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News & Pressemitteilungen

02.04.13

Die lebendige Dynamik des indonesischen Islam

Die lebendige Dynamik des indonesischen Islam

Neue Lehr- und Forschungsschwerpunkte in der Islamwissenschaft
ausführlich

26.03.13

Zwischen Europa und den USA

Zwischen Europa und den USA

Prof. Dr. Evelyn Meyer ist Gastprofessorin am ZEMAS
ausführlich

News Übersicht

Forschungsprofil

Die Universität Bamberg ist eine mittelgroße Universität mit einem klaren Profil in den Geistes- und Kulturwissenschaften, in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie den Humanwissenschaften, ergänzt durch anwendungsorientierte Informatiken. Interdisziplinäre Forschungsaktivitäten und vielfältig kombinierbare Studiengänge tragen zur Profilierung in der Wissenschaftslandschaft Deutschlands bei.
(vgl. Leitbild der Universität)

Die Forschung an den vier Fakultäten der Universität Bamberg ist interdisziplinär ausgerichtet, oft in fakultätsübergreifenden Zentren oder kleineren Forschungsverbünden organisiert und in vielen Fällen international vernetzt. Ein kontinuierlicher Ausbau der Drittmittelforschung und der Nachwuchsförderung zeichnen uns aus.

Unsere inhaltlichen Schwerpunkte, zu denen jeweils mehrere Fächer, oft über Fakultätsgrenzen hinweg, beitragen, liegen in den Themenfeldern:

Bildung & Lebensentwürfe

Bamberg ist Mittelpunkt der Bildungs- und Lebensverlaufsforschung in Deutschland: Seit 2009 wird das Nationale Bildungspanel (NEPS) im Institute for Longitudinal Educational Research Bamberg (INBIL) von einem interdisziplinär zusammengesetzten Exzellenz-Netzwerk (Soziologen, Psychologen, Pädagogen, sozialwissenschaftliche Methodiker, etc.) koordiniert. Ebenso stehen Familienforschung sowie Lehr-Lern-Forschung, der sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Erziehungswissenschaften und Fachdidaktiken widmen, im Fokus der Forschungen.

Individuum & Gesellschaft

Das erfahrende Individuum mit seinen stabilen und veränderlichen Eigenschaften, verflochten in ein Netz aus Beziehungen unterschiedlichen Charakters und die Gesellschaft als ganze und ihre Prozesse werden in Bamberg in ihren wechselseitigen Verzahnungen und Abhängigkeiten von Psychologen und Sozialwissenschaftlern, aber auch von Forscherinnen und Forschern aus der Kognitiven Informatik und dem Forschungsfeld Mensch-Computer-Interaktion fokussiert.
Gesellschaft in politischen Ordnungen, d. h. Staatsformen, sowie Bürger mitsamt ihren politischen Einstellungen sind Gegenstand der politikwissenschaftlichen Forschungen in diesem Schwerpunkt.

Sprachen & Kulturen

Forschungsgegenstand sind textuelle und materielle Zeugnisse der Kultur sowie die Wechselwirkung von Natur und Kultur. Dem Fächerspektrum gemäß steht dabei die Beschäftigung mit Texten und Sprachen Europas, des Vorderen Orients sowie Nord- und Lateinamerikas ebenso im wissenschaftlichen Fokus wie Objekte der (Kultur-)Geschichte und Geographie. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Kultur- und  Medieninformatik erweitern dieses Themenfeld, indem sie informatische Lösungen erforschen bzw. durch den Einsatz digitaler Methoden neue Perspektiven schaffen.

Wirtschaft & Märkte

Wirtschaftliche Fragestellungen innerhalb von Unternehmen mitsamt ihren informationstechnologischen Anforderungen werden ebenso wie aktuelle und historische Aspekte der nationalen und internationalen Märkte in ihrem Wandel thematisiert.

 

Typischerweise ist unsere Profiluniversität dabei nicht so sehr auf hohe Drittmittel im Sach- oder Technikbereich angewiesen, sondern investiert in den Projekten einen Löwenanteil der eingeworbenen Mittel im Personalbereich. Dieser Ausbau bedingt auch einen wachsenden Anspruch an Räume und Arbeitsplätze, für die zentrale Overheadanteile sachgebunden eingesetzt werden.

Bamberger Cluster auf der nationalen „Forschungslandkarte“ der HRK

Empirische Sozialforschung, insbesondere Bildungsforschung

Ein Forschungsverbund aus Fachgebieten der Soziologie, Psychologie, Erziehungswissenschaft, Volkswirtschaft und Politikwissenschaft arbeitet insbesondere an Fragestellungen der bildungswissenschaftlichen Längsschnittforschung (Nationales Bildungspanel) und der Governanceforschung.

Im Institut für bildungswissenschaftliche Längsschnittforschung Bamberg ( INBIL) ist insbesondere das BMBF-Großprojekt „National Educational Panel Study“ (NEPS) verortet. Das NEPS arbeitet im Feld der Längsschnittdatenerhebung zu Kompetenzentwicklungen, Bildungsprozessen, Bildungsentscheidungen und Bildungsrenditen in formellen und informellen Kontexten über die gesamte Lebensspanne. Ebenso längsschnittlich angelegt sind das DFG-Forschergruppen-Projekt „Bildungsprozesse, Kompetenzentwicklung und Selektionsentscheidungen im Vor- und Grundschulalter“ (BiKS) sowie das Projekt Persönlichkeits- und Lernentwicklung von Grundschulkindern ( externer Link folgt PERLE).

Im volkswirtschaftlichen Forschungsschwerpunkt existiert die „ Bamberg Economic Research Group on Government and Growth (BERG)“, die alle Lehrstühle des Fachgebiets Volkswirtschaft umfasst und auf die Rolle des Staates in modernen Wettbewerbsökonomien und im marktwirtschaftlichen Transformationsprozess fokussiert.

Ausdruck der engen Forschungskooperation ist die seit 2010 neu eingerichtete Bamberg Graduate School of Social Sciences ( BAGSS).

Mediävistik und Kulturgutsicherung

Mediävistische Fachgebiete und Orientalistik sowie Archäologie, Denkmalkunde, Restaurierungswissenschaften und Kunstgeschichte erforschen Sprachen und religions-, kultur- und politikwissenschaftlichen Fragen des Mittelalters sowie der Kulturräume von Osteuropa bis Zentralasien.

Im Zentrum für Mittelalterstudien ( ZEMAS) kooperieren gegenwärtig 53 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus etwa 20 mediävistischen Fachgebieten. Das Zentrum dient der fächerübergreifenden Koordination und Organisation ihrer mittelalterbezogenen Aktivitäten in Forschung, Lehre und Weiterbildung.

Die reichhaltige Forschungsaktivität des Instituts für Archäologie, Denkmalkunde und Kunstgeschichte ( IADK) umfasst Projekte unterschiedlichster Art: Ausgrabungen im In- und Ausland, denkmalkundliche und baudenkmalpflegerische Aktivitäten, restaurierungswissenschaftliche Highlights.

Beispielhaft sei auf das DFG-Projekt „Öffentliche und private Architektur in Buchara in der Zusammenschau von islamischer Kunstgeschichte, Restaurierungswissenschaft und Bauforschung“ hingewiesen. In der für Bamberg typischen Schnittstellenforschung vernetzt es Themen der Professur für Islamische Kunstgeschichte und Archäologie mit denen der Professur für Restaurierungswissenschaft in der Baudenkmalpflege. Weitere  Kooperationspartner wurden in Buchara selbst, in Österreich und an der TU München gefunden. Drei der insgesamt fünf Teilprojekte sind in Bamberg verortet. Das UNESCO-Architekturschutzgebiet der Altstadt von Buchara (Usbekistan) gehört zu den bedeutendsten Ensembles historisch gewachsener Stadtstrukturen in Zentralasien. Es beherbergt eine große Zahl wichtiger Einzeldenkmäler und einzigartige, in Nutzung und Bestand historisch gewachsene Stadtviertel. Das Forschungsprojekt soll sich der  wissenschaftlichen Untersuchung des Stadtviertels Khoja Zayniddin widmen, in dem bis heute die traditionelle Struktur erhalten geblieben ist.