Die nächste Sprechstunde findet am Donnerstag, 24. Mai 2012, von 12.00 - 13.45 Uhr statt.
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ab dem 01.04.2012 übernimmt Frau Prof. Dr. Andrea Stieldorf den Vorsitz
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Die Seiten der Bamberg Graduate School of Historical Studies / Bamberger Graduiertenschule für Historische Forschung (BaGraHist) sind neu eingestellt.
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Menschen mit Behinderung in Deutschland nach 1945. Selbstbestimmung und Partizipation im deutsch-deutschen Vergleich: Ein Beitrag zur Disability History
Fördervolumen: €475.000 (gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft - DFG)
Laufzeit: Frühjahr 2012 bis Frühjahr 2015
Das Projekt untersucht Interdependenzen zwischen gesellschaftlichen Praktiken und Vorstellungen in Bezug auf "Behinderte" sowie Strategien von Menschen mit Behinderung, auf politische Normsetzungen und gesellschaftliche Zuschreibungen einzuwirken. Die Möglichkeiten und Grenzen für Selbstbestimmung und Partizipation in Auseinandersetzung mit sozialen Konstruktionen von Behinderung werden in einem deutsch-deutschen Vergleich von 1945 bis in die frühen 1990er Jahre ausgelotet. Im Unterschied zur bisherigen Forschung, die in erster Linie das Handeln von Nichtbehinderten gegenüber Behinderten thematisierte, wird dezidiert auch die Perspektive der Betroffenen einbezogen und in drei Teilprojekten analysiert. 1. wird die Interessenpolitik von Betroffenenorganisationen anhand ihrer Bemühungen analysiert, auf Gesetzesvorhaben Einfluss zu nehmen, über Selbstadvokation soziale Inklusion zu fördern oder mittels Öffentlichkeitsarbeit Repräsentationen von Behinderung zu beeinflussen. 2. wird der Behindertensport als ein Ort alltäglicher Interaktion untersucht, wo man gegen vorhandene Barrieren anging und um soziale Partizipationschancen stritt. Hier wurden zudem Körperbilder und gesellschaftliche Stereotype von Behinderung im Wechselspiel mit identitären Selbstentwürfen verhandelt. 3. wird verfolgt, wie Menschen mit Behinderung auf ihren eigenen Lebensalltag in der Arbeitswelt Einfluss nahmen und zu welchen Kooperation und Konflikten es zwischen Behinderten und Nichtbehinderten vor dem Hintergrund sozialpolitischer Direktiven und existierender Stereotype kam. Das Projekt erweitert mithin die sozial- und kulturgeschichtliche Forschung mit Hilfe der Disability History um eine bisher vernachlässigte Dimension sozialer Ungleichheit.
Forschungsprojekt zur Geschichte des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands in Zusammenarbeit mit PD Dr. Olaf Blaschke (Universität Trier), Prof. Dr. Christoph Cornelißen (Universität Kiel) und Prof. Dr. Martin Sabrow (Humboldt-Universität Berlin)
Fördervolumen: €40.000 (zur Verfügung gestellt vom Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands)
Laufzeit: Frühjahr 2011 bis etwa Frühjahr 2012
Dieses Projekt verfolgt das Ziel, eine größere Studie zur Geschichte des 1895 gegründeten Verbands der Historiker Deutschlands (seit 1998 Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands) vorzubereiten. Da das Archiv des Verbands für die Zeit vor 1945 zerstört und für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg nur lakunär überliefert ist, sollen zunächst durch Archivrecherchen die in den Nachlässen von Verbandsfunktionären lagernden Dokumente zur Verbandsgeschichte gesichtet und gesammelt werden. Auf deren Basis soll eine größere Studie geschrieben werden, die zum einen Aspekte der Professionalisierungs- und Institutionalisierungsgeschichte des Verbands abhandeln wird und zudem einen Beitrag zur Sozialgeschichte der Verbandsführung und Mitgliedschaft leisten soll. Zum anderen werden die Organisation und der Funktionswandel der vom Verband durchgeführten Historikertage beleuchtet. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf den politischen Verbindungen und Legitimationsleistungen des Verbands liegen. Nicht zuletzt wird auch der Einfluss des Verbands auf die disziplinäre Entwicklung und die Internationalisierung der deutschen Geschichtswissenschaft beleuchtet.