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Wintersemester 2010/11 (18.10.2010-12.02.2011)

Prof. Dr. Hans-Peter Ecker

Vorlesung: Dichter und Dichtungen der 'leichten Muse' im 19. und 20. Jahrhundert: Volkstheater, Operette und Schlager als Ausdruck sozialer, politischer und kultureller Konstellationen

Di, 12:00 - 14:00, U5/024
ECTS: 2
      
Voraussetzungen / Organisatorisches:
Voraussetzungen: keine (für Anfänger geeignet)
Für alle Studiengänge gelten die in den jeweiligen Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern festgelegten Zulassungsvoraussetzungen.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 14. September 2010, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 12. November 2010.
Noten-/Punkterwerb: regelmäßige Teilnahme, Vor- und Nachbereitung, Klausur
Modulzugehörigkeit:
BA Germanistik: NDL Aufbaumodul
MA Germanistik: Literaturtheorie und Kulturwissenschaft, Theorie und Praxis der Literaturvermittlung
LA Deutsch: NDL Examensmodul Gym
Studium Generale
Generische Studiengänge: Diplom, Magister
Inhalt:
Im Zentrum dieser Vorlesung wird die Geschichte des deutschen Schlagers stehen, der – zunächst nur als Begriff – nach 1850 in Wien als Bezeichnung für textierte Musiknummern in Operetten, die einen ,durchschlagenden’ Erfolg hatten, aufgekommen ist. Solche Musikstücke verselbständigten sich nicht selten mit dem Erfolg, so dass um 1900 sich schließlich die Erfolgsbezeichnung zur Gattungsbezeichnung gewandelt hatte. Unter maßgeblichem Einfluss der Musikindustrie und Massenmedien (u.a. auch: Rundfunk, Film und Fernsehen) wurde in der Folge immer wieder versucht, von vornherein musikalische Einzelstücke in Erfolgsabsicht herzustellen. Der Schlager füllt hinfort auf dem Felde der Popularmusik ein Vakuum zwischen absterbender Volksmusik und zunehmend esoterischer Kunstmusik aus; in dieser Form überschneidet er sich (mehr oder minder) mit Volkslied, Gassenhauer, Bänkelsang, Liedermacherproduktion, Song und Chanson. Dabei ist er als kommerzielles Massenprodukt eng mit den gesellschaftlichen, politischen, ökonomischen und technologischen Entwicklungen der modernen Industriegesellschaft verbunden. Ohne ihren jeweiligen historischen Hintergrund bleiben uns heute viele Schlager(texte) weitgehend unverständlich. Das Genre biete insofern einen interessanten Einstieg in die Kulturgeschichte des ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts.
Empfohlene Literatur:
Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Hg.): Melodien für Millionen. Das Jahrhundert des Schlagers. Bonn 2008. (Vgl. die ausführliche Bibliographie im Anhang dieses Buches!)
Peter Wicke und Wieland & Kai-Erik Ziegenrücker: Handbuch der populären Musik. Geschichte, Stile, Praxis, Industrie. Erw. Neuausgabe, Mainz 2007.

Hauptseminar: Literarischer Darstellungen von Schamsituationen

Mi, 10:00 - 12:00, U5/217
ECTS max.: 8

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Teilnahmevoraussetzung: Zwischenprüfung oder Diplomvorprüfung; abgeschlossenes Aufbaumodul NDL.
Für alle Studiengänge gelten die in den jeweiligen Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern festgelegten Zulassungsvoraussetzungen.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 14. September 2010, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 12. November 2010.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.
Für Studienortwechsler, Erasmusstudenten sowie Studierende, die den Leistungsnachweis zur baldigen Prüfungsanmeldung benötigen, werden im begrenzten Umfang Plätze freigehalten. Bei Überbuchung des Seminars fällt die Entscheidung über die Teilnahme in Rücksprache mit der Dozentin/dem Dozenten.
Noten-/Punkterwerb: regelmäßige Teilnahme, Referat, Diskussionsbeiträge, Hausarbeit.
Möglicherweise werden einige Seminarsitzungen auf einen Kolloquiumstag verlegt, bei dem die Teilnahme obligatorisch wäre.

Modulzugehörigkeit:
BA Germanistik: NDL Vertiefungsmodul
BA Germanistik: NDL/Literaturvermittlung Aufbaumodul Text & Vermittlung
MA Germanistik: Literaturtheorie und Kulturwissenschaft, Profilmodul (mündl. Prüfung 6 ECTS)
LA Deutsch:
NDL Examensmodul RS/BA Berufliche Bildung (6 ECTS:mündliche Prüfung)
NDL Examensmodul Gym (6 ECTS:mündliche Prüfung, 8 ECTS: Hausarbeit)
Inhalt:
Scham ist ein heftiges unangenehmes Gefühl tiefer Verunsicherung, Verlegenheit oder Bloßstellung. Die Situationen, in denen dieses Gefühl auftritt, sind kulturell variabel und äußerst vielfältig: Beschämung kann durch Verletzungen der Intimsphäre erzeugt werden, aber auch auf dem Bewusstsein beruhen, sozialen Erwartungen durch unehrenhafte, unanständige oder erfolglose Handlungen nicht entsprochen zu haben. Darüber hinaus sind aber viele andere soziale Konstellationen belegt, die Schamgefühle auslösen. Diese Emotionen sind in der Regel von vegetativen Erscheinungen wie Erröten oder Herzklopfen begleitet und ziehen typische Reaktionen wie das Senken des Blickes nach sich. Die Intensität der Empfindung reicht von der flüchtigen Anwandlung bis zur tiefsten Beklommenheit und geradezu tödlichen Scham. Interessant sind auch solche Fälle, in denen bestimmte Personen kein Schamverhalten zeigen, obwohl ein solches für neutrale Beobachter eigentlich erwartbar wäre; gelegentlich setzt hier – kompensatorisch? – bei manchen Zeugen der Situation ein sog. ,Fremdschämen’ ein. Im Seminar sollen medial dargestellte und erzeugte Scham-Situationen vor dem Hintergrund einschlägiger soziologischer, psychologischer und anthropologischer Theorien analysiert und diskutiert werden.
Empfohlene Literatur:
Primärliteratur (wird ergänzt!):
Wilhelm Genazino: Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman. München und Wien: Hanser, 2003.

Sekundärliteratur zur Vorbereitung:
Wolfgang Blankenburg: Funktionen der Scham. In: Scham – ein menschliches Gefühl (s.u. bei Kühn u.a.), 1997, S. 179-187.
Micha Hilgers: Scham. Gesichter eines Affekts. Göttingen und Zürich: Vandenhoeck & Ruprecht, 1996.
Ders.: Die infrarote Schamlosigkeit. Exhibitionismus, Voyeurismus und die elektronischen Medien. In: Scham – ein menschliches Gefühl, 1997 (s.u.), S. 87-96.
Rolf Kühn, Michael Raub und Michael Titze: Scham – ein menschliches Gefühl. Kulturelle, psychologische und philosophische Perspektiven. Opladen: Westdeutscher Verlag, 1997.
Hilge Landweer: Scham und Macht. Phänomenologische Untersuchungen zur Sozialität eines Gefühls. Tübingen: Mohr Siebeck, 1999.
Anja Lietzmann: Theorie der Scham. Eine anthropologische Perspektive auf ein menschliches Charakteristikum. Hamburg: Verlag Dr. Kovač, 2007.
Sighard Neckel : Status und Scham. Zur symbolischen Reproduktion sozialer Ungleichheit. Frankfurt a. M. u.a.: Campus, 1991.
Claudia Schmölders: Das Gesicht verlieren. Über Physiognomik und Scham. In: Pathos, Affekt, Gefühl. Die Emotionen in den Künsten. Hrsg. von Klaus Herding und Bernhard Stumpfhaus. Berlin und New York: de Gruyter, 2004, S. 467-485.
Günter H. Seidler: Der Blick des Anderen. Eine Analyse der Scham mit einem Geleitwort von Léon Wurmser. Stuttgart: Verlag Internationale Psychoanalyse, 1995.
Léon Wurmser: Die Maske der Scham. Die Psychoanalyse von Schamaffekten und Schamkonflikten. Berlin u.a.: Springer, 2. Aufl. 1993

Hauptseminar: Mythenrezeption in der deutschsprachigen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts

Do, 10:00 - 12:00, U5/117
ECTS max.: 8

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Teilnahmevoraussetzung: Zwischenprüfung oder Diplomvorprüfung; abgeschlossenes Aufbaumodul NDL.
Für alle Studiengänge gelten die in den jeweiligen Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern festgelegten Zulassungsvoraussetzungen.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 14. September 2010, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 12. November 2010.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.
Für Studienortwechsler, Erasmusstudenten sowie Studierende, die den Leistungsnachweis zur baldigen Prüfungsanmeldung benötigen, werden im begrenzten Umfang Plätze freigehalten. Bei Überbuchung des Seminars fällt die Entscheidung über die Teilnahme in Rücksprache mit der Dozentin/dem Dozenten.
Noten-/Punkterwerb: regelmäßige Teilnahme, Referat, Diskussionsbeiträge, Hausarbeit oder Klausur.
Im Rahmen dieses Seminars findet am 28. und 29. Januar 2011 ein Kolloquium statt; die Teilnahme daran ist obligatorisch.
Die Lehrveranstaltung wird locker (kein Doppel-Seminar!) mit einer thematisch ähnlich angelegten Veranstaltung der Altphilologie (Leitung: Prof. Schauer) kooperieren.
Modulzugehörigkeit:
BA Germanistik: NDL Vertiefungsmodul
MA Germanistik: Literaturgeschichte 1: Neuere deutsche Literatur, Profilmodul (mündl. Prüfung 6 ECTS)
LA Deutsch:
NDL Examensmodul RS/BA Berufliche Bildung (6 ECTS:mündliche Prüfung)
NDL Examensmodul Gym (6 ECTS:mündliche Prüfung, 8 ECTS: Hausarbeit)
Inhalt:
Mythen sind Erzählungen, die einen nicht beweisbaren, aber doch kollektiv wirksamen Sinn stiften. Die Explikation dieses Begriffs bzw. der dahinter stehenden Sachverhalte ist äußerst komplex und fällt in die Zuständigkeit mehrerer wissenschaftlicher Disziplinen. Historisch fand der Mythos unterschiedliche Bewertungen. Während z.B. die Aufklärung im Mythos nicht mehr als ein älteres, nun aber überholtes Modell der Welterklärung sehen konnte, rehabilitierte ihn Hans Blumenberg wieder im 20. Jahrhundert: Für ihn sprechen sich im Mythos existenzielle Grunderfahrungen aus, die den Menschen überfordern. Das „Narrativ“ des Mythos lehre einen Umgang mit diesen Situationen und stelle somit eine „Entlastungsfunktion“ (Arnold Gehlen) für den Menschen dar. Dabei könne die Erzählung des Mythos nicht in eine klare, nicht-bildhafte Sprache übersetzt werden. Gerade seine poetische Polyvalenz gebe ihm seinen Reichtum und mache seine Interpretierbarkeit und Anwendbarkeit (im Sinne eines Nachvollzugs) in unterschiedlichsten Krisensituationen möglich.

Die Literatur hat sich diese Potenz des Mythos in vielfältiger Form angeeignet. Im Seminar sollen an verschiedenen Beispielen (mein Vorschlag, noch zu verändern bzw. zu ergänzen: Medea-Zyklus, Minotaurus-Labyrinth-Ikarus-Zyklus, Orpheus-Mythos, evtl. auch Herakles-/Odysseus-/Helena-Mythen) entsprechende Rezeptionsprozesse verfolgt werden. Referatabsprachen können ab sofort getroffen werden.
Empfohlene Literatur:
Artikel „Mythos“ im Metzler-Lexikon Literatur- und Kulturtheorie. Hrsg. von Ansgar Nünning. Stuttgart, 4. Aufl. 2008, S. 525. Dort auch aktuelle Literaturhinweise zur literarischen Mythenrezeption.
Ebda.: Artikel „Mythentheorie und –kritik“, S. 523 ff.
Hans Blumenberg: Arbeit am Mythos. Frankfurt 1979.
Reclams Lexikon der antiken Mythologie. Hg. Von Edward Tripp. Stuttgart, 7. Aufl. 2001.

Hauptseminar/Oberseminar: Methoden und Strategien wissenschaftlicher Forschung

Mi, 12:00 - 14:00, U7/105
Das Seminar findet 14-täglich statt + Wochenend-Blockseminar

Beginn: 27.10.2010

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Teilnahmevoraussetzung: Zwischenprüfung oder Diplomvorprüfung.
Für alle Studiengänge gelten die in den jeweiligen Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern festgelegten Zulassungsvoraussetzungen.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 14. September 2010, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 12. November 2010.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.
Für Studienortwechsler, Erasmusstudenten sowie Studierende, die den Leistungsnachweis zur baldigen Prüfungsanmeldung benötigen, werden im begrenzten Umfang Plätze freigehalten. Bei Überbuchung des Seminars fällt die Entscheidung über die Teilnahme in Rücksprache mit der Dozentin/dem Dozenten.
Noten-/Punkterwerb: Kein Scheinerwerb möglich!
Inhalt:
Das Seminar wendet sich an alle Studierende, die sich bereits auf ihre Abschlußarbeit hin orientieren bzw. daran arbeiten sowie an Doktoranden und unterstützt diese hinsichtlich der Themenfindung, methodischen Reflexion und Durchführung der Arbeiten. Die Inhalte werden mit den Teilnehmern in der ersten Sitzung abgesprochen.
 

Proseminare/Seminare/Übungen

Seminar/Proseminar: "Die im Dunkeln sieht man nicht." Soziale Außenseiter in der Literatur ab 1900

Dozent: Martin Rehfeldt M.A.

Mi, 12:00 - 14:00, U2/204
ECTS: 6

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Teilnahmevoraussetzung: Abgeschlossenes Basismodul NDL. Der vorherige Besuch der literaturwissenschaftlichen Übung (Einführung II wird empfohlen.
Für alle Studiengänge gelten die in den jeweiligen Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern festgelegten Zulassungsvoraussetzungen.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 14. September 2010, 10:00 Uhr; FlexNow Abmeldung bis 12. November 2010.
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt.
Für Studienortwechsler, Erasmusstudenten sowie Studierende, die den Leistungsnachweis zur baldigen Prüfungsanmeldung benötigen, werden im begrenzten Umfang Plätze freigehalten. Bei Überbuchung des Seminars fällt die Entscheidung über die Teilnahme in Rücksprache mit der Dozentin/dem Dozenten.
Noten/Punkterwerb: Referat und Hausarbeit
Modulzugehörigkeit:
BA Germanistik: NDL Aufbaumodul
Unterrichtsfach Deutsch in den Lehramts-Studiengänge und im BA Berufliche Bildung: NdL-Aufbaumodul
Zweitfach Deutsch BIMA: NdL-Aufbaumodul
Inhalt:
„Denn die einen sind im Dunkeln / Und die andern sind im Licht. / Und man siehet die im Lichte / Die im Dunkeln sieht man nicht.“ Diese Strophe aus Bertolt Brechts Moritat von Mackie Messer trifft für den Großteil der deutschsprachigen Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts zu. Auch nach dem Wegfall der „Ständeklausel“, die nur sozial hochstehende Figuren für tragikfähig erklärte, galt die Aufmerksamkeit eher bürgerlichen Figuren als solchen aus Elendsmilieus. Erst im Naturalismus setzte ein breites Interesse für soziale Außenseiter ein. Seitdem stellen sie jedoch ungebrochen ein Faszinosum dar: Im Anschluss an die Veröffentlichung von Brechts Dreigroschenoper erfreuten sich Zuhälter-/Prostituierten-Kostümpartys großer Beliebtheit, Wir Kinder vom Bahnhof Zoo hielt sich 95 Wochen lang an der Spitze der Spiegel-Sachbuch-Bestsellerliste, der Titelneologismus von Feridum Zaimoglus Kanak Sprak hat sich als Bezeichnung eines bestimmten Soziolekts etabliert und Clemens Meyers Roman Als wir träumten, der im Leipziger Kleinkriminellen- und Hooligan-Milieu der Wendezeit spielt, wurde im Feuilleton euphorisch aufgenommen.
Im Seminar werden die verschiedenen in den Texten eingenommenen Perspektiven auf soziale Randfiguren, von der soziologischen Ursachenforschung bis zur Romantisierung, diskutiert. Neben den in Buchform erschienene Texten wird auch die Inszenierung von Außenseitertum in Rap-Texten in den Blick genommen.
Empfohlene Literatur:
Arno Holz/Johannes Schlaf: Die Familie Selicke. Stuttgart: Reclam 1986 (= RUB 8987).
Francois Villon: Das kleine und das große Testament (übersetzt von K.L. Ammer). Köln: Anaconda 2010.
Bertolt Brecht: Die Dreigroschenoper. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2001 (=edition suhrkamp 229).
Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf. Roman. München: dtv 1965.
Hans Fallada: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt. Berlin: Aufbau 1998.
Charles Bukowski: Faktotum. München: dtv 1997.
Christiane F.: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Hamburg: Carlsen 2009.
Jörg Fauser: Rohstoff. Zürich: Diogenes 2009.
Guy Helminger: Die Ruhe der Schlammkröte. Wiederentdeckt, herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Manuel Andrack. Köln: Kiepenheuer und Witsch 2009.
Helmut Krausser: Fette Welt. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1993.
Feridun Zaimoglu: Kanak Sprak. 24 Mißtöne vom Rande der Gesellschaft. Berlin: Rotbuch 2004.
Clemens Meyer: Als wir träumten. Frankfurt a.M.: Fischer 2007.

Seminar/Proseminar: Aufklärung und antike Literatur - ENTFÄLLT!

Dozent:  Dr. Reinhold Münster


 

Übungen/Seminare

Übung/Einführung II: Goethes und Schillers Lyrik

Dozent: Martin Rehfeldt M.A.

Mi, 18:00 - 20:00, U5/117
ECTS: 4

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Teilnahmevoraussetzung: Abgeschlossenes Basismodul NDL.
Für alle Studiengänge gelten die in den jeweiligen Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern festgelegten Zulassungsvoraussetzungen.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 14. September 2010, 10:00 Uhr; FlexNow Abmeldung bis 12. November 2010.
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt.
Für Studienortwechsler, Erasmusstudenten sowie Studierende, die den Leistungsnachweis zur baldigen Prüfungsanmeldung benötigen, werden im begrenzten Umfang Plätze freigehalten. Bei Überbuchung des Seminars fällt die Entscheidung über die Teilnahme in Rücksprache mit der Dozentin/dem Dozenten.
Noten/Punkterwerb: Referat und Hausarbeit
Modulzugehörigkeit:
BA Germanistik: NDL Aufbaumodul
Unterrichtsfach Deutsch in den Lehramts-Studiengänge und im BA Berufliche Bildung: NdL-Aufbaumodul
Zweitfach Deutsch BIMA: NdL-Aufbaumodul
Inhalt:
Ob in Lyrikanthologien oder Sammlungen geflügelter Worte – die längsten Aufzählungen im Inhaltsverzeichnis folgen meistens den Namen Goethe und Schiller. In Listen der beliebtesten Gedichte der Deutschen sind sie ebenso massiv präsent wie im Deutschunterricht – viele Schülergenerationen mussten Schillers Das Lied von der Glocke mit seinen 423 Versen auswendig lernen. Angesichts dieser Verbreitung verwundert es kaum, dass Goethes und Schillers Gedichte auch zu den meistparodierten gehören, allen voran wiederum Schillers Langgedicht, dem auch diverse verbreitete Zitate wie „Drum prüfe, wer sich ewig bindet, / ob sich das Herz zum Herzen findet!“ oder „Der Mann muß hinaus / In’s feindliche Leben / [...] Und drinnen waltet / Die züchtige Hausfrau,“ entstammen.
Neben Gedichten beider Autoren, ihren Kooperationen wie der Balladenproduktion im „Balladenjahr“ 1797 oder den gemeinsam verfassten Xenien sowie Ergebnissen der produktiven Rezeption werden auch lyriktheoretische Äußerungen wie etwa Schillers Rezension der Gedichte Gottfried August Bürgers oder Goethes Balladendefinition diskutiert.
Empfohlene Literatur:
Johann Wolfgang von Goethe: Sämtliche Gedichte. Frankfurt a.M.: Insel 2007.
Friedrich Schiller: Sämtliche Gedichte und Balladen. Frankfurt a.M.: Insel 2005.

Übung/Einführung II: Gottfried Benn

Dozent: Dr. Thomas Homscheid

Termine (Blockseminar):
29.10.2010, 16:00 - 20:00, U5/217
30.10.2010, 9:00 - 15:00, U5/217
12.11.2010, 16:00 - 20:00, U5/217
13.11.2010, 9:00 - 15:00, U5/217
26.11.2010, 16:00 - 20:00, U5/217
27.11.2010, 9:00 - 15:00, U7/105

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Teilnahmevoraussetzung: Abgeschlossenes Basismodul NDL.
Für alle Studiengänge gelten die in den jeweiligen Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern festgelegten Zulassungsvoraussetzungen.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 14. September 2010, 10:00 Uhr; FlexNow Abmeldung bis 12. November 2010.
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt.
Für Studienortwechsler, Erasmusstudenten sowie Studierende, die den Leistungsnachweis zur baldigen Prüfungsanmeldung benötigen, werden im begrenzten Umfang Plätze freigehalten. Bei Überbuchung des Seminars fällt die Entscheidung über die Teilnahme in Rücksprache mit der Dozentin/dem Dozenten.
Noten/Punkterwerb: Referat und Hausarbeit
Modulzugehörigkeit:
BA Germanistik: NDL Aufbaumodul
Unterrichtsfach Deutsch in den Lehramts-Studiengänge und im BA Berufliche Bildung: NdL-Aufbaumodul
Zweitfach Deutsch BIMA: NdL-Aufbaumodul
Inhalt:
Gottfried Benn gehört zu den sprachgewaltigsten Lyrikern der modernen deutschen Literatur und gleichzeitig zu den doppeldeutigen Köpfen der literarischen Landschaft des 20. Jahrhunderts. Das Seminar widmet sich seinem facettenreichen Werk, seiner von Brüchen gezeichneten Biographie und seiner bis heute spürbaren Nachwirkung in diachroner Ordnung, wobei unter anderem die folgenden Aspekte im Mittelpunkt stehen sollen: Gottfried Benns frühe Lyrik im Kontext des Expressionismus, der medizinische Diskurs des Dichter-Arztes und der Habitus der Kälte, Benn als (bislang unterschätzter) Prosaist, Benn und der Nationalsozialismus, Benns Spätwerk und seine Wiederentdeckung in der jungen Bundesrepublik, Benn als Poetologe und Essayist, Benn als Autobiograph in „Doppelleben“, Benn in Briefwechseln (etwa mit Oelze oder Ursula Ziebarth), biographische Annäherungen an Benn in neuerer Zeit, Benns Einfluss auf spätere Lyriker (Peter Rühmkorf, Durs Grünbein et al.).

Übungen/Seminare im Schwerpunkt Literaturvermittlung:

Seminar/Übung: Verlags- und Urheberrecht

Dozent: Dr.  Achim Förster

Termine (Blockseminar):
14.1.2011 14:00 - 20:00, U5/217;
15.1.2011 9:00 - 17:00, U5/217;
21.1.2011 14:00 - 20:00, U5/217;
22.1.2011 9:00 - 17:00, U5/217;

ECTS: max. 6

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Teilnahmevoraussetzung: Für alle Studiengänge gelten die in den jeweiligen Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern festgelegten Zulassungsvoraussetzungen.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 14. September 2010, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 12. November 2010.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.
Für Studienortwechsler, Erasmusstudenten sowie Studierende, die den Leistungsnachweis zur baldigen Prüfungsanmeldung benötigen, werden im begrenzten Umfang Plätze freigehalten. Bei Überbuchung des Seminars fällt die Entscheidung über die Teilnahme in Rücksprache mit der Dozentin/dem Dozenten.
Noten-/Punkterwerb: Diskussion, Klausur bzw. Hausarbeit
Modulzugehörigkeit:
BA Germanistik NDL/Literaturvermittlung: Modul Text & Vermittlung (4 ECTS)
BA Germanistik NDL/Literaturvermittlung: Aufbaumodul Text & Vermittlung (6 ECTS)
MA Germanistik: Theorie und Praxis der Literaturvermittlung
Zuordnung zum Schwerpunkt Literaturvermittlung:
(9) Übung zum Verlags- und Urheberrecht
Inhalt:
Schöpfer von Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst genießen im deutschen Recht einen weitreichenden Schutz für ihre kreative Tätigkeit. Die Veranstaltung vermittelt einen Überblick über die Entstehung des Urheberrechts, über dessen Inhalt und Schranken sowie über das Rechtsverhältnis zwischen Autoren und Verlegern. Neben der klassischen Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke wird auch ein Blick auf neue technische Entwicklungen – z.B. digitale Verwertung oder sog. Open Access-Lizenzen – geworfen.

Zwingend benötigt: Aktuelle Textausgabe des Urheberrechtsgesetzes und des Verlagsgesetzes (wird vor der Veranstaltung als pdf-Datei zur Verfügung gestellt)
Empfohlene Literatur:
Schulze, Meine Rechte als Urheber. 6. Auflage 2009

Übung: Kulturmanagement

 

Dozent: Prof. Dr.  Bernd Goldmann

Do, 10:00 - 12:00, U2/136

ECTS: 4

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Teilnahmevoraussetzung: Für alle Studiengänge gelten die in den jeweiligen Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern festgelegten Zulassungsvoraussetzungen.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 14.09.2010, 10:00 Uhr; FlexNow Abmeldung bis 12.11.2010.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.
Für Studienortwechsler, Erasmusstudenten sowie Studierende, die den Leistungsnachweis zur baldigen Prüfungsanmeldung benötigen, werden im begrenzten Umfang Plätze freigehalten. Bei Überbuchung des Seminars fällt die Entscheidung über die Teilnahme in Rücksprache mit der Dozentin/dem Dozenten.
Noten/Punkterwerb: Gruppenarbeit, Hausaufgaben
Modulzugehörigkeit:
BA Germanistik NDL/Literaturvermittlung: Modul Text und Vermittlung
MA Germanistik: Theorie und Praxis der Literaturvermittlung, Übung im Profilmodul
Studium Generale
Zuordnung zum Schwerpunkt Literaturvermittlung:
(4) Übung zum Berufsfeld Literaturvermittlung
(10) Übung aus den Bereichen Lektoratsaufgaben, Literaturvermarktung, Literaturkritik oder Literatur in den Medien
Inhalt:
Ein Kulturbetrieb steht und fällt mit einem schlüssigen Konzept, mit einer soliden Planung der einzelnen Veranstaltungen sowie einem realistischen Kosten- und Finanzierungsplan. Die Übung gibt eine Einführung in die Bereiche des Planens und des Umsetzens von Veranstaltungen aus den Bereichen Lesung, Konzert sowie Ausstellung.

Übung: Literaturkritik als Kunst und Handwerk

 

Dozent: Dr. Rolf-Bernhard Essig

Fr, 16:00 - 20:00, U2/133
Termine:
21.10.2010, 4.11.2010, 18.11.2010, 2.12.2010, 16.12.2010, 13.1.2011, 3.2.2011

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Teilnahmevoraussetzung: Für alle Studiengänge gelten die in den jeweiligen Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern festgelegten Zulassungsvoraussetzungen.
Zulassungsbedingung: Bis zum 1.10. Einreichung einer Kritik, die handwerklich und künstlerisch sehr gelungen oder vollkommen misslungen erscheint, mit einer kurzen Begründung von höchstens einer halben Seite.

Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 14.09.2010, 10:00 Uhr; FlexNow Abmeldung bis 12.11.2010.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.
Für Studienortwechsler, Erasmusstudenten sowie Studierende, die den Leistungsnachweis zur baldigen Prüfungsanmeldung benötigen, werden im begrenzten Umfang Plätze freigehalten. Bei Überbuchung des Seminars fällt die Entscheidung über die Teilnahme in Rücksprache mit der Dozentin/dem Dozenten.
Noten/Punkterwerbb: Gruppenarbeit, Hausaufgaben
Modulzugehörigkeit:
BA Germanistik NDL/Literaturvermittlung: Modul Text und Vermittlung
MA Germanistik: Theorie und Praxis der Literaturvermittlung, Übung im Profilmodul
Zuordnung zum Schwerpunkt Literaturvermittlung:
(2) Übung in Literaturkritik oder Literatur in den Medien
(4) Übung zum Berufsfeld Literaturvermittlung
(10) Übung aus den Bereichen Lektoratsaufgaben, Literaturvermarktung, Literaturkritik oder Literatur in den Medien
Inhalt:
Die Künstlersozialkasse führt die Kritiker als eigene Berufsgruppe auf.Nicht wenige Kurse, so auch dieser, unterrichten das Fach„Literaturkritik” als Handwerk. Ich bin überzeugt von der Ambivalenz derTätigkeit. Je mehr man als Kritiker handwerklich gelernt hat, um sobesser kann man seinen künstlerischen Fähigkeiten Ausdruck verleihen.In dieser Übung werden Blicke zurück gewagt; auf große Vorgänger, garVorbilder, wie Lessing, Heine, Fontane, Kerr. Im Zentrum steht aber diepraktische Arbeit. Kritiken zu aktueller Literatur werden zu verfassenund zu kritisieren sein. Schließlich wird es um die Vermarktung gehen,um die Anforderungen des Literaturbetriebs.

Übung: Pressearbeit in Zeiten sich wandelnder Märkte / Pressearbeit im Ratgeberverlag

 

Dozentin:  Daniela Völker

Termine (Blockseminar):
5.11.2010, 16:00 - 20:00, U5/117
6.11.2010, 9:00 - 17:00, U5/117
26.11.2010, 16:00 - 20:00, U5/118
27.11.2010, 9:00 - 17:00, U5/118

ECTS: 4

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Teilnahmevoraussetzung: Für alle Studiengänge gelten die in den jeweiligen Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern festgelegten Zulassungsvoraussetzungen.
Voraussetzung für die erste Seminarstunde ist die Auseinandersetzung mit einem aktuellen Ratgeber (egal welches Thema) und die kurze Skizzierung auf einer DIN A 4 -Seite: Worum geht es in dem Buch? Was macht einen Ratgeber aus? Inwiefern haben Ratgeber derzeit am Buchmarkt zu kämpfen? Wie und wo könnte man den Titel in der Presse platzieren?
Abgabetermin per Email: Bis Mittwoch, 31.10.2010 an daniela[Unterstrich]voelker@gmx.de.

Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 14.09.2010, 10:00 Uhr; FlexNow Abmeldung bis 12.11.2010.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.
Für Studienortwechsler, Erasmusstudenten sowie Studierende, die den Leistungsnachweis zur baldigen Prüfungsanmeldung benötigen, werden im begrenzten Umfang Plätze freigehalten. Bei Überbuchung des Seminars fällt die Entscheidung über die Teilnahme in Rücksprache mit der Dozentin/dem Dozenten.
Noten/Punkterwerb: Gruppenarbeit, Hausaufgaben
Modulzugehörigkeit:
BA Germanistik NDL/Literaturvermittlung: Modul Text und Vermittlung
MA Germanistik: Theorie und Praxis der Literaturvermittlung
Zuordnung zum Schwerpunkt Literaturvermittlung:
(2) Übung in Literaturkritik oder Literatur in den Medien
(4) Übung zum Berufsfeld Literaturvermittlung
(10) Übung aus den Bereichen Lektoratsaufgaben, Literaturvermarktung, Literaturkritik oder Literatur in den Medien
Inhalt:
Die Buchbranche befindet sich im Wandel. In Zeiten der Überproduktion, Konzentration, Kosteneinsparung und wirtschaftlicher Stagnation heißt es für das einzelne Buch: Auffallen um jeden Preis. Die individuelle Präsentation eines Buches (z. B. in der Verlagsvorschau oder in Form von bestimmten Veranstaltungen) und gezielte Marketing- und Pressestrategien werden für den einzelnen Buchtitel wichtiger denn je und sollen dem Buch und seinem Autor zu einem einzigartigen Auftritt verhelfen, um aus der Masse der Bücher herauszustechen. Gerade die Pressearbeit nimmt so eine exponierte Rolle für die Vermittlung von Literatur ein.
Im Seminar geht es um folgende Fragen: Was ist Pressearbeit? Wie verändert sich die Pressearbeit im Buchverlag in einer Zeit des Wandels auf dem Buch- und Medienmarkt? Wie passt sie sich konkret aktuellen Entwicklungen an? Was kann Pressearbeit in Zeiten der Überproduktion von Büchern in den Verlagen leisten? Welche Rolle spielen die (mittlerweile nicht mehr ganz so) neuen Medien? Welche Medien, konkret Sendungen, Talkshows, Zeitungen, Zeitschriften, Web-Sites sind aktuell für Bücher relevant und warum? Wie lassen sich Synergien aus der Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen wie Werbung und Vertrieb gewinnen? Wie positioniert man einen neuen Verlag/eine neue Reihe in den Medien? Krisenzeiten - Krise oder Chance für die Pressearbeit?

Übung: Rechte und Lizenzen im Buchverlag

 

Dozent:  Ulrich Breth

Termine (Blockseminar):
19.11.2010, 16:00 - 20:00, U5/117
20.11.2010, 10:00 - 16:00, U5/117
10.12.2010, 16:00 - 20:00, U5/117
11.12.2010, 10:00 - 16:00, U5/117
4.2.2011, 16:00 - 20:00, U5/117
5.2.2011, 10:00 - 16:00, U5/117

ECTS: 4

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Teilnahmevoraussetzung: Für alle Studiengänge gelten die in den jeweiligen Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern festgelegten Zulassungsvoraussetzungen.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 14.09.2010, 10:00 Uhr; FlexNow Abmeldung bis 12.11.2010.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.
Für Studienortwechsler, Erasmusstudenten sowie Studierende, die den Leistungsnachweis zur baldigen Prüfungsanmeldung benötigen, werden im begrenzten Umfang Plätze freigehalten. Bei Überbuchung des Seminars fällt die Entscheidung über die Teilnahme in Rücksprache mit der Dozentin/dem Dozenten.
Noten/Punkterwerb: Gruppenarbeit, Hausaufgaben
Modulzugehörigkeit:
BA Germanistik NDL/Literaturvermittlung: Modul Text und Vermittlung
MA Germanistik: Theorie und Praxis der Literaturvermittlung, Übung im Profilmodul
Zuordnung zum Schwerpunkt Literaturvermittlung:
(4) Übung zum Berufsfeld Literaturvermittlung
(10) Übung aus den Bereichen Lektoratsaufgaben, Literaturvermarktung, Literaturkritik oder Literatur in den Medien
Inhalt:
Im Rahmen einer theoretischen Einführung soll das geschichtlich verspätete Auftauchen des Urheberrechtsgedankens aus der Geschichte der Idee des schöpferischen Menschen entwickelt und anhand von literarischen Texten diskutiert werden. Außerdem sollen an aktuellen Tendenzen und Beispielen Schwundstufen dieser geschichtlichen Entwicklung diskutiert werden.
Im ersten Teil soll das Verhältnis zwischen dem Autor und seinem Verlag anhand des Verlagsvertrages diskutiert und an zwei Beispielen erläutert werden (Goethes Verhältnis zu seinen Verlegern, Thomas Bernhard und Siegfried Unseld als Prototypen der Autor-Verleger-Beziehung)
Im zweiten Teil soll der Aufgabenbereich der Auslandsrechte (Übersetzungen eines Werkes in fremde Sprachen) vorgestellt und in Form von Übungen methodisch erprobt werden. Dabei ist die Fragestellung leitend, wie man dem Werk eines Autors unter besonderer Berücksichtigung von dessen Tendenz und Eigenart eine möglichst breite internationale Anerkennung verschafft.
Im dritten Teil soll die Vermarktung der buchnahen, medialen und digitalen Rechte des Werkes eines Autors diskutiert werden. Dabei ist die Fragestellung leitend, welche Aktivitäten geboten und welche zu vermeiden sind, um dem Werk eines Autors eine optimale Verbreitung im Hinblick auf alle Nutzungsarten zu sichern.
Empfohlene Literatur:
HANS BLUMENBERG, »Nachahmung der Natur«. Zur Vorgeschichte der Idee des schöpferischen Menschen (1957), in: ders., Ästhetische und metaphorologische Schriften. Auswahl und Nachwort von Anselm Haverkamp. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 2001, S. 9-46.
WALTER BENJAMIN, Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Drei Studien zur Kunstsoziologie. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1966, 1974, 1977.
MICHEL FOUCAULT, Was ist ein Autor?, in: ders., Schriften zur Literatur. Herausgegeben von Daniel Defert und Francois Ewald und Mitarbeit von Jacques Lagrange. Übersetzt von Michael Bischoff, Hans-Dieter Gondek und Hermann Kocyba. Auswahl und Nachwort von Martin Stingelin. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 2003.
PETRA CHRISTINE HARDT, Buying, Protecting and Selling Rights. Wie urheberrechtlich geschützte Werke erworben, gesichert und verbreitet werden. Bramann Verlag Frankfurt am Main 2008.
SIEGFRIED UNSELD, Goethe und seine Verleger. Insel Verlag Frankfurt am Main und Leipzig 1991
THOMAS BERNHARD/ SIEGFRIED UNSELD, Der Briefwechsel. Herausgegeben von Raimund Fellinger, Martin Huber und Julia Ketterer. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 2009.

Übung: Theaterworkshop

 

Dozentin:   Anja Simon

Do, 14:00 - 16:00,
Probebühne 2 (über Künstlereingang) des E.T.A.-Hoffmann-Theaters

ECTS: 4

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Teilnahmevoraussetzung: Für alle Studiengänge gelten die in den jeweiligen Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern festgelegten Zulassungsvoraussetzungen.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 14. September 2010, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 12. November 2010.
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt.
Für Studienortwechsler, Erasmusstudenten sowie Studierende, die den Leistungsnachweis zur baldigen Prüfungsanmeldung benötigen, werden im begrenzten Umfang Plätze freigehalten. Bei Überbuchung des Seminars fällt die Entscheidung über die Teilnahme in Rücksprache mit der Dozentin/dem Dozenten.
Noten-/Punkterwerb: Gruppenarbeit
Modulzugehörigkeit:
BA Germanistik NDL/Literaturvermittlung: Modul Text und Vermittlung
Studium Generale
Zuordnung zum Schwerpunkt Literaturvermittlung:
(4) Übung zum Berufsfeld Literaturvermittlung
(10) Übung aus den Bereichen Lektoratsaufgaben, Literaturvermarktung, Literaturkritik oder Literatur in den Medien
Inhalt:
Theater verstehen, Aufbau und Arbeitsweise des Theaterbetriebs kennen lernen: das ermöglicht die Übung „Theater-Workshop”. Hier bekommt man Einblick in alle Abteilungen und deren Zusammenwirken, setzt sich mit den aktuellen Produktionen auseinander und lernt theatrale Techniken kennen, die in Beruf und Alltag nützlich sind.
Was steht hinter einer Theateraufführung? Welche Stationen durchläuft eine Produktion von der Spielplangestaltung bis zur Premiere? Welche Abteilungen sind beteiligt, und was genau machen sie? Nach welchen Kriterien wählt man ein Stück aus? Wie entsteht die Besetzung? Wie liest man einen Theatertext? Worauf achtet dabei der Dramaturg? Der Regisseur? Der Regieassistent? Der Ausstatter? Die künstlerischen Abteilungen? Der Schauspieler? Wie liest man einen Text gestaltet? Wie spricht man richtig, wie bewegt man sich dazu? Wie läuft eine Probe ab? Was passiert während einer Aufführung hinter den Kulissen? Wie bewirbt man eine Produktion? Und zuletzt: Wie schaut man eine Vorführung kritisch an?
Der Workshop ist praxisorientiert, wobei sehr viel am Tisch mit dem Text als Grundlage gearbeitet werden soll. Im Laufe des Kurses könnten in Gruppenarbeit kleine szenische Arbeiten entstehen, die abschließend als Collage präsentiert werden.
Ansprechen soll der Kurs Germanistikstudenten, die einen Einblick ins Dramatische Genre gewinnen oder ihr Vorwissen vertiefen möchten, Studenten mit Ambitionen zum Lehrer bzw. Spielleiter sowie jeden, der trainieren möchte, sicher vor Menschen zu sprechen und seinen Körper dabei als Ausdrucksmedium einsetzen will.