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Aktuelle Hinweise aus den Restaurierungswissenschaften

Einführungsveranstaltungen WS 2010/11


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Neue Adresse: Jäckstrasse 3b in Bamberg


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zu den aktuellen Terminen

Frage: Was erforscht die Restaurierungswissenschaft?

Antwort: Prinzipiell alles, was mit Restaurierungen zu tun hat.

Gegenfrage: Was verstehen SIE unter Restaurieren? Aufpolierte Kunstwerke, goldglänzende Altäre, gutes altes Handwerk?

Antwort: __________________________________

 
Restaurieren ist keine Methode zur Stützung des Kunstmarkts und kein Instrument zur Steigerung von Wertanlagen, kein billiger Jakob und kein Beauty-Shop für Kunst- und Kulturobjekte. Restaurieren ist mehr. Restaurieren verknüpft den Respekt und die Hochachtung vor den schöpferischen Leistungen der Spezies Mensch mit Geschichtsbewusstsein und dem Ziel, wichtige und wertvolle Zeugnisse der Vergangenheit für künftige Generationen zu bewahren. Restauratoren, Konservatoren und ihre Wissenschaftler bemühen sich um die Erhaltung des materiellen Erbes der Menschheit (Material Cultural Heritage). Sie definieren sich nicht zuletzt über ihre Gegenspieler: beispielsweise doc Ignoranten und doc Fundamentalisten, doc Tourismusaktivisten oder profitorientierte Ökonomen.

Presseinfo zum HinterDieOhrenSchreiben ( externer Link folgt April 2004). 

Forschungsgegenstand sind Baudenkmale, Bildwerke oder Kulturgüter, die oft als Patienten kommen, viel von ihrem geistigen Inhalt verloren haben, von den Spuren der Geschichte überformt und von Altlasten voll sind. Wissenschaftlich unterkühlt spricht man von „Objekten“, die eigentlich immer „Subjekte“ sind, weil sie ihre eigene, sehr individuelle Geschichte haben. Und schon steckt man mitten in restaurierungswissenschaftlichen Fragestellungen wie: „Was liegt vor, wie alt ist es? Was ist geschehen? Was blüht denn da (aus), warum ist es so, wie es ist? Und: Was kann man tun?“

Laserscan der Porta Praetoria

Am besten lässt man die Objekte selbst erzählen, beispielsweise die römische pdf PORTA PRAETORIA in Regensburg, die voller Rätsel steckt; oder das sich häutende pdf BEHAIMFENSTER im Chor von Sankt Sebald in Nürnberg, das nur ratloses Kopfschütteln hinterlässt; die meisterlich gefertigten  metallenen Grabplatten im Kreuzgang des Erfurter Doms, die eine Promotion notwendig machen; oder das Chaos der Wandmalereien in der Bamberger Dominikanerkirche, das man ohne wissenschaftliche Unerstützung keinem Normalsterblichen nahe bringen kann.