I. Formales
1. Die Zitierweise
- Verwendete Zitate müssen immer als solche kenntlich gemacht werden, sonst setzen Sie sich dem Vorwurf des Plagiats aus.
- Wörtliche Zitate sind durch Anführungs- und Schlusszeichen kenntlich zu machen, z. B.: "Wegen seines Gewandes wird Parzival als Narr angesehen" (Haug 1999, S. 3).
- Mittelhochdeutsche Textzitate sind immer kursiv zu schreiben, dafür aber ohne Anführungs- und
Schlussstriche!
Bsp.: „<i>Am Markehof angelangt, wird Riwalins Leben ähnlich zur Exordialsentenz des Iwein beschrieben:
also lebete er in der werdekeit/ und in der rehten güete,/ die er in sîn gemüete/ mit tegelîchen
tugenden nam,/ unz Markes hôhgezît dô kam</i> (Tristan 520-524)“. - Wenn Sie sinngemäß zitieren, ist die Bezeichnung 'vgl.' angebracht, z. B.: Wie in der Forschung des öfteren herausgestellt wird, outet Parzivals Kleidung ihn als Narren (vgl. z. B. Haug 1999, S. 3).
- Es sollte immer direkt zitiert werden, zu vermeiden sind Übernahmen aus zweiter Hand.
- Bei längeren Zitaten ab einer Länge von drei Zeilen werden diese auch formal abgegrenzt, d.h.
eingerückt, mit einfachem Zeilenabstand und einer verkleinerten Schriftgröße. - Auslassungen sind durch eckige Klammer und drei Punkte zu markieren, z. B.: "Der junge Parzival ist [...] ein verhinderter Ritter".
- Zitate müssen immer wortwörtlich übernommen werden, auch wenn sie Fehler enthalten. Diese
Fehler können mit [sic!] gekennzeichnet werden. Nach der neuen Rechtschreibung „falsche“
Schreibungen müssen nicht mit [sic!] gekennzeichnet werden (daß für dass etc.). - Zitate, die in den Text eingefügt werden, müssen grammatisch korrekt eingefügt werden. Eventuell nötige Änderungen sind durch runde Klammer zu kennzeichnen. Beispiel: Korrektes Zitat: "das bunte Gewand Parzivals"; im Text: wegen des "bunte(n) Gewand(es) Parzivals".
2. Bibliographische Angaben
- Wichtig ist die Angabe der zitierten Ausgabe der Primärquelle. Dabei genügt eine einmalige Fußnote nach dem Muster: Zitiert nach: Gottfried von Straßburg. Tristan. Hg. von Karl Marold ... In der Folge genügt der Verweis auf die zitierte Textstelle mit Versangabe im Text (ohne Fußnote).
- Die Zitation erfolgt in Fußnoten am unteren Rand der Seite.
Das Programm Word oder vergleichbare Programme sind hier hilfreich, da sie die Fußnoten automatisch
nummerieren und am Ende der Seite auflisten. - Sie sollten in der Hausarbeit Kurztitel nach folgendem Muster verwenden: Das Arbeiten mit Kurztiteln
geschieht in der Arbeit nach folgendem Muster: Name Jahr, S. Bei mehreren Publikationen des
gleichen Autors im selben Jahr sind diese ggf. in der Fußnote und im Literaturverzeichnis durch a,
b, c zu kennzeichnen. - Stehen die Angaben eines bereits zitierten Titels direkt untereinander, kann die Bezeichnung „Ebd.“
verwendet werden. Aber Vorsicht: Wenn im Prozess der Arbeit eine zusätzliche Fußnote einfügt
wird, kann sich der Bezugspunkt verschieben und „ebd.“ stimmt nicht mehr. - Wichtig ist insbesondere die Konsequenz bei den Angaben, also immer auf dieselbe Weise zitieren.
3. Die Einrichtung der Seiten
- Die Seitenränder der Hausarbeit sind folgendermaßen festgelegt:
Links (Heftung)/ rechts (Korrekturen): 3cm;
Oben/unten: ca. 2,5cm. - Der Ort der Seitenzahlen und das Verwenden von Kopf- oder Fußzeilen sind individuell wählbar.
4. Der Schriftgrad
- Der Schriftgrad sollte auf Leserfreundlichkeit hin ausgewählt werden.
Bewährt hat sich 12pt (Times New Roman) im Fließtext, 10pt (TNR) für die Fußnoten und die
eingerückten Zitate. - Beim Schriftsatz sind der Blocksatz und der 1,5-fache Zeilenabstand verbindlich.
- Die Silbentrennung ist manuell vorzunehmen.
- Zu achten ist außerdem auf passende Abschnitte, die jeweils zusammenhängende und aufeinander
aufbauende Sinneinheiten/Gedankengänge auch optisch markieren.
Wichtig: Absätze dürfen nicht zu groß sein, aber auch nicht nur zwei Sätze umfassen. Achten Sie
hier auf eine ausgewogene Handhabung.
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II. Inhaltliches
- Das gewählte Thema ist mit dem Seminarleiter persönlich abzustimmen.
- Zu beachten sind eine genaue Themenstellung und die Einhaltung der Angaben bezüglich des Umfangs:
- Ca. 12-15 Textseiten im Proseminar;
- Je nach Anzahl der Referenten/Studenten, die gemeinsam an einer Arbeit schreiben, ist diese Seitenangabe zu multiplizieren.
2. Aufbau
Deckblatt: Enthält folgende Angaben:
- Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Lehrstuhl für Deutsche Philologie des Mittelalters, Sommersemester/Wintersemester Jahr, Seminartitel, Name des/der Dozent/in.
- Titel der Arbeit.
- Name, Adresse, E-Mail des/der Verfassers/Verfasserin, Matrikelnummer, Fachsemester, Studienfächer des/der Verfassers/Verfasserin.
Inhaltsverzeichnis:
- Beinhaltet die Überschriften und Unterpunkte der Arbeit und ist somit die Gliederung.
- Bitte nicht vergessen, die Seitenzahlen anzugeben.
Einleitung:
- Sollte schlüssig und klar die Zielsetzung der Arbeit darlegen und die Vorgehensweise (Bsp.: Fragestellung,methodischer Ansatz, aktuelle Forschungsdiskussion etc.) beschreiben.
- Folgende Punkte sind also zu beachten: Sie haben verschiedene Möglichkeiten, die Einleitung als „Visitenkarte“ der Arbeit zu gestalten:
- Das Umreißen des Problems, also die Wichtigkeit des Themas und übergeordnete Fragestellungen sowie Schwerpunkte .
- Die Methode beschreiben und begründen, wie das Thema bearbeiten werden soll: In zeitlicher Ordnung, ereignisgeschichtlich, mit dem Fokus auf Personen etc.
- Eingrenzung der Thematik (nicht zu viel vornehmen, sonst besteht die Gefahr, dass die einzelnen Gliederungspunkte nur oberflächlich behandelt werden können): Begründung der Wahl der Schwerpunkte bzw. Rechtfertigung der nicht untersuchten Bereiche.
- Skizze des Aufbaus der Arbeit, aber keine Zusammenfassung der Gliederung.
- Den bisherigen Forschungsstand offen legen, etwa die neueste Literatur mit den Ergebnissen und Schwerpunkten anführen.
Hauptteil:
- Hier wird das selbst gesetzte Untersuchungsziel bearbeitet.
- Dabei sollten Sie sich mit dem aktuellen Forschungsstand auseinander setzen, diesen kritisch bewerten und für die eigenen Ansätze nutzbar machen.
- Wichtig ist, dass Sie die Thesen der Forschungsliteratur und vor allem auch Ihre eigenen Gedanken am Primärtext auf ihre Plausibilität überprüfen bzw. stützen.
- Beziehen Sie wenn möglich einen eigenen, begründeten Standpunkt.
- Vermeiden Sie die Nacherzählung des Textes, Ihr Korrektor kennt diesen meistens.
- Schreiben Sie in Absätzen (siehe oben).
Schluss:
- Dient zur schlaglichtartigen Zusammenfassung der Ergebnisse der Arbeit.
- Einleitung und Schluss sind quasi die „Visitenkarte“ der Arbeit. Es sollte also auch dementsprechend Mühe auf den Inhalt und die Formulierungen verwendet werden.
- Der Schluss einer Hausarbeit umfasst z.B.:
- Ergebnisse der Arbeit, Resümee der bedeutendsten Thesen;
- Persönliche Stellungnahme;
- Wo könnte man noch weiter arbeiten/forschen?
Literaturverzeichnis:
- Es erfasst alle für die Arbeit verwendeten (gelesenen, zitierten, erwähnten) Titel.
- Gleiches gilt umgekehrt: Die im Literaturverzeichnis angegebene Literatur sollte auch gelesen und verwendet worden sein.
- Wichtig ist eine gute Literaturrecherche, die vor allem neueste Literatur berücksichtigt.
- Bei der Einteilung ist Folgendes zu beachten (vgl. separate Handreichung!):
- Die Literatur wird in Primär-, Sekundärquellen und Aufgerufene Webseiten untergliedert.
- Die Anordnung ist alphabetisch, wobei zu beachten ist, dass es z.B. „Wolfram von Eschenbach“und nicht „Eschenbach, Wolfram von“ heißt.
- In der Regel sollen mindestens 50% der Sekundärliteratur jünger als 20 Jahre sein.
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III. Allgemeine Hinweise
- Die Arbeit sollte nach Fertigstellung unbedingt Korrektur gelesen werden. Fehler hinterlassen einen negativen Eindruck, der sich schlecht auf die Benotung auswirkt.
- Grammatik und Rechtschreibung unterliegen Regeln, die Studierenden der Germanistik bekannt sein sollten, z.B. die Regeln der neuesten Orthographiereform sowie durchaus noch vorhandene Kommaregeln etc.
- Angaben wie „von Eschenbach“ oder „von Straßburg“ sind keine Namensbestandteile wie in Adelsnamen, werden deshalb auch nicht gebeugt. Es heißt demnach z.B. „Gottfrieds von Straßburg Tristan“!
- Die Titel der mittelhochdeutschen Texte sind kursiv zu schreiben, nicht zuletzt, um im Text der Hausarbeit mögliche Verwechslungen des Titels mit den jeweiligen Titelhelden zu vermeiden.
Bsp.: Am Beginn des Tristan „ähneln Helm, Schild und Wappen Tristans […] denen von Erec […] beim Artusfest.“6. - Zwingend notwendig ist eine innere und äußere Einheit, d.h. keine Gedankensprünge, klares Vorgehen nach der Gliederung, aber auch eine sinnvolle äußere Gestaltung durch einheitliche Überschriften, Absätzen etc.
- Der vom Seminarleiter bekannt gegebene Abgabetermin, der an die Vorgaben von FlexNow gebunden ist, ist dringend einzuhalten. Sollten sich überraschenderweise Schwierigkeiten bei der Einhaltung des Termins ergeben, so ist der Dozent schnellstmöglich zu informieren und mit ihm das weitere Vorgehen abzusprechen.
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