"GIS-gestützte historisch-geographische Untersuchungen im Umfeld frühkeltischer Fürstensitze in Südwestdeutschland"
Leitung: Prof. Andreas Dix
Bearbeitung: Dipl.-Geogr. Christof Schuppert M.Sc. GIS
Das Forschungsprojekt ist Teil des interdisziplinären DFG-Schwerpunktprogramms „Frühe Zentralisierungs- und Urbanisierungsprozesse – Zur Genese und Entwicklung frühkeltischer Fürstensitze und ihres territorialen Umlandes“. Im Rahmen des Projektes werden die frühkeltischen Fürstensitze Heuneburg, Glauberg, Hohenasperg und Ipf mit historisch-geographischen Methoden untersucht. Die Studie stützt sich dabei auf kartographische und schriftliche Archivquellen sowie auf aktuelle Geodaten. Zur Verarbeitung der raumzeitlichen Daten kommt ein Geoinformationssystem zu Einsatz.
Mehr über das Projekt erfahren Sie hier:
http://www.fuerstensitze.de/5274_Historische_Geographie_und_GIS.html)
Ansprechpartner: Dipl.-Geogr. Christof Schuppert M.Sc. GIS
E-Mail: christof.schuppert(at)rps.bwl.de
"Urbaner Gartenbau"
Leitung: Prof. Andreas Dix
Bearbeitung: M.A. Lisa Strecker
Die Ethnologin mit Schwerpunkt Ethnobotanik ist Mitarbeiterin im Projekt „Urbaner Gartenbau im Welterbe Bamberg". Ihre Aufgabe besteht darin, die Bamberger Nutzpflanzen zu beschreiben und ihre Entstehung soweit wie möglich zu dokumentieren. Denn obschon es über die Bamberger Gärtnereien zahlreiche Publikationen gibt befasst sich erstaunlicher Weise keine der neueren Arbeiten mit dem Hauptgegenstand der Gärtnerei, den Kulturpflanzen.
Diese entstanden über Generationen, wurden von den Gärtnern gepflegt und selektiert und waren somit ideal an die Bedingungen der Bamberger Äcker angepasst. Zugleich entstanden Sorten, die den Vorlieben der lokalen Kundschaft gerecht wurden und somit eng mit der Kultur und Küche der jeweiligen Region verbunden sind. Man denke hierbei nur an den Bamberger Wirsching, den die BambergerInnen um nichts in der Welt gegen den allgemein bekannten Wirsing eintauschen würden. In dieser speziellen Art von Koevolution entstanden also Varietäten, die nicht nur ein wertvolles Kulturgut und sog. Reservematerial für zukünftige Züchtungen darstellen, sondern es entstanden vielfach sehr schmackhafte Gemüsesorten, die es für sich und kommende Generationen zu erhalten gilt. Hierbei handelt es sich um ein wertvolles Erbe, das uns vorangegangene Gärtnergenerationen und Pflanzenzüchter hinterlassen haben. Denn ist eine Sorte erst einmal verschwinden geht mir ihr zugleich ein Stück kulinarische Vielfalt und Kulturgeschichte sowie das mit der jeweiligen Pflanzenvarietät verbundene Wissen unwiederbringlich verloren. Eigene Sorten und eigenes Saatgut waren seit jeher ein wichtiges Kapital der Gärtner das sie eifersüchtig hüteten, da es ihnen ermöglichte, sich von der Konkurrenz abzusetzen.
Doch bevor man sich Gedanken um die Erhaltung, Präsentation, Wiedereinführung und eventuell züchterische Weiterentwicklung macht muss geklärt werden, was denn die Bamberger Nutzpflanzen eigentlich sind. Dies ist Aufgabe des vorliegenden Forschungsprojektes.
Kontaktdaten:
Lisa Strecker
Hinterer Bach 18
96049 Bamberg
lisa.strecker(at)uni-bamberg.de