Das Mentoring-Projekt „Kulkids“ zur Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund hatte am 11.04.2013 in der Schule Gaustadt „Halbzeit-Treffen“
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Von Kul-Kids, Alpha-Kursen und Geburtstagsmäusen
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Die Einschreibefrist für das SS 2013: 04.3. - 28.3.2013!
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Hier finden Sie Informationen zu DiDaZ Projekten vor Ort.
Projektleitung: Dr. Julia Knopf
Das Projekt "Fit in Deutsch" möchte Schülerinnen und Schüler deutscher und nicht-deutscher Herkunft, die Probleme im Deutschen haben, gezielt fördern. Diese Probleme können das Schreiben von Texten, die Rechtschreibung oder das Lesen betreffen. Viele Schüler haben auch Schwierigkeiten damit, sich verständlich auszudrücken und verfügen über einen nicht-altersgemäßen Wortschatz. Besonderer Wert wird bei der Förderung auch auf die Stärkung des Selbstbewusstseins gelegt.
Schule und Universität stehen in ständigem Kontakt. Die Studierenden werden in einem Begleitseminar auf die Arbeit mit den Kindern vorbereitet, sie erhalten Informationen über unterschiedliche Problembereiche und aktuelle didaktische Förderansätze.
Um die individuellen Leistungen der Schüler zu ermitteln, werden Tests durchgeführt, die die (Recht-) Schreib-, Lese- und Sprachfähigkeiten der Schüler überprüfen. Die Auswertung und Interpretation dieser Tests erfolgt gemeinsam im Seminar. Jeder Studierende verfasst für jeweils zwei Schüler ein Profil und legt individuelle Ziele sowie zu ergreifende Maßnahmen fest. Ein solches Profil über Stärken und Schwächen der Schüler ist die Grundlage für alle Förderstunden.
Damit die Förderstunden gelingen, können die Studierenden jederzeit die Beratung durch Lehrende in Anspruch nehmen. So werden zum Beispiel im Anschluss an die wöchentlichen Förderstunden eventuelle Probleme direkt vor Ort besprochen und mögliche Maßnahmen diskutiert. Am Ende des Semesters erfolgt eine nochmalige Erhebung des Leistungsstandes, um Entwicklungsfortschritte festzustellen. Gegenwärtig ist bereits abzusehen, dass sich die individuellen Fähigkeiten vor allem beim Verfassen von Texten, im mündlichen Sprachgebrauch und bei der Rezeption von Literatur positiv entwickeln. Die Ergebnisse der abschließenden Testphase, die einzelnen Leistungen in den Förderstunden sowie diverse Schülerbeobachtungen fließen in einen Abschlussbericht ein. Er dient als Grundlage für ein Gespräch mit allen Beteiligten und für die Formulierung weiterer zu ergreifender Fördermaßnahmen.
Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie auf der Fit-in-Deutsch-Homepage unter
www.fitindeutsch.de sowie auch auf Facebook unter
www.facebook.com/fitindeutsch

Mentoring-Projekt zwischen Studierenden der Didaktik des Deutschen als Zweitsprache und Schülerinnen und Schülern der Schule Gaustadt
Projektleitung: Annette Pöhlmann-Lang
Projektidee
Bei diesem Projekt treffen sich Studierende (die Mentoren) regelmäßig wöchentlich für etwa zwei bis drei Stunden mit einem Schüler mit Migrationshintergrund (dem Mentee) und unternehmen ein Schuljahr lang gemeinsam geplante kulturelle oder soziale Aktivitäten. Die Möglichkeiten reichen dabei vom Besuch der Stadtbibliothek oder des Kindertheaters über einen Nachmittag im Schwimmbad bis zum gemeinsamen Stadtrundgang. Die Kinder werden von den Studierenden zuhause abgeholt und nach der geplanten Aktivität dort wieder abgeliefert. Die Kosten der Unternehmungen werden von Sponsoren und Spendern übernommen. Dabei können die DiDaZ-Studierenden theoretische Kenntnisse ihres Studiums in der Praxis erproben. Gleichzeitig wird ihnen der Zusammenhang von Migrationsforschung, Spracherwerbstheorien, interkultureller Pädagogik und Deutsch-als-Zweitsprache-Lernen deutlich.
Kooperation mit Eltern und Schulen
Der Kontakt und die Zusammenführung der Paare für das Mentoring-Projekt erfolgt über die beteiligten Klassenlehrerinnen und –lehrer der Kinder. In enger Absprache zwischen Studierenden und Klassenlehrkräften können sprachliche Schwierigkeiten der Schülerinnen und Schüler gezielt angegangen werden. Die Kooperation mit den Eltern soll über den vertrauten Raum „Schule“ geschehen, der auch mehrmals im Jahr Treffpunkt aller am Projekte beteiligten Partner (Schüler, Eltern, Lehrer und Uni-Dozenten) sein soll. Die Unterstützung des Vorhabens durch die Eltern, die damit aktiv die Sprachkompetenz ihres Kindes fördern können, soll die Einstellung (der Eltern und der Kinder) zu Gesellschaft und Bildungseinrichtungen nachhaltig positiv beeinflussen.
Projektziele
Alle Seiten profitieren von diesen Aktivitäten, lernen mit- und voneinander. Die Kinder sollen selbstbewusster und offener werden, sie sammeln neue Erfahrungen, lernen auf diese Weise Bamberg von einer ganz neuen Seite kennen, und werden, was auch durch den persönlichen Kontakt mit einem Mentor bzw. einer Mentorin gewährleistet ist, intensiv im Deutschen gefördert, und zwar nicht im unterrichtlichen, sondern außerschulischen Kontext.
Auch die Studierenden lernen viel für ihres späteres Arbeitsfeld: Sie sammeln wichtige neue Erfahrungen im Umgang mit Kindern nicht-deutscher Muttersprache, sie bekommen Einblicke in die Lebenswelt ihrer künftigen Schülerinnen und Schüler und können pädagogisches Handeln im interkulturellen Kontext erproben.
Das Schreiben eines gemeinsamen Tagebuchs soll, fachdidaktisch fundiert, die Schreibfähigkeit der Kinder fördern. Die Mentoren erfahren Schwierigkeiten und Grenzen der Schreibfähigkeit der Kinder, unterstützen sie individuell in den Bereichen der deutschen Sprache (Rechtschreibung, mündlicher und schriftlicher Sprachgebrauch, Grammatik und Lesen). Auch das (sprachliche) Selbstbewusstsein soll durch die wöchentliche Betreuung und Begleitung gestärkt und erweitert werden.
Verortung im Studium
Das Projekt ist offen für Studierende der Didaktik des Deutschen als Zweitsprache und der Deutschdidaktik (Didaktik- und Unterrichtsfach Deutsch).
Die Mentoren arbeiten weitgehend selbstständig und planen ihre Aktivitäten zusammen mit ihrem Mentee. Dabei werden sie von der Projektleitung an der Universität regelmäßig betreut, zum Beispiel durch Coaching, Beratung, Gruppentreffen, Workshops, Konfliktmanagement, Reflexion und Evaluation.
Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie bei
annette.poehlmann-lang(at)uni-bamberg.de
Projektleitung: Dr. Claudia Kupfer-Schreiner
Projektidee
Hauptanliegen des Praxisseminars ist die Verbindung von Erfahrungen in der außerschulischen Bildungs- und Sozialarbeit mit den Fachperspektiven der Didaktik des Deutschen als Zweitsprache. Die Studierenden stellen kontinuierlich Verknüpfungen zum DiDaZ-Studium und seinen Arbeitsfeldern her und reflektieren diese (studienbegleitend) in einem Praktikumstagebuch und mit einem Bericht und einer Abschlusspräsentation.
Im Praktikum (zur Zeit beim Migrationsdienst der Arbeiterwohlfahrt angesiedelt
Link) arbeiten die Studierenden, je nach Schwerpunkt, zum Beispiel bei den Jugendintegrationskursen oder bei der Alphabetisierung Erwachsener sowie in weiteren Projekten und Kursen mit; sie entwickeln, erproben und evaluieren Materialien, nehmen an Teamsitzungen und Projektplanungen teil.
Längerfristiges Ziel der Didaktik des Deutschen als Zweitsprache ist es, ein „Bamberger Migrations-Netzwerk“ aufzubauen, vielfältige Kontakte mit außeruniversitären Institutionen der Stadt zu knüpfen, insbesondere zu Bildungseinrichtungen der Migrantenarbeit, zu ausländischen Vereinen und zu Unterstützern und Sponsoren, die auch Projekte und Forschungsvorhaben fördern und begleiten.
Verortung im Studium
Dieses Praxisseminar Hauptschule richtet sich an Hauptschulstudierende mit DiDaZ im Rahmen der Fächergruppe Hauptschule und ist mit 10 LP im Zusatzmodul Hauptschule verankert.
Vor Semesterbeginn ist ein fünftägiges Orientierungspraktikum abzuleisten, während des Semesters findet das Hauptpraktikum mit einem vollen Praxistag wöchentlich statt. In der betreffenden vorlesungsfreien Zeit kann wegen des Orientierungspraktikums kein anderes Praktikum parallel absolviert werden.
In regelmäßigen Abständen findet das Begleitseminar der Universität statt.
Projektleitung: Dr. Claudia Kupfer-Schreiner
Seit mehreren Jahren werden, in Kooperation mit Schulen und außerschulischen Einrichtungen, von Studierenden Lesenächte oder Lesenachmittage konzipiert und durchgeführt. Sie finden im Rahmen von Seminaren, von Lese- und Schreibreisen und in Praktikumsschulen statt oder werden auch öffentlich angeboten.
Lesenächte sind eine Form der Leseförderung im Rahmen eines offenen und vorstellungsbildenden Literaturunterrichts. Schülerinnen und Schüler werden mit einem breiten Angebot von Geschichten, Textauszügen aus Büchern, Hörbuch- oder Filmsequenzen konfrontiert. Bei Lesenächten wird überwiegend vorgelesen bzw. vorgetragen, Schülerinnen und Schüler hören entspannt zu und genießen das Dargebotene. Die Idee entstand ursprünglich aus dem Gedanken, Kindern und Jugendlichen eine intensive Begegnung mit dem Buchbestand einer Bibliothek zu ermöglichen. Deshalb wurden die ersten Lesenächte auch in Bibliotheken organisiert und gelangten dann später in Schulen oder Freizeiteirichtungen.
Wir favorisieren thematisch ausgerichtete Lesenachmittage oder Lesenächte. Ausgegangen wird von einem Leitmotiv, von dem aus ein Programm von etwa drei Stunden inszeniert wird. Texte werden vorgelesen, Hörbücher, Hörspiele, Filme oder auch szenische Darstellungen kommen zum Einsatz. Untermalt wird alles durch den gezielten Einsatz von Geräuschen und Musik. Eine wichtige Rolle spielt auch die ästhetische Gestaltung mit Hilfe von Fotos und Bildern, der Beleuchtung (zum Beispiel Kerzen oder Teelichter) und generell die Auswahl des Ortes, an dem die Lesenacht stattfindet. So fand zum Beispiel eine Lesenacht zu Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“ in einer Höhle statt, die „rabenschwarze Lesenacht“ unter Sternen im Freien oder eine literarische Reise durch Europa in einem Raum, der zu einem „Zauberzug“ mit verschiedenen Abteilen umgestaltet worden war. Die erste Phase des Nachmittags oder Abends beginnt immer mit einer Phantasiereise zu Musik, einem imaginativen Verfahren, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Welt der Lesenacht geführt werden.
Folgende Motive standen bisher im Mittelpunkt unser Lesenachmittage und Lesenächte
in Bamberg:
2007: Hexentanz und Zauberkraut
2008: Hexen
2010: Zauberwelten
2011: Mit dem Schiff in ferne Lande
„Vor Ort“:
2004 im Glatzer Bergland (Polen, Niederschlesien):
Bilder von Polen und Deutschen in Film und Literatur
2006 in Ansbach 2006 (öffentlich):
Von Schildköten, weißen Tauben und Holzpferdchen: Begleiter von Kindern in Not in der Kinder- und Jugendliteratur
2008 in Prag: Die Golem-Lesenacht
2009 im Dutzenthal (bei Neustadt an der Aisch, Mittelfranken):
Eine rabenschwarze Lesenacht
Auch in Kooperation mit der Lesewerkstatt Forchheim (Ingeborg Taube) wurden für Studierende und Schulklassen Lesenachmittage und Lesenächte veranstaltet.
Im November 2011 fand in Zusammenarbeit mit dem Migrationssozialdienst der Arbeiterwohlfahrt ein öffentlicher Lesenachmittag in Bamberg statt.
Hier sind einige Impressionen zur „literarischen Reise durch Europa“: