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Wintersemester 2009/10 (19.10.2009 - 13.02.2010)

Prof. Dr. Andrea Bartl

Vorlesung: Geschichte der neueren deutschen Literatur II: 1789-1871

Do 8:30 - 10:00, M3/232N

ECTS: 2

Voraussetzungen / Organisatorisches
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 15.9.2009, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 7.11.2009.
Noten/Punkterwerb: regelmäßige Teilnahme, Klausur
Modulzugehörigkeit:
BA-Germanistik Basis- oder Aufbaumodul
LA-Germanistik Basis- oder Aufbaumodul
MA-Germanistik Literaturgeschichte 1: Neuere deutsche Literatur

Inhalt
An den ersten Teil des Epochenüberblicks im vergangenen Sommersemester anschließend, skizziert die Vorlesung wichtige ästhetische Entwicklungen in der deutschen Literatur zwischen den Eckpunkten 1789 und 1871. Neben einer prüfungsrelevanten Einführung in die Epochen Sturm und Drang, Klassik, Romantik, Biedermeier, Junges Deutschland / Vormärz, Realismus soll dabei die Faszination für eine künstlerisch höchst spannungsvolle Phase geweckt werden: Sie changiert zwischen radikal-revolutionärer Dynamik und restaurativer Statik, sie reicht von dem elementaren Modernisierungsschub um 1800 bis zur politischen Festigung der Reichsgründung.
   

Seminarplan:
22.10.2009    Einführung
Sturm und Drang: Goethe (Götz von Berlichingen, Rede zum Schäkespearstag, Lyrik)
29.10.2009    Schiller (Die Räuber, Schaubühnen-Schrift, Lyrik)
05.11.2009    Schiller (Kabale und Liebe), Lenz (Anmerkungen übers Theater, Der Hofmeister)
12.11.2009    Klassik: Einführung (Herder, Wieland, Moritz, Humboldt)
Goethe (Iphigenie, Egmont)
19.11.2009     Schiller (Ästhetische Schriften, Maria Stuart)
26.11.2009    Balladen
03.12.2009    „Die großen Einzelnen“: Kleist, Jean Paul, Hölderlin
10.12.2009     Romantik: Hoffmann (Der Sandmann), Eichendorff (Das Marmorbild, Das Schloss Dürande)
17.12.2009    Lyrik, Chamisso (Peter Schlemihl)
07.01.2010     Junges Deutschland / Vormärz: Heine (Lyrik, Deutschland. Ein Wintermärchen), Büchner (Leonce und Lena)
14.01.2010    Biedermeier: Mörike (Maler Nolten, Lyrik), Droste (Die Judenbuche, Lyrik)
21.01.2010    Droste (Balladen), Loreley-Balladen zwischen Romantik und Vormärz
28.01.2010    [Entfällt wegen einer Exkursion]
04.02.2010    Realismus: Keller (Kleider machen Leute), Stifter (Zwei Schwestern),     C. F. Meyer (Lyrik)
11.02.2010    Theodor Fontane (Unwiederbringlich, Balladen), Schlusszusammenfassung, Klausur

 

Hauptseminar: Arthur Schnitzler

Mi 10:00 - 12:00, MS12/014

ECTS: 8

Voraussetzungen / Organisatorisches
Teilnahmevoraussetzung: Abgeschlossenes Grundstudium
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 beschränkt.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 15.9.2009, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 7.11.2009.
Noten-/Punkterwerb: regelmäßige Teilnahme, Referat und Hausarbeit
Modulzugehörigkeit:
BA-Germanistik Vertiefungsmodul
LA-Germanistik Examensmodul

Inhalt
Arthur Schnitzlers Werk ist sicherlich eines der interessantesten Zeugnisse der Wiener Moderne. Es kreist einerseits geradezu hermetisch um das Leben im Wien der Jahrhundertwende. Andererseits verbinden sich dort ganz unterschiedliche Bereiche zu einer reizvollen Melange: Medizin, Psychologie, Literatur, jüdische Themen, unterschiedliche Konzepte von Weiblichkeit (das „süße Mädl“, die Femme fatale, die Melancholikerin, die Hysterikerin) etc. Das alles soll anhand wichtiger Dramen, Erzählungen und autobiographischer Texte besprochen werden. Für den Januar 2010 ist zudem eine Exkursion nach Wien – in Kooperation mit Prof. Dr. Iris Hermann – geplant.

Seminarplan:
21.10.2009    Einführung
Zusatzthema: Einführung ins Leben und Werk Artur Schnitzlers
/ „Jugend in Wien“

28.10.2009    „Anatol“
Zusatzthema: Die Figur des Dandy

04.11.2009    „Sterben“
Zusatzthema: Einordnung Schnitzlers in die Literatur der Jahrhundertwende / die Wiener Moderne

11.11.2009    „Liebelei“
Zusatzthema: Das bürgerliche Trauerspiel

18.11.2009     „Der grüne Kakadu“
Zusatzthema: Die Französische Revolution als Thema der Literatur

25.11.2009    „Leutnant Gustl“
Zusatzthema: Schnitzler und Freud

02.12.2009    „Das weite Land“ / „Reigen“
Zusatzthemen: Frauenbilder in der Literatur und Bildenden Kunst um 1900 / Der Totentanz als Gattung der Literatur und bildenden Kunst

09.12.2009     „Professor Bernhardi“
Zusatzthema: Schnitzler und das Judentum

16.12.2009    „Fräulein Else“
Zusatzthema: Weibliche Krankheitsbilder in der Psychologie und Literatur um 1900 (Hysterie etc.)

23.12.2009     [Entfällt und wird nachgeholt]

13.01.2010    „Spiel im Morgengrauen“

20.01.2010    Zur Vorbereitung auf die Exkursion: Schnitzler und Wien / Die Wiener Literaturszene und Bildende Kunst um 1900 / Wiener Kaffeehauskultur

27.01.2010    [Exkursion nach Wien]

03.02.2010    „Traumnovelle“
Zusatzthema: Schnitzler und die Psychologie/Psychoanalyse

10.02.2010    „Therese“, Schlusszusammenfassung
Zusatzthema: Nicht-fiktionale Werke Schnitzlers (Tagebücher, Traumnotate, Essays, Briefe o.ä. in Auswahl)


 

Hauptseminar/Oberseminar: Vorbereitung auf das Staatsexamen: Lyrikanalyse vom Barock bis zu Gegenwart

Mo 10:00 - 12:00, U7/105

Voraussetzungen / Organisatorisches
Teilnahmevoraussetzung: Abgeschlossenes Grundstudium
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 15.9.2009, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 7.11.2009.
Die Teilnehmerzahl ist auf 40 beschränkt.
Noten/Punkterwerb ist nicht möglich.

Inhalt
Das Kolloquium richtet sich an Studierende, die im Fach „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ das erste Staatsexamen für ein Lehramt anstreben. Gemeinsam wird ein konkreter Arbeitsplan entwickelt, um sich möglichst wirtschaftlich auf die schriftliche und mündliche Prüfung vorzubereiten. Anschließend werden Examensaufgaben über die Literatur des 17. bis 20./21. Jahrhunderts besprochen.

Achtung! Das Examenskolloquium findet in diesem Semester erstmals mit zwei Schwerpunkten statt. In der Montag-Sektion werden ausschließlich Textanalysen aus dem Bereich Gedichtinterpretation behandelt.

Wenn Sie sich auf Aufsatzthemen zu Epochenschwerpunkten vorbereiten wollen, besuchen Sie bitte die Donnerstag-Sektion des Staatsexamenskolloquiums.

Seminarplan:
Hauptseminar/Oberseminar: Vorbereitung auf das Staatsexamen: Lyrikanalyse vom Barock bis zur Gegenwart
Montag, 10-12, U5/217

Das Kolloquium richtet sich an Studierende, die im Fach „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ das erste Staatsexamen für ein Lehramt anstreben. Gemeinsam wird ein konkreter Arbeitsplan entwickelt, um sich möglichst wirtschaftlich auf die schriftliche und mündliche Prüfung vorzubereiten. Anschließend werden Examensaufgaben über die Literatur des 17. bis 20./21. Jahrhunderts besprochen.

Achtung! Das Examenskolloquium findet in diesem Semester erstmals mit zwei Schwerpunkten statt. In der Montag-Sektion werden ausschließlich Textanalysen aus dem Bereich Gedichtinterpretation behandelt.

Wenn Sie sich auf Aufsatzthemen zu Epochenschwerpunkten vorbereiten wollen, besuchen Sie bitte die Donnerstag-Sektion des Staatsexamenskolloquiums.

Scheinerwerb nicht möglich.

Seminarplan:
19.10.2009    Klausuraufgabe aus dem aktuellen Staatsexamen
26.10.2009    Ablauf des Staatsexamens, Vorbereitung auf das Staatsexamen
02.11.2009    Literaturtipps, Vorbereitung auf ein Lyrikthema,
Examensaufgabe: Klopstock / Eich
09.11.2009    Vorbereitung auf die mündliche Prüfung,
Examensaufgabe: Goethes „Prometheus“
16.11.2009     Wie schreibe ich eine Klausur?,
Examensaufgabe: Goethe-Ballade
23.11.2009    Richtiges Exzerpieren,
Examensaufgaben: Eichendorff / Brentano
30.11.2009    Examensaufgabe: Droste
07.12.2009     Examensaufgabe: Storm / Heym
14.12.2009    Examensaufgabe: Tieck / Rilke
21.12.2009     Examensaufgabe: Heym
11.01.2010    Examensaufgabe: Kästner
18.01.2010    Examensaufgabe: Hofmannswaldau / Brecht
25.01.2010    Examensaufgabe: Jandl
01.02.2010    Examensaufgabe: Gryphius / Grünbein
08.02.2010    Gestaltung auf Wunsch der Teilnehmer/innen
Zusätzlich:
•    Sondersprechstunden zur individuellen Beratung
•    Auf Wunsch: Probeklausuren und Zusatzsitzungen


Hauptseminar/Oberseminar: Vorbereitung auf das Staatsexamen: Epochenüberblick / Aufsatzthemen vom Barock bis zur Gegenwart

Do 10:00 - 12:00, U5/217

Voraussetzungen / Organisatorisches
Teilnahmevoraussetzung: Kurzreferat, abgeschlossenes Grundstudium
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 15.9.2009, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 7.11.2009.
Die Teilnehmerzahl ist auf 40 beschränkt.
Noten/Punkterwerb ist nicht möglich.

Inhalt
Das Kolloquium richtet sich an Studierende, die im Fach „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ das erste Staatsexamen für ein Lehramt anstreben. Gemeinsam wird ein konkreter Arbeitsplan entwickelt, um sich möglichst wirtschaftlich auf die schriftliche und mündliche Prüfung vorzubereiten. Anschließend werden Examensaufgaben über die Literatur des 17. bis 20./21. Jahrhunderts besprochen.

Achtung! Das Examenskolloquium findet in diesem Semester erstmals mit zwei Schwerpunkten statt. In der Donnerstag-Sektion werden vor allem Aufsatzthemen behandelt. Dazu wird Sitzung für Sitzung (mit Kurzreferaten) jeweils in eine Epoche eingeführt und anschließend ein Aufsatzthema zu dieser Epoche behandelt. Das bedeutet konkret, dass jede/r Teilnehmer/in ein Kurzreferat zu übernehmen hat. Ein Besuch als Gasthörer/in (ohne Referatübernahme) ist nicht möglich.

Wenn Sie sich auf Textanalysen / Lyrikinterpretation vorbereiten wollen, besuchen Sie bitte die Montag-Sektion des Staatsexamenskolloquiums.

Seminarplan:
22.10.2009    Klausuraufgabe aus dem aktuellen Staatsexamen
29.10.2009    Ablauf des Staatsexamens, Vorbereitung auf das Staatsexamen
05.11.2009    Literaturtipps, Vorbereitung auf ein Lyrikthema,
Aufsatzthema: Frühe Neuzeit / Barock
12.11.2009    Vorbereitung auf die mündliche Prüfung,
Aufsatzthema: Aufklärung
19.11.2009     Wie schreibe ich eine Klausur?,
Aufsatzthema: Sturm und Drang
26.11.2009    Richtiges Exzerpieren,
Aufsatzthema: Klassik
03.12.2009    Aufsatzthema: Romantik
10.12.2009     Aufsatzthema: Biedermeier, Junges Deutschland, Vormärz, Restaurationszeit
17.12.2009    Aufsatzthema: Realismus
07.01.2010     Aufsatzthema: Naturalismus
14.01.2010    Aufsatzthema: Jahrhundertwende
21.01.2010    Aufsatzthema: Expressionismus
28.01.2010    [Entfällt wegen einer Exkursion und wird nachgeholt]
04.02.2010    Aufsatzthema: Klassische Moderne / 20er Jahre, Exilliteratur
11.02.2010    Aufsatzthema: Literatur von 1945 bis zur Gegenwart
Sonstige Aufsatzthemen (Motivgeschichte, Literaturtheorie etc.),
Gestaltung der Sitzung nach Wunsch der Teilnehmer/innen

Zusätzlich:
* Sondersprechstunden zur individuellen Beratung
* Auf Wunsch: Probeklausuren und Zusatzsitzungen

 

Hauptseminar/Oberseminar: Besprechung von Abschlussarbeiten

Mo 14:00 - 16:00, U2/026

Voraussetzungen / Organisatorisches
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 15.9.2009, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 7.11.2009.

Hinweis: Alle Studierenden, die derzeit bei mir als Erstkorrektorin eine Abschlussarbeit (Lehramt, Diplom, Magister, Bachelor) verfassen, sind dringend angehalten, dieses Oberseminar zu besuchen und ihr Projekt darin vorzustellen.
Noten/Punkterwerb ist nicht möglich.

Inhalt
Nach einleitenden Seminarsitzungen zum Verfassen wissenschaftlicher Abschlussarbeiten und – auf Wunsch – zu aktuellen Werken der Gegenwartsliteratur oder Literaturtheorie werden in Kurzreferaten Abschlussarbeiten vorgestellt und gemeinsam besprochen.

 

Proseminare / Seminare / Übungen

Seminar/Übung/Einführung Teil II: Dandy und Flaneur - Grenzgängerfiguren in der ästhetischen Moderne und Postmoderne

Dozent: Stefan Bronner, M.A.

Mi 16:00 - 18:00, MS12/009

ECTS: 4 bzw. 6

Voraussetzungen / Organisatorisches
Teilnahmevoraussetzung: Erfolgreiche Teilnahme am Einführungsseminar Neuere deutsche Literaturwissenschaft I
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschränkt.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 15.9.2009, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 7.11.2009.
Noten/Punkterwerb: Regelmäßige Teilnahme, Referat und Hausarbeit
Modulzugehörigkeit:
BA-Germanistik Aufbaumodul (4 ECTS-Punkte)
BA-Germanistik Literaturvermittlung: Aufbaumodul Text und Vermittlung (6 ECTS-Punkte)
LA-Germanistik Aufbaumodul (4 ECTS-Punkte)

Inhalt
Ich ist immer nur derjenige, der spricht und sein Spiegelbild im Wasser erblickt, doch weder die Spiegelung noch das Echo der Stimme, die nichts weiter sind als ein Nichts, sind imstande, es festzuhalten oder ihm über die einmalige Instanz der Rede hinaus Konsistenz zu verschaffen. (Dies ist die eigentliche Tragödie des Narziß). Giorgio Agamben

Der verhüllende Schleier als Enttarnung der wirklichen Form. Eigentlich ein gutes Bild auch für die Unabdingbarkeit des Stils in der Erzählkunst. Eckhart Nickel

Im Seminar interessieren uns Figuren des Übergangs, deren Grenzgang einen speziellen Blick auf die Dinge offenbart. In der Distanz des Flaneurs zum Beobachteten konstituiert sich der Blick der Kunst, der immer bestrebt ist, das Andere zu fassen. Zunächst ist das literarische Interesse am Dandy und Flaneur in der Übergangszeit vom 19. zum 20. Jahrhundert als Reaktion auf gesellschaftliche Veränderungen zu verstehen, die sich vor allem im Zuge der Industrialisierung, Verstädterung und Vermassung vollzogen. In diesen „versprachlichten“ Figuren der ästhetischen Moderne vollzieht sich ein signifikanter Bruch des Ich, der im sprachphilosophischen Sinne konstitutiv ist für die literarischen Nachfolger der Postmoderne. Dandy und Flaneur, deren Semantik kontinuierlich zwischen Aufbau und Auflösung oszilliert, entwickeln sich um die Jahrtausendwende schließlich zu Allegorien der Subjekt- und Sinnauflösung. Sie verweisen als figurative „shifter“ auf den Nicht-Ort und die ständige Bedrohung des Wagnisses der Sprache. Letztendlich stellen Dandy und Flaneur keine substantiellen Charaktere mehr dar, sondern rhetorische „Finten“ des Texts, Echos der Sinnproduktion, die der Sprache einen Ort zuweisen sollen. Keine der beiden Figuren kann das Ich jedoch vor seiner Auflösung und der ihm wesenhaften Negativität bewahren. Einige postmoderne Künstler streben aus diesem Grund nach der absoluten Form in der Erzählkunst, die in poetologischem Sinne den einzigen Ausweg und die letzte Möglichkeit von Sprache darstellt. Wird somit jeglicher Inhalt von Texten beliebig? Wir werden gemeinsam im Rahmen des Seminars versuchen, auf diese und andere wichtige Fragen Antworten zu finden. Besprochen werden Texte von Oscar Wilde, Hugo Ball, Richard von Schaukal, Eckhart Nickel, Joachim Bessing, Christian Kracht u.a.

Empfohlene Literatur
Vor dem Seminar zu lesende Lektüre:
Terry Eagleton: Einführung in die Literaturtheorie. Aus dem Englischen von Elfi Bettinger u.a. Stuttgart: Metzler 1997 (=Sammlung Metzler). S.110-138. (Der Poststrukturalismus).
Giorgio Agamben: Die Sprache und der Tod. Ein Seminar über den Ort der Negativität. Aus dem Italienischen von Andreas Hiepko. Frankfurt am Main: Suhrkamp 2007 (= edition suhrkamp 2468). S.11-21. (Einleitung und 1. Kapitel).
Folgende Primärtexte können entweder angeschafft oder aus dem Semesterapparat kopiert werden:
Joachim Bessing: Wir-Maschine
Christian Kracht: Faserland /1979/ Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten / New Wave
Oscar Wilde: Das Bildnis des Dorian Gray
Eckhart Nickel: Was ich davon halte
Hugo Ball: Flametti
Richard von Schaukal: Leben und Meinungen des Herrn Andreas von Balthesser eines Dandy und Dilettanten

Seminar/Übung/Einführung Teil II: Die Debatte um Lyrik nach Auschwitz

Dozentin: Dipl.-Germ. Denise Dumschat-Rehfeldt

Mi 16:00 - 18:00, U5/217

ECTS: 4 bzw. 6

Voraussetzungen / Organisatorisches
Teilnahmevoraussetzung: Erfolgreiche Teilnahme am Einführungsseminar Neuere deutsche Literaturwissenschaft I
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschränkt.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 15.9.2009, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 7.11.2009.

Noten/Punkterwerb:Modulzugehörigkeit:
BA-Germanistik Aufbaumodul (4 ECTS-Punkte)
BA-Germanistik Literaturvermittlung: Aufbaumodul Text und Vermittlung (6 ECTS-Punkte)
LA-Germanistik Aufbaumodul (4 ECTS-Punkte)

 

Seminar/Proseminar: Vampirismus in der deutschsprachigen Literatur seit dem 18. Jh.

Dozentin: Dipl.-Germ. Denise Dumschat-Rehfeldt

Do 10:00 - 12:00, U2/026

ECTS: 6

Voraussetzungen / Organisatorisches
Teilnahmevoraussetzung: Erfolgreiche Teilnahme an den Einführungsseminaren Neuere deutsche Literaturwissenschaft I und II. 
Darüber hinaus gelten die in der jeweiligen Prüfungsordnung festgelegten Zulassungsvoraussetzungen.
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschränkt.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 15.9.2009, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 7.11.2009.
Noten/Punkterwerb: regelmäßige Teilnahme, Textkenntnistests, Referat und Hausarbeit
Modulzugehörigkeit:
BA-Germanistik Aufbaumodul
LA-Germanistik Aufbaumodul

Inhalt
In der gegenwärtigen Kinder-, Jugend- und Unterhaltungsliteratur gehen viele Vampire um. Sie saugen Blut, verbreiten Angst, werden sexuell begehrt oder existieren als in die Gesellschaft Integrierte, die ihr „eigentliches“ Wesen – in oft kreativer Weise – unterdrücken oder zu unterdrücken suchen. Seit dem 18. Jahrhundert stellen Vampire ein Faszinosum dar – nicht nur in der Literatur. Sie waren im Volksglauben fest verankerte Gestalten und dienten der Erklärung von Epidemien oder seltsamen Todesfällen. Debatten innerhalb der Kirche und in der Medizin drehten sich um sie. Bis ins 20. Jahrhundert hinein traten immer wieder Fälle von angeblichem Vampirismus auf. Der Vampir diente vielfach als Projektionsfläche und Figuration des Bösen und Subversiven, das Blutsaugen wurde in verschiedenen Kontexten zur Metapher der Energieabsorption. Im Seminar soll dem Vampirismus unter literarwissenschaftlichen und kulturhistorischen Aspekten nachgegangen werden. Neben kanonischen Texten kommen wir dabei auch auf weniger kanonisierte Texte – von mitunter sonst stark kanonisierten Autoren und Autorinnen – zu sprechen und nehmen in einzelnen Fällen bisher eher als peripher behandelte Textelemente in den Blick. „Was hindert uns, die Totenstarre unserer klassischen Werke zu lösen, sie als Allegorien für das Un-Tote zu behandeln, das in ihnen steckt [...] Bringen wir das Kunstwerk dazu, von dem zu reden, was es am gründlichsten verschweigt: und siehe da, starren uns dann nicht aus dem ästhetisch am stärksten gesicherten Werk (und daraus am liebsten) die Zähne des Vampirs entgegen?“ (Adolf Muschg: Der Vampir als Versucher der Literaturwissenschaft) Das Textkorpus umfasst Vampirgedichte von beispielsweise Ingeborg Bachmann, Gottfried August Bürger, Stefan George, Johann Wolfgang Goethe, Heinrich Heine sowie folgende Texte:

* H. C. Artmann: Dracula, Dracula
* Hanns Heinz Ewers: Vampir. Ein verwilderter Roman in Fetzen und Farben
* E. T. A. Hoffmann: [Vampyrismus] = [Cyprians Erzählung] (Die Serapionsbrüder, Achter Abschnitt)
* Elfriede Jelinek: Die Kinder der Toten; Krankheit oder Moderne Frauen
* Thomas Mann: Anekdote; Der Tod in Venedig
* Adolf Muschg: Das Licht und der Schlüssel. Erziehungsroman eines Vampirs
* Ossip Schubin: Vollmondzauber
* Karl Hans Strobl: Das Grabmal auf dem Père Lachaise
* „Die Todtenbraut“ und „Empusa-Lamia“ aus dem „Gespensterbuch“ von August Apel und Friedrich Laun

Darüber hinaus finden auch Vampirtexte anderer Literaturen Berücksichtigung – zuvorderst Bram Stokers „Dracula“, außerdem Texte von Baudelaire, Lord Byron, Gogol, LeFanu, Poe, Alexej Tolstoi, Turgenjew. Die meisten Primärtexte sowie literaturwissenschaftliche und kulturgeschichtliche Überblicksdarstellungen zum Vampirismus befinden sich im Semesterapparat. Es wird außerdem ein Kurs im Virtuellen Campus für die vergriffenen Texte eingerichtet.

 

Seminar/Übung: Gruppe 47

Dozentin:  Dipl.-Germ. Denise Dumschat-Rehfeldt

Do 12:00 - 14:00, U2/130

ECTS: 4 bzw. 6

Voraussetzungen / Organisatorisches
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 15.9.2009, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 7.11.2009.
Zuordnung zum Schwerpunkt Literaturvermittlung:
(2) Übung in Literaturkritik oder Literatur in den Medien
(10) Übung aus den Bereichen Lektoratsaufgaben, Literaturvermarktung, Literaturkritik oder Literatur in den Medien

Modulzugehörigkeit:
Übung im BA-Germanistik: Literaturvermittlung Text & Vermittlung
Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme, Referat (4 ECTS-Punkte)
Seminar im BA-Germanistik Aufbaumodul Text & Vermittlung
Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme, Referat, Hausarbeit (6 ECTS-Punkte)
MA-Germanistik: Theorie und Praxis der Literaturvermittlung
Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme, Referat (4 ECTS)

Inhalt
Thomas Mann, der der Gruppe 47 nicht angehörte, bezeichnete sie als „Rasselbande“; „Na ja, diese Fußballspieler“, resümierte Paul Celan seine Erfahrungen bei einer Lesung vor der Gruppe; eine „Versammlung von Klassikern […] mit dem entsprechenden pompösen Gehabe“, urteilte Klaus Wagenbach über ihre Spätphase; von einer „alljährliche[n] Modenschau“ sprach Marcel Reich-Ranicki 1997 rückblickend in einem SPIEGEL-Interview. Die lose Vereinigung aus Autoren, Kritikern und Verlegern war und ist bis heute nicht unumstritten – sei es aus ästhetischen oder aus politischen Gründen, sei es wegen ihres Einflusses im Literaturbetrieb oder wegen ihres Habitus. Unbestritten ist dabei ihre große Bedeutung in den zwei Jahrzehnten ihres Bestehens und darüber hinaus für die Entwicklung der deutschsprachigen Literatur seit der Nachkriegszeit. Im Kurs wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Gruppe 47 die Literatur und den Literaturmarkt geprägt hat. Dabei werden auch ihre Reaktionen auf politische Ereignisse sowie der Vorwurf des Antisemitismus diskutiert. Neben der Erarbeitung eines Überblicks über ihre Geschichte, Mitglieder und Rituale werden literarische Texte besprochen, zuvorderst die mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichneten:  
* Lyrik von Ingeborg Bachmann, Johannes Bobrowski und Günter Eich
* Ilse Aichinger: Spiegelgeschichte
* Jürgen Becker: Ränder    
* Peter Bichsel: Skizzen aus einem Zusammenhang (= Auszüge aus dem Roman „Die Jahreszeiten“)  
* Heinrich Böll: Die schwarzen Schafe 
* Günter Grass: Der weite Rock (= erstes Kapitel des Romans „Die Blechtrommel“) 
* Adriaan Morriën: Zu große Gastlichkeit verjagt die Gäste  
* Martin Walser: Templones Ende
Diese Texte sind im „Lesebuch der Gruppe 47“ (Hg. von Hans A. Neunzig. 2. Aufl. München: dtv 1997) enthalten, das im Semesterapparat verfügbar ist.
Außerdem werden folgende Texte im Kurs behandelt: 
* Guntram Vesper: Eingeladen, meiner Hinrichtung beizuwohnen (ebenfalls im „Lesebuch der Gruppe 47“ enthalten)  
* Günter Grass: Das Treffen in Telgte (im Semesterapparat verfügbar)
Es besteht die Möglichkeit zu einer Exkursion ins Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg. Genaue Vereinbarungen werden im Kurs getroffen.

Empfohlene Literatur 
* Heinz Ludwig Arnold: Die Gruppe 47. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 2004 (= rowohlts monographien 50667).
* Hans Werner Richter: Im Etablissement der Schmetterlinge. 21 Portraits aus der Gruppe 47. Veränd. u. erw. Ausg. Mit Photos von Renate von Mangoldt. Berlin: Wagenbach 2004.

 

Seminar/Proseminar: Lyrik nach 1945

Dozentin: Dipl.-Germ. Petra Herrmann

Do. 10:00 - 12:00, U2/130

ECTS: 6

Voraussetzungen / Organisatorisches
Teilnahmevoraussetzung: Erfolgreiche Teilnahme an den Einführungsseminaren Neuere deutsche Literaturwissenschaft I und II
Darüber hinaus gelten die in der jeweiligen Prüfungsordnung festgelegten Zulassungsvoraussetzungen.
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschränkt.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 15.9.2009, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 7.11.2009.
Noten/Punkterwerb: Regelmäßige Teilnahme, Referat, Hausarbeit
Modulzugehörigkeit:
BA-Germanistik Aufbaumodul Neuere deutsche Literaturgeschichte
LA-Germanistik Aufbaumodul

Inhalt
Die lyrische Produktion nach 1945 umfasst scheinbar Widersprüchliches: Fundamentaler Neubeginn und Fortsetzung von Traditionen. In diesem Seminar werden anhand exemplarischer Texte die wichtigsten Tendenzen und ausgewählte Autoren der deutschsprachigen Lyrik zwischen 1945 und 1989 erarbeitet. Dies beinhaltet unter anderem Trümmerliteratur, naturmagische Gedichte, Konkrete Poesie, Hermetismus, Politische Lyrik der 60er und 70er Jahre, Neue Subjektivität und Alltagslyrik. Ziel des Seminars ist es, unter Einbeziehung zeitgeschichtlicher Aspekte einen Überblick über die verschiedenen Strömungen zu vermitteln. Dabei sollen die Kenntnisse der Gedichtinterpretation vertieft und erweitert werden.

Empfohlene Literatur
Burdorf, Dieter: Einführung in die Gedichtanalyse. Zweite Auflage. Stuttgart/Weimar: 1997. [Zur Anschaffung empfohlen!]


Übung/Einführung Teil II: Realismus

Dozentin: Dipl.-Germ. Petra Herrmann

Mo. 14:00-16:00, MS12/014

ECTS: 4


Voraussetzungen / Organisatorisches
Teilnahmevoraussetzung: Erfolgreiche Teilnahme am Einführungsseminar
Neuere deutsche Literaturwissenschaft I
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschränkt.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 15.9.2009, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 7.11.2009.
Noten/Punkterwerb:Regelmäßige Teilnahme, Referat, Hausarbeit.
Modulzugehörigkeit:
Übung im BA-Germanistik Aufbaumodul
LA-Germanistik Aufbaumodul

Inhalt
Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ist eine Zeit politischer, gesellschaftlicher und technischer Umwälzungen, die sich auf die Rolle der Kunst und deren Entstehungsbedingungen auswirken. Fritz Martini spricht in Bezug auf die Literatur von „bürgerlichem Realismus“, während Otto Ludwig Begriff des „poetischen Realismus“ prägte, bei dem „die Kunst […] nicht verarmte Wirklichkeit, vielmehr bereicherte“ sein soll. In diesem Sinne versucht die Literatur dieser Zeit, die beiden Pole Fiktion und Wirklichkeit produktiv zu verbinden.
Mit Blick auf den zeitgeschichtlichen Kontext werden im Seminar anhand exemplarischer Texte vom Frührealismus bis zum bürgerlichen Realismus die Spezifika realistischen Schreibens erarbeitet. Dabei ist zu klären, was an dieser Literatur „bürgerlich“, was „poetisch“ und insbesondere was „realistisch“ ist. Untersucht werden vor allem epische Texte in Bezug auf die erzählerische Konzeption, das Verhältnis von Kunst und Realität und die Thematisierung des Erzählens selbst. Darüber hinaus vermittelt das Seminar aber auch grundlegende Einblicke in die Lyrik und das Drama in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Empfohlene Literatur
Friedrich Hebbel: Maria Magdalena
Annette von Droste-Hülshoff: Die Judenbuche
Jeremias Gotthelf: Die schwarze Spinne
Gottfried Keller: Die Leute von Seldwyla, insbesondere die Vorreden und die Novelle Kleider machen Leute
C. F. Meyer: Der Heilige
Theodor Storm: Der Schimmelreiter
Adalbert Stifter: Bunte Steine; insbesondere Vorrede sowie die Erzählungen Bergkristall und Kalkstein
Theodor Fontane: Irrungen und Wirrungen
Wilhelm Raabe: Stopfkuchen


Übung: Orte der Literatur

Dozentin: Dipl.-Germ. Petra Herrmann

Di. 18:00-20:00, U2/130

ECTS: 4

Voraussetzungen / Organisatorisches
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 beschränkt.
Verbindliche FlexNow-Anmeldung ab 15.9.2009, 10:00 Uhr; FlexNow-Abmeldung bis 7.11.2009.
Modulzugehörigkeit:
BA-Germanistik Literaturvermittlung Text und Vermittlung
Zuordnung zum Schwerpunkt Literaturvermittlung:
(4) Übung zum Berufsfeld Literaturvermittlung
(10) Übung aus den Bereichen Lektoratsaufgaben, Literaturvermarktung, Literaturkritik oder Literatur in den Medien

Inhalt
Literatur hat ihren Ort in Büchern, vielleicht auch noch in Zeitschriften! So könnte man auf den ersten Blick glauben; trotzdem gibt es bestimmte Orte, die mit Literatur verbunden werden, dadurch eine spezielle Aura haben, und die im aktuellen Literaturbetrieb eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Texte werden an unterschiedlichen Stätten produziert, präsentiert, systematisiert und archiviert.
In dieser Übung wollen wir uns ausgewählten Orten der Literatur theoretisch und auch praktisch nähern. Zunächst sind hier natürlich die ‚klassischen Einrichtungen’ wie Bibliotheken, Literaturmuseen, Literaturhäuser und Archive zu nennen. Wir werden uns mit deren verschiedenen konzeptionellen Ausrichtungen und Organisationsstrukturen befassen. Darüber hinaus werfen wir auch einen Blick auf die Produktionsorte von Literatur – wie z. B. Stipendiatenhäuser oder auch den Münchner Stadtteil Schwabing während der Jahrhundertwende.
Im Rahmen der Übung sind einige Exkursionen vorgesehen, um möglichst viele unterschiedliche Häuser kennenzulernen. Angedacht sind bisher eine Exkursion in eine Bibliothek (Staatsbibliothek Bamberg oder Bibliothek Otto Schäfer in Schweinfurt), in ein Museum (E.T.A. Hoffmann-Haus in Bamberg oder Valentin Musäum), in ein Archiv (Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg oder die Monacensia) sowie ein ‚literarischer Spaziergang’ durch Schwabing.

 

Folgende Seminare von Marta Famula entfallen:

Übung/Einführung Teil II: Märchen

Seminar/Proseminar: Peter Handke

Übung: Theaterarbeit