Universität Bamberg - Logo
  • Català
  • Uzbek
  • Pусский
  • Español
  • Türkçe
  • Français
  • English
  • Deutsch

Aktuelles Evangelische Theologie

Lehrstuhlvertretung im WS 13/14 und SoSe 2014: Prof. Dr. Eva Harasta


Ausführlich

Sprechstunde des Lehrstuhlassistenten 15.00-16.00 Uhr


Ausführlich

Alle News

Dietrich-Bonhoeffer-Forschungsstelle für Öffentliche Theologie

"Wie in Christus die Gotteswirklichkeit in die Weltwirklichkeit einging, so gibt es das Christliche nicht anders als im Weltlichen..." (Dietrich Bonhoeffer, Ethik, DBW 6, 44)

English version of this website

Am Dienstag, dem 29. Januar 2008 wurde in der Aula der Universität Bamberg (Dominikanerbau) die neue Dietrich-Bonhoeffer-Forschungsstelle für Öffentliche Theologie (Dietrich-Bonhoeffer-Research-Center for Public Theology) eröffnet.

Zur Eröffnung hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Dr. Wolfgang Huber, einen Vortrag gehalten mit dem Titel "Ökumene der Profile".

Hier können Sie den pdf Vortrag "Ökumene der Profile" von Bischof Dr. Wolfgang Huber als pdf-Dokument herunterladen.

Einen Bericht mit Bildern über die feierliche und sehr gut besuchte Eröffnung finden Sie hier (bzw. link am linken Rand der Website)!

Zugleich mit der Eröffnung der Forschungsstelle wurde das Jubiläum "200 Jahre Evangelische in Bamberg" begangen.

Die Dietrich-Bonhoeffer-Forschungsstelle für Öffentliche Theologie (Dietrich-Bonhoeffer-Research-Center for Public Theology) betreibt öffentliche Theologie in der Tradition Dietrich Bonhoeffers, der als Theologe kritisch und konstruktiv zu den öffentlichen Fragen und Abgründen seiner Zeit Stellung bezogen hat. 

Der Forschungsansatz mit dem Namen "Öffentliche Theologie" erlebt zur Zeit einen Aufschwung innerhalb der internationalen theologischen Szene, der nicht zuletzt durch die Gründung des Global Network for Public Theology im Mai 2007 in Princeton, New Jersey, dokumentiert wird. Die Dietrich-Bonhoeffer-Forschungsstelle für öffentliche Theologie ist Mitglied dieses globalen Projekts (mehr Informationen zum GNPT).

Unter „Öffentlicher Theologie“ wird die Reflexion von Fragen öffentlicher Relevanz im Lichte theologischer Traditionen verstanden. Öffentliche Theologie beschäftigt sich also mit Fragen der Sozialethik. Sie thematisiert unter anderem soziale Gerechtigkeit im Kontext aktueller Sozialstaatsdebatten, die Herausforderungen der Globalisierung und ihre humane Gestaltung, die ökologische Neuorientierung der Gesellschaft, ethische Dimensionen der neuen Biotechnologien oder Kriterien zur legitimen Anwendung militärischer Gewalt in Krisengebieten. "Öffentliche Theologie" beschäftigt sich aber auch mit grundsätzlichen Fragen wie der öffentlichen Bedeutung von Religion und ihren verfassungstheoretischen Dimensionen.

Kennzeichen ist der Versuch, die Befragung der eigenen Traditionsquellen der Theologie mit der Kommunikabilität im allgemeinen politischen und gesellschaftlichen Diskurs zu verbinden („Bilinguality“).

In all den genannten Fragen ist die Nachfrage nach Orientierung in der Öffentlichkeit gegenwärtig groß. Diese Nachfrage verlangt aber auch nach intensiverer Forschung in diesem Bereich. Die Forschungsstelle zielt auf Vorschläge zur Klärung der genannten öffentlichen ethischen Orientierungsfragen und auf die Qualifizierung von in dieser Hinsicht sprachfähigem Nachwuchs.

Bitte verwenden Sie die gelb unterlegten Felder am linken Rand der Homepage, um sich näher über die Forschungsstelle zu informieren...

„Auf der Flucht vor der öffentlichen Auseinandersetzung erreicht dieser und jener die Freistatt einer privaten Tugendhaftigkeit. Er stiehlt nicht, er mordet nicht, er bricht nicht die Ehe, er tut nach seinen Kräften Gutes. Aber in seinem freiwilligen Verzicht auf Öffentlichkeit weiß er die erlaubten Grenzen, die ihn vor dem Konflikt bewahren, genau einzuhalten. So muss er seine Augen und Ohren verschließen vor dem Unrecht um ihn herum. Nur auf Kosten eines Selbstbetruges kann er seine private Untadeligkeit vor der Befleckung durch verantwortliches Handeln in der Welt reinerhalten. Bei allem, was er tut, wird ihn das, was er unterlässt, nicht zur Ruhe kommen lassen.“

(Dietrich Bonhoeffer, Ethik, DBW 6, 66.)