Das Projekt widmet sich der systematischen Sammlung, Erschließung und Edition von Dokumenten zur Handelstätigkeit einer der größten süddeutschen Firmen am Beginn der Neuzeit. Grundlage bilden die überlieferten Fragmente Welser'scher Handelsbücher und Rechnungen. Darüber hinaus werden Quellen aus zahlreichen europäischen Archiven erschlossen und kritisch ediert.
Ein Teilprojekt zur Erschließung der Akten der Florentiner Salviati, mit denen die Welser enge Geschäftsbeziehungen unterhielten, wurde unter dem Titel "Oberdeutsche Handelsgesellschaften und die Entstehung der neuzeitlichen Weltwirtschaft: Dokumente zur Geschichte der Augsburger Welser-Gesellschaft aus europäischen Archiven (1496-1551)" durch die Fritz Thyssen Stiftung von 2006 bis 2008 gefördert, Mitarbeiter: Heinrich Lang.
Ein Rechnungsbuchfragment aus der Staatsbibliothek Bamberg wird im Rahmen einer Dissertation am Graduiertenkolleg "Wissensfelder der Neuzeit. Entstehung und Aufbau der europäischen Informationskultur" am Institut für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg durch Sven Schmidt unter dem Titel: "Das Schuldbuch der Gesellschaft Christoph Welser und Gebrüder (1554-1560) und die Transformation kaufmännischer Informationskultur in der Frühen Neuzeit" (Betreuung: Prof. Dr. Wolfgang E. J. Weber) ediert und ausgewertet.
Der Abschluß der Editionsarbeiten wird durch eine kleinere Sachbeihilfe der Gerda Henkel Stiftung unter dem Titel "Süddeutscher Fernhandel am Beginn der neuzeitlichen Weltwirtschaft: Eine Edition von Handelsdokumenten zur Geschichte der Augsburger Handelsgesellschaft der Welser (1496–1551)" von 2011 bis 2012 gefördert. Mitarbeiter: Sven Schmidt
Projektleitung: Prof. Dr. Mark Häberlein, Dr. Peter Geffcken (München)
Mitarbeiter: Dr. Heinrich Lang, Sven Schmidt, Christof Jeggle
Laufzeit: seit 1.10.1999, laufend