Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung wurde am 09. Mai 2012 die zweite Runde des Mentoring-Programms eingeleitet.
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Die Universitätsfrauenbeauftragten vergeben auch im Jahr 2012 Stipendien und Prämien für besondere Leistungen von Wissenschaftlerinnen der Universität Bamberg.
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Ab sofort können die Bewerbungsunterlagen für "PUSh" eingereicht werden.
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Das Seminar "Rhetorik und selbstsicheres Verhalten" findet am Freitag, 06. Juli 2012 von 9.00 s.t. - 17.00 Uhr statt.
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Das Bewerbungsseminar wendet sich an Studentinnen und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, es findet am Freitag 15. Juni 2012 von 9.30 s.t. - 16.15 Uhr statt.
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Podiumsdiskussion des Netzwerks der Bamberger Gleichstellungsbeauftragten zum Thema „Familienfreundliche Personalpolitik- ein Gewinn für alle?!“
Von Hannelore Piehler
Der gute Wille ist meist vorhanden, aber die Skepsis ist mindestens ebenso groß. Familienfreundliche Maßnahmen setzen sich in Unternehmen noch immer sehr langsam durch. Ist so ein Betriebskindergarten nicht viel zu teuer? Und wie soll man einen Mitarbeiter mit Telearbeitsplatz bei sich Zuhause kontrollieren? Wird da nicht gefaulenzt? Mit diesen Fragen und den Erfahrungen aus der Praxis beschäftigte sich eine Podiumsdiskussion am 18. Februar 2005 im Planungs- und Steuerungszentrum der Sparkasse Bamberg.
Die Studie „Universität Bamberg – eine familienfreundliche Hochschule?“ des Staatsinstituts für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb) hatte im letzten Jahr nicht nur eine Befragung unter Studierenden und Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen an der Hochschule vorgelegt, sondern auch konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Familienfreundlichkeit. Die Veranstaltung „Familienfreundliche Personalpolitik – ein Gewinn für alle?!“ in der Sparkasse, zu der das Netzwerk der Bamberger Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten eingeladen hatte, holte nun unter anderem Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen zusammen, die bereits offiziell als „familienfreundlich“ zertifiziert worden sind. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte aus den am Netzwerk beteiligten Organisationen erlebten denn auch eine zweistündige lebhafte Diskussion, moderiert von der Fernsehredakteurin Elke Pilkenroth (Erzbistum Bamberg). Nicht zuletzt die zahlreichen Fragen aus dem Publikum belegten das große Interesse am Thema.
Widerlegt wurde das Argument, dass Familienfreundlichkeit nur eine Belastung für ein Unternehmen darstellt. Vielmehr werden durch familienfreundliche Maßnahmen 50 Prozent der Kosten, die auf Grund einer unzureichenden Vereinbarkeit von Familie und Beruf anfallen – wie z.B. Überbrückungs-, Fluktuations- und Wiedereingliederungskosten –, vermieden. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Prognos AG im Auftrag des Bundesfamilienministeriums unter kleinen und mittelgroßen Betrieben, auf die der Soziologe Harald Rost (ifb) hinwies: „Damit wurde erstmals nachgewiesen, dass sich Familienfreundlichkeit auch finanziell rechnet.“ Bestätigen konnte diese Kosten-Nutzen-Rechnung Thomas Huber, Personalleiter der Tübinger Textilfirma Rösch Creative Culture, die seit über 30 Jahren in Familienfreundlichkeit investiert und auch regelmäßig Auszeichnungen dafür einheimst, unter anderem als Deutschlands familienfreundlichster Betrieb (1996, Auszeichnung des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend). Hubers Motto: „Wir versuchen, so viel wie möglich umzusetzen.“ Das Ergebnis schlägt sich nicht nur im extrem niedrigen Krankenstand nieder. „53 Prozent unserer Führungskräfte sind Frauen.“
Vieles ist machbar, kreative Lösungen sind gefragt. Doch oft fehlt die Information. Diese Erfahrung machten die Gleichstellungsbeauftragte des bischöflichen Ordinariats Rottenburg-Stuttgart Eva Sorg und Elke Alfen-Baum, Personalreferentin der Sparkasse Köln-Bonn. Beide Organisationen haben bereits das Grundzertifikat „Audit Beruf & Familie“ der Hertie-Stiftung für ihre familienfreundlichen Maßnahmen erhalten – und arbeiten nun daran, auch das Hauptzertifikat zu erreichen. In einigen Jahren wird Familienfreundlichkeit ein Wettbewerbsvorteil sein, war Harald Rost überzeugt. „Der Faktor Zeit und die demografische Entwicklung sprechen dafür.“
Ganz „egoistische Gründe“ nannte auch Landrat Günther Denzler als Motiv für die Investition in Familienfreundlichkeit. „Zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen uns am meisten.“ Die Behörden haben dabei eine Vorbildfunktion zu erfüllen. „Wie sollen wir sonst Forderungen an die Wirtschaft stellen?“ Das Landratsamt hat in diesem Jahr auch einen Förderpreis „Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz in Unternehmen, Einrichtungen und Behörden im Landkreis Bamberg ausgeschrieben. Die möglichen Maßnahmen, wie sie Andrea Herzog vom Förderprojekt „Familienbewusste Arbeitswelt – Betriebliche Beratung“ (BWS Ansbach) erläuterte, sind zahlreich: Kontakthalteprogramme für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Elternzeit, Sabbatical, Kinderbetreuung – und immer wieder flexiblere Arbeitszeiten und Teilzeit. Der Bügelservice für das Personal, wie ihn die Firma Rösch darüber hinaus bietet, ist wohl eher die Luxusvariante.