02.04.13

Neue Lehr- und Forschungsschwerpunkte in der Islamwissenschaft
ausführlich
Forschungsgegenstand sind textuelle und materielle Zeugnisse der Kultur sowie die Wechselwirkung von Natur und Kultur. Dem Fächerspektrum gemäß steht dabei die Beschäftigung mit Texten und Sprachen Europas, des Vorderen Orients sowie Nord- und Lateinamerikas ebenso im wissenschaftlichen Fokus wie Objekte der (Kultur-)Geschichte und Geographie. Kulturinformatik und Medieninformatik erweitern dieses Themenfeld, indem sie informatische Lösungen bzw. digitale Forschungsmethoden in den Blick nehmen.
Die Erfassung und Erschließung, die Interpretation und den Erhalt von kulturell relevanten Bauwerken, Kunstgegenständen und Quellentexten (Kulturgut) stehen im Zentrum von Forschungsarbeiten der Bereiche Archäologie, Denkmalkunde, Kunstgeschichte, Ethnologie und Geschichtswissenschaft. In Vernetzung mit diesen Disziplinen und der Geographie beschäftigen sich auch die Geoarchäologie und Kulturinformatik in computergestützter Informationsverarbeitung, z.B. über virtuell zugänglich gemachte Räume, mit der Erforschung vergangener Gesellschaften und Ihrer Zeugnisse. Alle mittelalterbezogenen Untersuchungen dieses Bereichs bündeln sich, zusammen mit mediävistischen Projekten der Literatur- und Sprachwissenschaften, im fakultätsübergreifenden Zentrum für Mittelalterstudien (ZEMAS).
Die Sprachwissenschaften der Germanistik, Gräzistik, Latinistik, Orientalistik, Romanistik und Slavistik erforschen Sprache (und Sprachen) sowohl in ihrer historischen Entwicklung als auch in ihren gegenwärtigen geographischen und sozialen Besonderheiten. Dabei gehen die Untersuchungen zumeist von Einzelsprachen aus, werden aber mit jeweils ähnlichem Erkenntnisinteresse geführt und häufig zu sprachvergleichenden Analysen ausgebaut.
Neben den Sprach- liegt ein weiterer großer Forschungsschwerpunkt auf den Literaturwissenschaften, insbesondere den europäischen, nord- und lateinamerikanischen sowie vorderorientalischen Literaturen. Sie werden in ihrer historischen Verankerung erforscht und / oder in ihrer Verbindung zu anderen Medien und Kulturen betrachtet. Auch interdisziplinäre Perspektiven wie ein naturwissenschaftlicher, philosophischer, kulturtheoretischer etc. Blick auf Texte werden eingenommen. Eine Kernzone der Forschung bildet die Gegenwartsliteratur.
Ähnliche Schwerpunkte setzt die Kommunikationswissenschaft mit ihrer Analyse der Kommunikation und ihres Wandels (Neue Medien, Theorie und Geschichte von Öffentlichkeit und öffentlicher Meinung, Publizistik, Massenkommunikation, interkulturelle Kommunikation etc.).
Aus technischer Sicht erarbeitet die Medieninformatik den zielgerichteten Einsatz einzelner Medientypen und multimedialer Systeme.
Der Wandel von Gesellschaften, speziell die Veränderung einer Kultur unter dem Einfluss einer anderen, steht im Fokus mehrerer Projekte in den Sprach- und Kunstwissenschaften, der Geographie und Soziologie. Besonderes Augenmerk liegt hier auf den Räumen des Kulturkontakts und auf Aspekten der kulturellen Integration / Desintegration, etwa dem Bereich der Migrationsforschung. Aus soziologischer Perspektive werden strukturelle Aspekte der Migration und Integration thematisiert. Weitere, vor allem historisch untersuchte Themenfelder sind beispielsweise Generationenbeziehungen (vgl. das DFG-Graduiertenkolleg „Generationenbewusstsein und Generationenkonflikte in Antike und Mittelalter“), europäische Kultur-, Politik- und Handelsbeziehungen, globale wie spezifisch regionale Entwicklungen.
Theologie und Philosophie beschäftigen sich ebenso wie einzelne Projekte der Judaistik, Orientalistik und weiterer Literatur- bzw. Kunstwissenschaften mit der Leitfrage nach Ethik und Moral im historischen Wandel sowie im Kultur- und Religionsvergleich. Diese Aspekte sind mit den anderen Forschungsschwerpunkten des Bereichs „Sprachen und Kulturen“ (Räume, Erschließung kultureller Zeugnisse, der Wandel von Sprachen, Texten, gesellschaftlichen Strukturen) eng vernetzt, was sich beispielsweise in Studien zu religiösen Erinnerungsorten und zur Interaktion von Ethik und Politik niederschlägt. Institutionalisiert sind solche Forschungskooperationen im Zentrum für Interreligiöse Studien (ZIS).
Zentren
Zentrum für Interreligiöse Studien
Zentrum für Mittelalterstudien
Forschungsstellen
Forschungsstelle für Neue Kommunikationsmedien
Promotionsprogramme im Forschungsfeld
detaillierte Informationen finden Sie bei der Trimberg Research Academy (TRAc)
Forschungsorientierte Masterstudiengänge
Die Forschung fließt unmittelbar in das Bamberger Studienangebot ein, so dass auch in der Lehre enge Forschungsbezüge zu diesem Profilfeld vor allem in folgenden Masterstudiengängen deutlich werden: