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18. Bamberger Hegelwoche

„Macht und Verantwortung der Medien“

Wir Europäer haben die freiheitliche Gesellschaft in der Aufklärung postuliert und in einem langwierigen, auch durch Rückschläge verzögerten Entwicklungsprozess durchgesetzt.

Sie hat nur dann Bestand, wenn alle Bürger in gleicher Weise aufgeklärt sind und sich auf einfache Art und Weise diejenigen Informationen beschaffen können, die sie benötigen, um ihrer Aufgabe als Souverän des Staates gerecht zu werden.

Aus gutem Grund bezeichnen wir daher die Medien auch als vierte Gewalt im Staat. Wenn sie behindert wird oder wenn sie versagt, ist unsere Gesellschaftsordnung gefährdet. Daher müssen wir immer wieder kritisch hinterfragen, ob unsere Medien den an sie gerichteten Auftrag noch erfüllen – ein Auftrag zwischen Anspruch und Wirtschaftlichkeit, zwischen Pressefreiheit
und Zensur.

Zeit und Ort

12.-14. Juni 2007
in der AULA der Universität, Dominikanerstraße 2a

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19:00 Uhr.

Das Programm

1. Abend, 12.6.

Eröffnung Oberbürgermeister Andreas Starke
Musik "Studierende musizieren"
Einleitung Prof. Roland Simon-Schaefer (Bamberg)
Vortrag Prof. Dr. Siegfried Weischenberg (Hamburg): Hegel hat verloren. Wie die Medien heute arbeiten und was sie uns damit antun

2. Abend, 13.6.

Einleitung Prof. Dr. Simon-Schaefer
Vortrag Prof. Dr. Thomas Gruber (München): Schlag auf Schlag. Wie viel Gewalt verträgt das Fernsehen?

3. Abend, 14.6.

"Macht und Verantwortung der Medien". Podiumsdiskussion mit

•    Prof. Ernst Elitz, Intendant Deutschlandradio
•    Dr. Helmuth Jungbauer, Verleger Medienhaus Fränkischer Tag
•    Dr. Heribert Prantl, Ressortleiter Politik, Süddeutsche Zeitung
•    Prof. Dr. Roland Simon-Schaefer, Philosoph, Universität Bamberg
•    Claus Strunz, Chefredakteur Bild am Sonntag
•    Prof. Dr. Siegfried Weischenberg, Kommunikationswissenschaftler, Universität Hamburg

•    Moderation: Ulrike Leutheusser, Journalistin

Referenten/Gäste

Prof. Ernst Elitz ist seit 1994 Intendant des Deutschlandradios.
Nach einem Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft, Politik
und Philosophie arbeitete er zunächst beim RIAS Berlin, dann
als Redakteur von DER SPIEGEL. Beim ZDF war er viele Jahre als
Berichterstatter tätig, bevor er das „heute journal“ moderierte.
Als Chefredakteur Fernsehen beim Süddeutschen Rundfunk
moderierte er Sendungen wie „Pro & Contra“, „Weltspiegel“,
„Brennpunkt“ und „Wortwechsel“.

Prof. Dr. Thomas Gruber ist Intendant des Bayerischen Rundfunks.
Der studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler war
von 1978 bis 1981 Medienreferent in der Staatskanzlei der schleswig-
holsteinischen Landesregierung. Danach begann seine Laufbahn
beim Bayerischen Rundfunk: Er war Assistent des Fernsehdirektors,
Leiter der Redaktion „Familie“ im Fernsehen, Leiter der
Hauptabteilung Intendanz und Leiter des Studios Franken in Nürnberg.
1995 wurde er zum Hörfunkdirektor gewählt, 2002 schließlich
zum Intendanten. 2005 und 2006 war er zudem Vorsitzender
der ARD.

Ulrike Leutheusser leitete von 1991 bis 2006 den Programmbereich
Wissenschaft – Bildung – Geschichte im Bayerischen Fernsehen
und verantwortete diverse Wissens- und Bildungsmagazine
sowie Sendereihen. Sie studierte Geschichte, Geographie und
Latein und arbeitet u.a. mehrere Jahre im Pressereferat der Max-
Planck-Gesellschaft. Heute lebt sie als Freie Journalistin und
Autorin in Grünwald.

Dr. Heribert Prantl ist seit 1995 Ressortleiter für Innenpolitik
bei der Süddeutschen Zeitung. Der promovierte Jurist war zunächst
als Richter sowie als Staatsanwalt in Bayern tätig. Seit 1988
ist er innenpolitischer Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung.Zudem
lehrt er Rechtswissenschaft an der Universität Bielefeld und
ist Dozent an den Journalistenschulen in Hamburg und München.

Claus Strunz ist seit Oktober 2000 Chefredakteur der Bild am
Sonntag. Er hat Politische Wissenschaften, Literatur und Medienrecht
studiert und war danach Redakteur und Ressortleiter
Nachrichten bei der Münchner „Abendzeitung“, stellvertretender
Chefredakteur der Tageszeitung Die Welt und der Sonntagsausgabe
der BILD-Zeitung. Heute ist er außerdem Moderator der
Fernsehsendung „Was erlauben Strunz!?“ auf N24.

Prof. Dr. Siegfried Weischenberg ist Professor für Journalistik
und Kommunikationswissenschaft und Direktor des Instituts für
Journalistik und Kommunikationswissenschaft (IJK) und des Zentrums
für Medienkommunikation (ZfM) an der Universität Hamburg.
Der Kommunikationswissenschaftler, der fast zwanzig Jahre
Medientheorie und Medienpraxis an der Universität Münster
lehrte, ist aber zugleich gelernter Journalist. Er arbeitete jahrelang
für verschiedene Printmedien, Nachrichtenagenturen und Rundfunkanstalten,
schreibt für die Fachzeitschrift „journalist“, DIE ZEIT
und den SPIEGEL.Von 1999 bis 2001 war Weischenberg Bundesvorsitzender
des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV).