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Climate Change in the Alps - 10.000 Jahre Klima- und Siedlungsdynamik im Silvretta-Massiv zwischen Paznaun (Österreich) und Unterengadin (Schweiz)

Silvretta – Hinteres Val Urschai (Unterengadin), Fundstelle Plan da Mattun mit Futschölpass (Foto: Karsten Lambers).


Inhalt und Ziel:
Der Begriff „Klimawandel“ steht heute im Zentrum der Diskussion um unsere zukünftige Lebensweise. Dabei unterliegt das Klima einem beständigen Wandel aufgrund natürlicher und anthropogener Einflüsse. Zum Verständnis der Auswirkungen des Klimawandels auf die Kulturentwicklung kann die Untersuchung historischer und prähistorischer Mensch-Umwelt-Beziehungen einen entscheidenden Beitrag leisten.

Welchen unmittelbaren Einfluss schon kleinste klimatische Veränderungen auf die Besiedlung, ökonomische Nutzung und kulturelle Entwicklung haben können, kann in einer hochsensiblen Region wie den Alpen besonders anschaulich gezeigt werden. Aus diesem Grund wurden die Täler des Silvretta-Massivs in den Zentralalpen zwischen Unter-Engadin (CH), Montafon (A) und Paznaun (A) als Untersuchungsgebiet ausgewählt, um die postglaziale Klima- und Besiedlungsdynamik dieser Region interdisziplinär zu untersuchen.

Basierend auf archäologischen Untersuchungen, die seit 2007 durch die Universität Zürich durchgeführt werden, soll anhand paläoökologischer und geoarchäologischer Daten die Interaktion zwischen Klima- und Siedlungsdynamik in der Silvretta vom Mesolithikum bis in die frühe Neuzeit rekonstruiert werden. Zu diesem Zweck werden sowohl archäologische Fundstellen wie auch Umweltarchive, z.B. Moore, dokumentiert und untersucht. Dabei gilt es herauszufinden, ob eine Korrelation zwischen Klima- und Siedlungsdynamik gegeben ist oder nicht. Die Fähigkeit des Menschen, sich an veränderte Umweltbedingungen anzupassen, etwa durch technologische Innovation oder eine Umstellung der Wirtschaftsweise, bezeugt, dass dem nicht zwangsläufig so ist. Die Erschließung neuer Weideflächen für die Alpwirtschaft durch Rodung kann als ein Beispiel solcher kulturhistorischer Adaptions-prozesse angeführt werden.

Ausgehend von den Ergebnissen dieser Referenzregion soll sodann eine Gesamtschau der Mensch-Umwelt-Beziehungen in den Zentralalpen in großer zeitlicher Tiefe erarbeitet werden.
 

Finanzierung:
Gefördert im Rahmen des gemeinsamen Förderprogramms 2010 "Climate Change in the Alps – Junior Forschergruppen" der externer Link folgt Herzog-Sellenberg-Stiftung und der externer Link folgt Dr. Erich-Ritter-Stiftung


Laufzeit
:
2010-2014

Projektpartner:
Universität Innsbruck – externer Link folgt Institut für Botanik (Ao. Univ. Prof. Dr. Jean Nicolas Haas)

externer Link folgt Archäologischer Dienst Graubünden (Dr. Thomas Reitmaier)