Das Mentoring-Projekt „Kulkids“ zur Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund hatte am 11.04.2013 in der Schule Gaustadt „Halbzeit-Treffen“
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Von Kul-Kids, Alpha-Kursen und Geburtstagsmäusen
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Die Einschreibefrist für das SS 2013: 04.3. - 28.3.2013!
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Der Deutsche Jugendliteraturpreis wird als einziger Staatspreis für Literatur seit 1956 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestiftet und jährlich verliehen. Neben der Kritikerjury verleiht seit 2003 eine unabhängige Jugendjury, die sich aus sechs bundesweit verteilten Leseclubs zusammensetzt, ihren eigenen Preis.
www.djlp.jugendliteratur.org/jury_jugend-22.html
Anlässlich des 10jährigen Bestehens der Jugendjury wurde der Lehrstuhl vom Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. beauftragt die Wirkung der Jugendjury auf die Lese- und die literarische Sozialisation ihrer Mitglieder zu untersuchen. Die Studie wird von der Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. gefördert.
Ziel ist es, zu dokumentieren, welche Entwicklungen und Akzentverschiebungen, die seit der Einbeziehung Jugendlicher in der Juryarbeit in den 70er Jahren erfolgt sind, zur Formation einer autonomen Jugendjury geführt haben. Anhand vorliegender Jury-Bewerbungen können Aussagen über die personelle Besetzung und die Aktivitäten der Leseclubs getroffen werden. Insofern der Einfluss der Peersgroup auf die Lesesozialisation Jugendlicher bislang wenig erforscht ist, bietet sich hier die Möglichkeit, die Jury-Leseclubs als non-formale Peergroups, angebunden an Schulen, Bibliotheken und Vereine, genauer zu untersuchen und darzustellen, inwieweit die Jugendjury durch ihre Tätigkeit eine literarische Öffentlichkeit der Kinder und Jugendlichen konstituiert und damit auf ihre Mitglieder zurückwirkt.
Die für die Untersuchung der literarischen Urteilsbildung relevanten Daten sind die Inhalte und Kommunikationsstrukturen der Sitzungen in den Leseclubs, die Jugendromane der Nominierungslisten und die Preistitel, die schriftlichen Jurybegründungen sowie die szenischen Präsentationen der Bücher zur Nominierungsbekanntgabe. Eine Auswertung der Presse gibt Aufschluss darüber, welche Wahrnehmung die Jugendjury in der Öffentlichkeit erfährt. Um die Jugendjury hypothetisch in das Verlaufsschema gelingender Lesesozialisation einzuordnen, soll mit leitfadenorientierten Interviews der subjektiv empfundene Einfluss der Jurytätigkeit auf das lesebezogene Selbstkonzept der Mitglieder erhoben werden. Die Aussagen der Jugendlichen werden mit dem Einfluss, den die erwachsenen Teamer der Juryarbeit zuschreiben, abgeglichen. Die langfristigen Wirkungen sollen anhand von Aussagen ehemaliger Jurymitglieder erfasst werden. Weiterhin zertifiziert der Bildungspass Kompetenznachweis Kultur, der den Mitglieder seit 2008 verliehen wird, Wirkungen der Jugendjuryarbeit im Bereich der kulturellen Kompetenz. Vorliegende Zertifikate sollen durch die Studie in ihren Kategorisierungen und Begründungen untersucht werden und damit die Kompetenz der literarischen Urteilsbildung in einem weiter gefassten Rahmen akzentuieren.