Das Jahr 2007 ist zum „Jahr der Geisteswissenschaften“ ernannt worden – klar, dass auch die „Nacht der Forschung“ an der Otto-Friedrich-Universität geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächern den Vortritt lässt. Außerdem gehört die diesjährige Nacht der Forschung am 29. Juni dem wissenschaftlichen Nachwuchs. „Wir legen großen Wert auf Nachwuchsförderung“, erklärt Prorektor Prof. Dr. Rainer Drewello, „und dazu gehört nicht nur die konkrete finanzielle Förderung von Projekten, sondern eben auch die Möglichkeit, seine wissenschaftliche Arbeit öffentlich zu präsentieren.“
Die Universität Bamberg hat daher eine Auswahl ihres in Exzellenzprogrammen von Land, Stiftungen oder Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Nachwuchses eingeladen, die diesjährige Nacht der Forschung zu bestreiten – und war selbst überrascht, wie breit die Themenpalette ist. Studierende und Promovierende, aber auch bereits habilitierte Nachwuchswissenschaftler stellen nun am Freitag, den 29. Juni, in anschaulichen Kurzvorträgen und Posterpräsentationen ihre neuesten Forschungsergebnisse vor.
Erstmals wird in diesem Rahmen auch der Phoenix-Preis verliehen. Dieser Preis wird von Professoren der Universität und der Universitätsleitung gespendet und an solche Nachwuchswissenschaftler des jeweiligen wissenschaftlichen Bereiches verliehen, die sich in der Einwerbung von Drittmitteln besonders engagiert haben. „Die Universitäten sind zunehmend von extern eingeworbenen Mitteln abhängig. Deswegen wird es immer wichtiger, dass bereits junge Nachwuchswissenschaftler Erfahrungen mit Drittmittelgebern und Stiftungen sammeln und Kontakte knüpfen. Nur so kann sichergestellt werden, dass Forschung auch an kleinen und mittleren Universitäten auf Dauer eine Zukunft hat. Im Idealfall beteiligt sich der Wissenschaftler an der Einwerbung der Drittmittel, die seine eigene Forschung finanzieren soll, bereits ab der Promotion“, erklärt Drewello den Hintergrund des neuartigen Preises. Die ersten beiden Preisträger sind Dipl.-Psychologin Sibylle Enz und Dr. Carsten Zoll.
16:00 Eröffnung der Nacht der „Nachwuchsforschung“ durch Prorektor Prof. Dr. Rainer Drewello
16:10 – 16:30
Dr. Jan Schmidt: Web 2.0: Was ist damit gemeint, und warum ist es wichtig?
16:30 – 16:50
Dr. Miriam Kunz: Sind Männer wehleidiger? Geschlechtsunterschiede im mimischen Schmerzausdruck
17:00 – 17:20
Dipl.-Psych. Anja Geßner, PD Dr. Charlie Renner: Warum sie laufen. Motive, Bewältigung und Persönlichkeitsmerkmale von LangstreckenläuferInnen
17:30 – 17:50
Stefan Bießenecker: Tränen lügen nicht. Warum das Lachen verboten, das Weinen aber erwünscht war.
18:00 – 18:20
Anna-Maria Hartmann: O! Thou Art Quite Unfathomable! - Die unergründliche Pamela Andrews (1741) und ihre fragwürdige Geschichte
18:30 – 18:50
Dr. Andrea Grafetstätter: Text und Aufführung. Die Performanz mittelalterlicher Dramen anhand eines Beispiels von Hans Sachs (mit Aufführung des Spiels "Der Tod im Baumstumpf" durch eine studentische Gruppe)
19:00 – 19:45
Imbiss im Kreuzgang für Teilnehmer und Gäste
20:00 – 20:20
Dr. Maja Viethen: Familie in der Krise?
20:30 – 20:50
Dipl.-Rest. (FH) Stephanie Fundel M.A.:Die Wandmalereien der Dominikaner in Bamberg - Konservierung und Restaurierung komplexer Zeitschichten.
21:00 – 21:20
Martin Rehfeldt, MA: Claudia, ihr Schäferhund und die Bundesprüfstelle. Was die Indizierung eines Pop-Albums mit Literaturwissenschaft zu tun hat
21:30 – 21:50
Ellen Ebralidze & Simone Zdrojewski: Erwerbseinstiege im internationalen Vergleich: Dänemark und Frankreich
22:00 – 22.20
Dr. Ines Weinrich: Hollywood in Kairo. Musik im säkularen und religiösen Kontext im Nahen Osten (mit Klangbeispielen)
22:30 – 22:50
Christof Jeggle, MA: Märkte vor der Marktwirtschaft? Wirtschaftsbeziehungen und Märkte in der vorindustriellen Zeit
23:00 – 23:20
Konstantin Klein: Autorität durch Askese. Säulenheilige im spätantiken Syrien
Dipl.-Hdl. Andreas Rausch: Lernen am Arbeitsplatz in der kaufmännischen Ausbildung
Ruth Kamm: Von Bologna nach Bayern - Bayerische Universitäten im europäischen Reformprozess
PD Dr. Anna Rothkoegel: Kulturstädte Bamberg – Krakau – Prag
Jürgen Seifried: Subjektive Lehr-Lern-Theorien von Handelslehrern
Evi Ferstl, Julia Heuss und Dr. Ulrike Starker: Können Computer psychisch krank werden?" - Simulation klinischer Störungen mit PSI