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News Frauenbeauftragte

Auftaktveranstaltung feRNet

Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung wurde am 09. Mai 2012 die zweite Runde des Mentoring-Programms eingeleitet.
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Step by Step

Die Universitätsfrauenbeauftragten vergeben auch im Jahr 2012 Stipendien und Prämien für besondere Leistungen von Wissenschaftlerinnen der Universität Bamberg.
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PUSh - Der Absolventinnen-Preis

Ab sofort können die Bewerbungsunterlagen für "PUSh" eingereicht werden.
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Seminar "Rhetorik und selbstsicheres Verhalten"

Das Seminar "Rhetorik und selbstsicheres Verhalten" findet am Freitag, 06. Juli 2012 von 9.00 s.t. - 17.00 Uhr statt.
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Seminar "Wie bewerbe ich mich richtig?"

Das Bewerbungsseminar wendet sich an Studentinnen und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, es findet am Freitag 15. Juni 2012 von 9.30 s.t. - 16.15 Uhr statt.
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Alle aktuellen Nachrichten

Die Bulgariendelegation mit Dr. Hannelore Piehler und der Frauenbeauftragten Prof. Dr. Steinweg

Wissenstransfer von Bamberg nach Bulgarien

Bulgarische Experten informierten sich über die Tätigkeiten der Frauenbeauftragten und das „audit familiengerechte hochschule“

Von Johanna Bamberg

„Sie sprechen über Wissenschaftlerinnen“, merkt der Übersetzer der bulgarischen Delegation an und fragt: „Haben Männer keine Probleme?“ „Doch“, antwortet Hannelore Piehler, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Büro der Frauenbeauftragten, „aber Frauen haben spezielle Probleme“. Während ihres dreitägigen Aufenthaltes in Bamberg, informierte sich am 27. Juni 2006 eine vierköpfige Delegation des Arbeits- und Sozialministeriums Bulgariens unter der Leitung von Frau Svetla Petkova über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, über die Situation von Studentinnen und Wissenschaftlerinnen an deutschen Hochschulen und über das laufende Auditierungsverfahren der Universität Bamberg als „Familiengerechte Hochschule“.
Die Besucher aus Bulgarien kamen im Rahmen eines Programms des Ministeriums zum Wissentransfer Bayern-Bulgarien nach Oberfranken. Konkret wird dabei ein Projekt zur „Erstellung eines schematischen Plans für die Fortführung der beruflichen Laufbahn unter Koordinierung des Berufs- und Familienlebens bei der Kindererziehung“ verfolgt. Während ihres Aufenthaltes informierte ein reichhaltiges Programm die vier Expertinnen und Experten, zuständig für europäische Integration, Arbeitsmarktpolitik, Chancengleichheit und Gleichstellung. Harald Rost, Mitarbeiter des Staatsinstituts für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb) koordinierte den Besuch in Bamberg, der im ifb begann. Neben der Forschungsarbeit des Institutes präsentierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch Projekte zum Thema „Work- Life- Balance“.
Im alten Senatsaal der Universität Bamberg begrüßte die Universitätsfrauenbeauftragte Frau Prof. Dr. Anna Susanne Steinweg die Delegation, konnte aber aus terminlichen Gründen nicht bis zum Ende der Veranstaltung bleiben. Dr. Hannelore Piehler und Dr. Günter Erning, Leiter des Arbeitskreises „Auditierung familiengerechte Hochschule“ stellten die Maßnahmen der Hochschule zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor. Die Mitarbeiterin des Frauenbüros gab einen Überblick über die Geschlechterverteilung an der Universität Bamberg  aus der hervorgeht, dass sich der – durch das Fächerangebot an der Bamberger Universität sehr hohe ─ Anteil von Studentinnen leider nicht im wissenschaftlichen Personal widerspiegelt. „Unter den Studierenden sind 62 Prozent weiblich“, erklärte Piehler, „der Frauenanteil bei den Professuren liegt aber nur bei 18,1 Prozent.“ Auch wenn dieser Anteil im bayernweiten Vergleich sehr hoch sei, könne diese Zahl nicht zufrieden stellen. Neben den rechtlichen Grundlagen für die Arbeit der Frauenbeauftragten, deren Organisationsstruktur und  Finanzierung, stellte sie deshalb auch die verschiedenen Gründe für diese Situation dar. Ihre Erläuterungen zu den sehr langen Ausbildungszeiten in Deutschland verwunderten die Gäste aus Bulgarien. „Studienzeiten von acht bis zehn Semestern sind in Bulgarien durchaus üblich, aber das Studium wird in der Regel eher aufgenommen“ sagte Dr. Vladimir Kalchev. Die Vorstellung der seit 15 Jahren erfolgreichen Hochschul-Stipendienprogramme zur Förderung von Wissenschaftlerinnen in der Qualifikationsphase rundete die Präsentation über die Frauenbeauftragten ab, die von den Experten aus Bulgarien mit regem Interesse aufgenommen wurde.
Dr. Erning erläuterte anschließend das Verfahren des „audits familiengerechte hochschule“ und stellte die bisherigen Maßnahmen der Universität Bamberg dar wie den Ideenwettwerb zur „Familiengerechten Hochschule“ bei Studierenden und Mitarbeitern, die Einrichtung von Telearbeitsplätzen oder den Kooperationsvertrag mit dem „Kinderparadies e.V.“, der eine spontane Kinderbetreuung zu günstigeren Konditionen für Studierende ermöglicht. Ziel des Auditierungsverfahrens sei, (in Bamberg) an der Universität tragfähige und verlässliche Strukturen (Bedingungen) dafür zu schaffen, dass Kinder kein Hindernis für Studium oder Karriere (mehr) darstellen und zu einer Verminderung der Studienabbrecherquoten besonders bei weiblichen Studierenden beitragen. Aktuell führt das ifb deshalb eine Bedarfserhebung zur Kinderbetreuung durch, die als Kalkulationsgrundlage für einen universitätseigenen Kindergarten dienen soll. „Sie sehen, dass auch die Hochschulen das Vereinbarkeitsproblem erkannt haben und aktiv werden“, betonte Harald Rost vom ifb unter Verweis auf das neue Bayerische Hochschulgesetz, das Kinderbetreuung als eine Aufgabe der Hochschule definiert.
Das weitere Programm in Bamberg, das Harald Rost für die Gäste zusammengestellt hatte, sah unter anderem einen Besuch in der Kindertagesstätte Haus St. Elisabeth vor, in der Kinderkrippe und -garten, aber auch heilpädagogische Wohngruppen und eine Fachakademie untergebracht sind. Im Landratsamt informierten sich die bulgarischen Experten über die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten, die Tätigkeiten des Personalmanagements im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und über die Auszeichnung des Landratsamtes als „Familienfreundliche Verwaltung“.
Die Ergebnisse des Besuches hier werden im September auf einem eintägigen Seminar in Sofia dargestellt, auf dem dann Harald Rost vom ifb als Referent zu Gast sein wird.