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Prüfungen

Prüfungen in Älterer deutscher Literaturwissenschaft/
Mediävistischer Germanistik

Generell gilt: Vorbereitend sollten alle Prüfungen bzw. Prüfungsinhalte in den Spechstunden, ggf. auch per E-Mail, vorbesprochen werden - in Ihrem eigenen Interesse!

ACHTUNG: Basis für alle (!) Prüfungen ist Folgendes:

  • sprach- und literaturwissenschaftliches Grundwissen
  • vertiefte literaturhistorische Kenntnisse aller (!) Epochen der deutschsprachigen Literatur
  • historisches Grundwissen zum Früh-, Hoch- und Spätmittelalter und zur Frühen Neuzeit
  • Kontextwissen, z. B. Rezeption mittelalterlicher Stoffe in der deutschen Literatur ab 1700


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    1. Staatsexamen
    2. Abschlussprüfung Diplom / Magister
    3. Zwischenprüfung (Magister/Staatsexamen)
    4. Vordiplom

 

 

1 Staatsexamen

Allgemeine Informationen: Prüfungsamt, siehe auch Aushang vor dem Sekretariat (U5/209)

1.1 ÄdL als Hauptgebiet

1.1.1 Schriftlich
Dauer: 5-stündig
Inhalt: Im Aufgabenblatt für die schriftliche Prüfung in Älterer deutschen Literaturwissenschaft als Hauptgebiet werden je 5 Themen (A-E) und in Älterer deutscher Literaturwissenschaft als erstes Nebengebiet je 4 Themen (A-D) zur Wahl gestellt, davon je 

  • 1 Thema Höfischer Roman (Teilbereich A) 
  • 1 Thema Minnesang (Teilbereich B) 
  • 1 Thema Heldenepik und deutsche Chansons de geste, Herzog Ernst B (Teilbereich C) 
  • 1 Thema Weitere Stoffgebiete (insbesondere Frühmittelhochdeutsche Literatur, Sangspruchdichtung und Märendichtung) (Teilbereich D; Informationen dazu am Lehrstuhl)
  • 1 Thema Frühneuhochdeutsche Litertur (Teilbreich E)


Die Prüfung besteht aus zwei Teilen:
1. Übersetzung
2. Literaturwissenschaftliche Aufgaben

Alte Klausuren können auf den Seiten der LMU und der Universität Augsburg eingesehen werden.

 

1.1.2 Mündlich
Dauer: 30 min. 
Inhalt:

  • Thema 1: Literaturgeschichte/kulturhistorischer Hintergrund; obligatorische Literatur (in der jeweils aktuellen Auflage):
    • Brunner, Horst: Geschichte der deutschen Literatur des Mittelalters im Überblick.
    • Weddige, Hilkert: Einführung in die germanistische Mediävistik.
  • drei weitere Themen (HG) bzw. zwei weitere Themen (NG) – Autoren (z.B. Walther von der Vogelweide), Werke (z.B. Hartmanns von Aue Erec), Gattungen (z.B. Tagelied) –, wobei die Prüfung insgesamt mehrere Autoren, Werke und Gattungen beinhalten muss
  • zu den drei bzw. vier Themen ist eine Bibliographie zu erstellen, die jeweils Folgendes beinhaltet:
    • Ausgaben der gewählten Werke
    • Einführung(en), sofern vorhanden
    • ca. 10 möglichst jüngere Aufsätze (ggf. auch jüngere, einschlägige Monographien)

 

Hinweise zur Bibliographie:

  • Die Bibliographie ist mit dem Prüfer abzusprechen und (in der abschließenden Version!) spätestens zwei Wochen vor der Prüfung elektronisch oder als Ausdruck abzugeben; im eigenen Interesse sollte die Bibliographie so bald wie möglich ‚fix‘ sein.
  • Bei epischen Werken können durch die Wahl der Aufsätze thematische Schwerpunkte gesetzt werden (z.B. Frauenfiguren im Nibelungenlied), Thema bleibt dennoch grundsätzlich das gesamte Werk.
  • Bei Lieddichtung, Märendichtung und geistlichen oder weltlichen Spielen sollten jeweils 5-6 Texte (bei Spielen ca. 3-4) explizit angegeben werden; Thema bleibt dennoch die gewählte Gattung.

ACHTUNG: Ein Thema beinhaltet nicht nur Spezialwissen zu einem Aspekt eines Werkes o.ä., sondern v.a. auch den jeweiligen literar- und kulturhistorischen Kontext etc. (Entstehung, Überlieferung, Stoffgeschichte etc.).

ACHTUNG: Vor allem im Rahmen des vorgezogenen Leistungsnachweises zeigt sich immer wieder, dass insbesondere das philologische und methodische Wissen der Kandidatinnen und Kandidaten noch nicht so ausgereift ist, dass ein gutes Prüfungsergebnis erzielt werden kann. Falls Sie einen solchen Leistungsnachweis anstreben, sollten Sie auf jeden Fall eine sehr in­tensive Vorbereitung (möglichst auch noch davor den Besuch einer zusätzlichen Lehrveran­staltung wie z.B. die regelmäßig angebotenen Übersetzungsübungen und Examensvorberei­tungskurse) einplanen.

 

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2 Abschlussprüfung Diplom / Magister

2.1 Diplom-/Magisterprüfung (HF)

Schriftlich
Dauer: 4-stündig 
Inhalt: 4 Themengebiete sind zu wählen, davon kann eines vorweg zu einem Thema der mündlichen Prüfung bestimmt werden; von den verbleibenden 3 Themen werden 2 zur Wahl bei der schriftlichen Klausur vorgelegt; alle dort nicht bearbeiteten (also insgesamt drei) Themen sind Gegenstand der mündlichen Prüfung.

  • Übersetzung (ca. 30-40 Verse)
  • Grammatik (lautgeschichtliche und semantische Veränderungen vom Mittelhochdeutschen zum Neuhochdeutschen) [nach Vereinbarung]
  • ggf. Metrik
  • Interpretation der zu übersetzenden Stelle
  • eine weiterführende Interpretationsfrage (z.B. zur Entwicklung des Artusromans)

Mündlich
Diplom 30 min.; s.o., dazu Bibliographie
Magister 60 min.; s.o., dazu Bibliographie

2.2 Magister (NF)

Art: mündlich 
Dauer: 30 min. 
Inhalt:  s.o., dazu Bibliographie

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3 Zwischenprüfung (Magister / Staatsexamen)

Art: mündlich 
Dauer: 30 min. 
Inhalt: 3 Themen

  •  Ein erstes Thema aus dem Bereich der deutschen Literatur von 1150-1300 (Werk/Autor/Gattung); als Basis wird zumeist Med. II gewählt (z.B. Gottfried von Straßburg: Tristan; Walther von der Vogelweide: Lieddichtung oder Sangspruchdichtung; Tagelied, Mariendichtung etc.); dazu eine Bibliographie (mindestens ca. 10 einschlägige [jüngere!] Monographien/Aufsätze).
  • Ein weiterführendes Thema (z.B. höfischer Roman 1170-1300; Artusroman; Minnesang etc.); dazu Bibliographie (mindestens 5 Titel).
  • Ein drittes Thema aus dem Bereich der literaturwissenschaftlichen Methodik (z.B. mittelalterliche Hermeneutik; Mündlichkeit/Schriftlichkeit; Latein - Volkssprache) oder der kulturhistorischen Grundlagen (z.B. zum Ritterbegriff; Literatur und Ritual; die höfische Gesellschaft; die Rolle der Frau für Kultur und Gesellschaft des Mittelalters etc.; vgl. H. Weddige: Einführung in die germanistische Mediävistik; J. Bumke: Höfische Kultur; dazu Bibliographie (mindestens 5 Titel).

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4 Vordiplom

Art: Klausur 
Dauer: 3-stündig 
Inhalt: gleicher Aufbau (und gleiche Vorbereitung) wie bei der Zwischenprüfung, aber

zu Literatur 1150-1300:

  • daraus eine Übersetzung aus dem Mittelhochdeutschen in die deutsche Gegenwartssprache (ca. 20 Verse Epik bzw. 20 Verse Lyrik)
  • Grammatik (lautgeschichtliche und semantische Veränderungen vom Mittelhochdeutschen zum Neuhochdeutschen; Verben)
  • ggf. metrische Bestimmung
  • Interpretation der zu übersetzenden Stelle

zum weiterführenden Thema:

  • eine weiterführende Interpretationsfrage (z.B. zur Entwicklung des Artusromans)

zur literaturwissenschaftlichen Methodik:

  • eine kurze Darstellung eines Problemzusammenhangs aus dem gewählten Themenbereich

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