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Yucatán-Exkursion findet nicht statt


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Große Exkursion nach Südwestdeutschland im SS 2013: Verlängerung der Anmeldefrist.


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Feldarchäologisches Praktikum auf der Nördlichen Frankenalb im September 2013


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Lehrveranstaltungen im aktuellen Semester


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Landschafts- und Siedlungsgeschichte der Nördlichen Frankenalb während der Bronze- und Eisenzeit

Inhalt und Ziel:

Die Nördliche Frankenalb muss zur Bronze- und Eisenzeit (Ende des 3. bis Ende des 1. Jts. v. Chr.) dicht besiedelt gewesen sein. Dies belegen zahlreiche Grabanlagen sowie befestigte Höhensiedlungen mit Zentrumsfunktion wie der Staffelberg. Daneben konnten in den letzten Jahren mehrere Ritualorte an topographisch herausgehobenen Lagen dokumentiert werden (z.B. Hohler Stein bei Schwabthal, Rothensteine bei Stübig), die von lokalen Siedlungsplätzen aus genutzt worden sein müssen. Wie auch in anderen Mittelgebirgsregionen sind solche Siedlungen bislang jedoch allenfalls durch Lesefunde bekannt. Jüngste Grabungen der UFGA in einem Seitental der Weismain bei Kaspauer (Stadt Weismain, Landkreis Lichtenfels) erbrachten den Nachweis bronzezeitlicher Siedlungsstrukturen.

Darauf aufbauend soll nun in einem gemeinsamen Forschungsprojekt der IVGA und UFGA, für das seit 2012 Gelände- und Laborarbeiten im Rahmen eines intern geförderten Vorbereitungsprojekts laufen, die metallzeitliche Landschafts- und Siedlungsgeschichte der Nördlichen Frankenalb untersucht werden. Die Frage ist, wie und wo Siedlungen und Hofstellen dieser Zeit zu finden sind bzw. welche landschafts-geschichtlichen Prozesse dazu führten, dass sie bislang nicht gefunden werden konnten. Neben Oberflächenbegehungen und Magnetik werden auch Sondierungen mittels Handbohrern (Abb.1) durchgeführt. So konnten an ausgewählten Standorten in der Nähe von Wasserquellen und Grabhügeln Kolluvien dokumentiert werden, die z.T. Holzkohle und Hüttenlehm enthalten (Abb. 2) und in die Späte Früh- bis Mittelbronzezeit (ca. 1635 - 1400 v. Chr.) und Urnenfelderzeit (ca. 1200 - 1000 v. Chr.) datieren. Diese Befunde weisen auf Rodung und Erosion und damit auf eine landwirtschaftliche Nutzung der Hochflächen in diesen Zeitphasen hin. Die integrierte Prospektionsmethodik und die Anlage von Bodencatenen an den Jura-Hängen sollen in den nächsten Jahren in einem Folgeprojekt fortgeführt werden.

Finanzierung:

Abb. 1: Bohrsondage an einem Standort in Hanglage.
Abb. 2: Bodenmaterial aus 1,2 m Tiefe mit Holzkohle.