Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung wurde am 09. Mai 2012 die zweite Runde des Mentoring-Programms eingeleitet.
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Die Universitätsfrauenbeauftragten vergeben auch im Jahr 2012 Stipendien und Prämien für besondere Leistungen von Wissenschaftlerinnen der Universität Bamberg.
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Ab sofort können die Bewerbungsunterlagen für "PUSh" eingereicht werden.
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Das Seminar "Rhetorik und selbstsicheres Verhalten" findet am Freitag, 06. Juli 2012 von 9.00 s.t. - 17.00 Uhr statt.
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Das Bewerbungsseminar wendet sich an Studentinnen und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, es findet am Freitag 15. Juni 2012 von 9.30 s.t. - 16.15 Uhr statt.
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von Rosemarie Fleck
Bereits im Sommersemester 2006 haben wir in der Kunigunde über das Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten berichtet. Jetzt wurde die 2. Fortschreibung veröffentlicht und die wichtigsten Ergebnisse können nun vorgestellt werden. „Seit der ersten Erarbeitung durch das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS im Jahr 2003 hat sich das Ranking als ein Instrument der Qualitätssicherung für Gleichstellung an Hochschulen etabliert. Die regelmäßige Veröffentlichung im Abstand von zwei Jahren soll Veränderungen und Trends sichtbar machen“, sagt Jutta Dalhoff, Leiterin des Kompetenzzentrums Frauen in Wissenschaft und Forschung. Die drei zentralen gleichstellungsrelevanten Aufträge des Hochschulrahmengesetzes können auf Grundlage dieses Gleichstellungsrankings prozessbegleitend beeinflusst werden. Diese zentralen Aufträge sind zum einen die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern (§3 HRG), sowie die Berücksichtigung der Fortschritte bei der Erfüllung des Gleichstellungsauftrags bei der staatlichen Finanzierung der Hochschulen (§5 HRG) und die Gleichstellungsrelevante Beitragspflicht der Hochschulen gegenüber dem Staat (§6 HRG).
Im Folgenden die wichtigsten Ergebnisse im Überblick.
Datenquellen
Auf Grundlage quantitativer Daten, die über das Statistische Bundesamt zugänglich sind, wurde das vorliegende CEWS-Ranking nach Gleichstellungsaspekten erstellt. Das Ranking bewertet zum ersten mal die Ergebnisse einer Befragung zu Ressourcen für Gleichstellung und zu Organisationskultur. Des weiteren wurden in den Bereichen Studierende, Promotionen, Habilitationen, hauptberufliches wissenschaftliches und künstlerisches Personal, Professuren sowie Veränderungen gegenüber 2000, Rankings erstellt. Das Ranking basiert auf diesen Bereichen, die als Indikatoren herangezogen wurden und durch den jeweiligen Frauenanteil in Beziehung zu den Studentinnenanteil gesetzt wurden.
Ressourcen und Organisationskultur
In der 2. Fortschreibung des Hochschulrankings wurden in einer Teststudie Daten über Ressourcen für Gleichstellungsarbeit und über die Organisationskultur einer Hochschule bei den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten erfragt. Mit den nun vorliegenden Daten können Zusammenhänge zwischen der Platzierung im Ranking und Ressourcen der Gleichstellungsarbeit bzw. Angaben zur Organisationskultur untersucht werden. Bei den Ressourcen der Gleichstellungsarbeit wird zwischen personellen und sächlichen Ressourcen sowie Projektmitteln unterschieden um dann die Zusammenhänge mit den Ergebnissen des Gleichstellungsrankings zu sehen.
Personelle Ressourcen
Personelle Ressourcen sind maßgeblich durch gesetzliche Vorgaben für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte beeinflusst. Allerdings gibt es eine große Bandbreite bei der Ausgestaltung des Amtes, welches sich in der Befragung von der hauptamtlich bis zur ehrenamtlich tätigen Gleichstellungsbeauftragten wiederspiegelt. An rund 1/3 der Hochschulen, die auf die Befragung antworteten, sind hauptamtliche Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte (30,8 Prozent), an rund 2/3 sind freigestellte Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte (63,7 Prozent) tätig. 59 Prozent der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten verfügen über eine Mitarbeiterin; dabei kann es sich um eine wissenschaftliche Referentin, eine Verwaltungsmitarbeiterin oder studentische Hilfskräfte handeln. An immerhin 22 Prozent der Hochschulen sind auch dezentrale Frauen- oder Gleichstellungsbeauftragte von einem Teil ihrer dienstlichen Verpflichtungen freigestellt.
Sächliche/finanzielle Ressourcen
Zu den sächlichen Ressourcen zählen das Budget der Frauen- oder Gleichstellungsbeauftragten und Ausgaben aus dem Verwaltungshaushalt, Stipendien oder ähnliche Programme der Hochschule zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses, Gelder der leistungsbezogenen Mittelverteilung, Preise für Gleichstellung und Frauenförderung, Budget und Ausgaben der dezentralen Gleichstellungsbeauftragten oder Gleichstellungskommissionen und weitere ähnliche Sachressourcen. Sächliche bzw. finanzielle Ressourcen lassen sich durch die Haushaltssystematik an Hochschulen nicht auf einen Blick erfassen. Nur ein Teil der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten verfügt über ein eigenes Budget, fast alle bekommen Ressourcen für z.B. Reisekosten, Büromaterial und Veranstaltungen, die auf Antrag genehmigt werden. Allerdings konnten dadurch nur 69 Prozent Angaben zu der Höhe der sächlichen Ressourcen machen.
Projektmittel
Projektmittel werden neben den Sachmitteln in den Hochschulen für Gleichstellungsmaßnahmen verwendet. Dabei wurde aber nicht zwischen hochschulinternen Mitteln und eingeworbenen Drittmitteln wie z.B. dem HWP-Fachprogramm Chancengleichheit oder dem Europäischen Sozialfond unterschieden. Projektmittel werden in den meisten Hochschulen – jeweils um 40 Prozent - für Trainings-, Seminar- und Weiterbildungsprogramme, Schnupperstudien für Mädchen in natur- und technikwissenschaftlichen Fächern sowie Mentoring-Projekte für Frauen eingesetzt.
Zusammenhänge zwischen der Platzierung im Ranking und den Ressourcen der Hochschulen
Die Hypothese, dass größere Ressourcen für die Gleichstellung zu besseren Ergebnissen in der Gleichstellung – gemessen an ihrer Platzierung im Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten – führen, muss dahingehend modifiziert werden, dass sich Zusammenhänge vor allem mit den personellen Ressourcen, die für die Gleichstellungsarbeit zur Verfügung stehen, zeigen. Es sind also nicht die finanziellen Ressourcen allein, die Gleichstellungsarbeit ermöglichen, sondern vor allem die personelle Ausstattung ist entscheidend. Sächliche Ressourcen sowie Projektmittel haben anscheinend keinen Einfluss auf die Stellung im Ranking. Berücksichtigt werden sollte hier aber die Vermutung, dass vor allem Hochschulen an der Befragung teilgenommen haben, die über eine bessere personelle Ausstattung für Gleichstellungsarbeit verfügen und sich die Ergebnisse deswegen verzerren.
Organisationskultur
Die Organisationskultur einer Hochschule hat erheblichen Einfluss auf die Förderung von Frauen, die Gleichstellungspolitik einer Hochschule und die Integration von Frauen in die Wissenschaft. Mit Fragen nach der Organisationskultur sollten Aspekte von Gleichstellung erfasst werden, die in den quantitativen Daten des Ranking fehlen. Es handelt sich hier zwar um subjektive Einschätzungen und die Organisationskultur eines so komplexen und differenzierten Gefüges wie einer Hochschule ist nur schwer mit wenigen Begriffen und standardisierten Antworten zu fassen, die Ergebnisse sind dennoch eindeutig:
Vor allem der Stellenwert der Gleichstellungspolitik und der Frauenförderung wird von mehr als der hälfte der Befragten als sehr niedrig oder niedrig bewertet. Die Unterstützung der Arbeit durch die Hochschulleitung nehmen dagegen zwei Drittel der Befragten als große Unterstützung wahr, über ein viertel vergibt den höchsten Wert. Die Verwirklichung von Chancengleichheit wird immerhin von neun Hochschulen (12 Prozent) als Bestandteil des Leitbildes angesehen. Dies schlägt sich auch in der Finanziellen Ausstattung nieder. Überdurchschnittlich hohe Ressourcen stehen in Hochschulen zur Verfügung, die Chancengleichheit in das Leitbild aufgenommen haben (19,18 €), aber auch in den Hochschulen, die sich als Elitehochschulen bezeichnen (19,86 €).
Ein weiterer Indikator für die Organisationskultur kann in der Beteiligung von Frauen an Positionen der Hochschulleitung gesehen werden. Abgefragt wurden dabei die Positionen Rektor/in, Präsident/in, Kanzler/in, Vizerektor/in, Vizepräsident/in sowie Dekane und Dekaninnen. Bamberg fällt mit nur einer Frau in der Hochschulleitung, in die Sparte unter 10%.
Die Beteiligung von Frauen an der Hochschulleitung in Deutschland stellt sich wie folgt dar:
Bayern
Im Vergleich zu den anderen Bundesländern befindet sich Bayern insgesamt neben Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen im unteren Mittelfeld. Bayern verbesserte sich vor allem beim Anteil der Professorinnen, wodurch es sich vom vorletzten Platz hocharbeiten konnte. Spitzenreiter ist Berlin, das nur beim Anteil der Frauen am Personal nicht in der Spitzengruppe vertreten ist. Schlusslicht ist Baden-Württemberg.
Bamberg
Bamberg befindet sich insgesamt in der neunten von fünfzehn Ranggruppen und hat damit nur 6 von möglichen 14 Punkten erreicht, lediglich drei Unis sind schlechter. Bamberg liegt bei allen untersuchten Bereichen in der Mittelgruppe. Schlusslicht ist Bamberg immer noch beim hauptberuflichen wissenschaftlichen und künstlerischen Personal. Das liegt auch daran, dass die Steigerung des Frauenanteils in dieser Kategorie sehr gering war. Im Vergleich mit anderen bayerischen Hochschulen liegt Bamberg zusammen mit Augsburg, Bayreuth und Würzburg auf Rang vier, hinter der TU München, LMU München und Regensburg, nur Erlangen-Nürnberg und Eichstätt-Ingolstadt sind noch schlechter. Die TU München punktet vor allem mit dem Anteil der Promotionen, Habilitationen und der Steigerung des Frauenanteils in allen Kategorien.
Studentinnen
Verglichen mit dem bundesdeutschen Durchschnitt liegt der Anteil der Studentinnen in Bamberg nach Fächergruppen bei 0,935. Dieser Wert bedeutet, dass Frauen an der Bamberger Universität nur ganz leicht unterrepräsentiert sind, was an den angebotenen Fächern liegt.
Promotionen, Habilitationen
Bei den Promotionen befindet sich Bamberg mit einem Indikator von 0,627 im unteren Mittelfeld (berechnet wird das Verhältnis von promovierenden Frauen (in Prozent) zu Studentinnen (in Prozent)). In Bamberg ist der Anteil promovierender Frauen mehr als halb so groß als der Anteil der Studentinnen (39,34 <-> 62,6). Gewinner dieser Kategorie ist wie bei der letzten Untersuchung die private wissenschaftliche Hochschule in Oestrich-Winkel mit einem nochmals höheren Indikator von 1,209. Der Frauenanteil unter den Promovierenden ist hier also höher als der weibliche Anteil unter den Studierenden. Bei den Habilitationen liegt Bamberg mit einem Indikator von 0,532 zwar höher als letztes Mal, ist aber in die Mittelgruppe gefallen. Der Anteil habilitierender Frauen ist noch geringer als der promovierender, hier haben sich aber viele Hochschulen schon verbessert, so hat der Spitzenreiter Karlsruhe einen Indikator von 1,199.
Wissenschaftliches Personal
Am schlechtesten schneidet Bamberg beim hauptberuflich wissenschaftlichen und künstlerischen Personal ab. Hier befindet sich die Universität mit einem Indikator von 0,494 in der Schlussgruppe. Spitzenreiter ist die private Handelshochschule in Leipzig mit einem Indikator von 1,278. Der Vergleich des Frauenanteils am Personal 2000 bis 2005 zeigt einen Anstieg um 2,30 Prozent.
Professuren
Der Anteil der Professuren, die in Bamberg von Frauen besetzt sind, liegt im Ranking bei 18,75 Prozent. Mit einem Studentinnenanteil von 62,6 Prozent kommt die Universität Bamberg auf einen Indikator von 0,299 und damit in die Mittelgruppe. Seit 2000 hat sich der Anteil von 14,17 Prozent auf 18,75 Prozent erhöht.