombaumeister, Münsterbaumeister und Hüttenmeister e.V.
Vertreten durch:
Dombaumeisterin Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Köln
Dombaumeister Michael Hauck M.A., Passau
Weitere Kooperationspartner (in Vorbereitung 2. Projektabschnitt):
Dombauverwaltung Köln, vertreten durch Prof. Dr. Barbara Schock-Werner
Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, vertreten durch Dr. Hartmut Schäfer
Vorgesehene Gesamtdauer: 5 Jahre (2+2+1)
1. Projektabschnitt: 06/2007 - 05/2009
2. Projektabschnitt: 06/2009 – 05/2011 (in Vorbereitung)
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Förderprogramm: Kulturelle Überlieferung. Erhalt von Kulturgut durch digitale Informationssysteme
Die Archive von Monumentalbauten bilden zusammen mit dem Baubestand das historische Gedächtnis der die mitteleuropäischen Kultur- und Stadtlandschaften prägenden Denkmale. Die Bestände sind nur in Ausnahmefällen inventarisiert, erschlossen oder digital gesichert, die Archivalien einander inhaltlich nicht zugeordnet. Eine Suchanfrage nach Gebäudeinformationen mit räumlichem Bezug ist nur im Ausnahmefall möglich. Der Suchaufwand ist groß, zeitlich nicht kalkulierbar, ein Erfolg ungewiss.
Das Forschungsprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, die bestehenden strukturellen Defizite der Archive von Monumentalbauten abzubauen und sie einer inhaltlichen Nutzung zugänglich zu machen. An Defiziten sind insbesondere die unvollständige digitale Vorhaltung der Bestände, fehlende integrale Recherchemöglichkeiten, der fehlende räumliche Bezug der Informationen und die isolierte Stellung der Archive zu nennen. Daraus resultieren drei Teilaufgaben, die sukzessive über einen Entwicklungs- und Implementierungszeitraum von insgesamt fünf Jahren bearbeitet werden sollen.
1. Projektabschnitt (2 Jahre):
Die erste Teilaufgabe gilt der Katalogisierung, Inventarisation und digitalen Bereitstellung der inhaltlich nicht zugeordneten und verstreut aufbewahrten Quellen von St. Lorenz und St. Sebald in Nürnberg. Die Archiverschließung, insbesondere die digitale Erschließung von Bauplänen, soll paradigmatischen Charakter haben und Vorbild für die Umstellung vergleichbarer Bestände sein. Zur Realisierung der übergeordneten Projektziele muss die bestehende Archivierungs- und Dokumentationssoftware für Einzelbauten (DGA) fortgeschrieben und auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Anwendergruppen aus der Bau- und Kunstdenkmalpflege angepasst werden.
2. Projektabschnitt (2 Jahre):
Als nächstes ist die Konstruktion eines Nachweis- und Zugriffsystems geplant, das die bislang isolierten Archive verknüpfen, ein web-basiertes Arbeiten ermöglichen, gemeinfrei verfügbare Dokumente zugänglich machen und den wissenschaftlichen Umgang mit den Beständen auf der Plattform eines allgemein verständlichen Recherche- und Austauschpools erlauben soll. Dabei wird die erste Netzwerkebene von Mitgliedern der Europäischen Dombaumeistervereinigung gestellt und die Anbindung an die Scientific Community von die Universitätsbibliothek Bamberg übernommen.
Zur Anpassung der Software an die Anforderungen wissenschaftlicher Suchanfragen, ist
parallel zur Erschließung eine praxisnahe wissenschaftliche Auswertung vorgesehen.
Methodisch sollen dabei die Möglichkeiten der integralen Datenauswertung mit Raumbezug im Vordergrund stehen. Diese Teilaufgabe wird von der Universität Bamberg gesondert beantragt. (Wissenschaftliche Begleitung).
3. Projektabschnitt (1 Jahr):
Bei erfolgreichem Abschluss der ersten beiden Projektabschnitte soll die Archivierungs- und Dokumentationssoftware am Markt eingeführt werden.