Wie entstehen Wörterbücher? Workshop mit Wieland Eins, Holger Klatte und Tina Morcinek
Das bekannteste Wörterbuch des Deutschen ist der Rechtschreibduden. Er enthält rund 130.000 Einheiten. Davon verwendet der durchschnittliche Sprecher 6.000 bis 10.000 Wörter, verstehen können die meisten an die 50.000. Woher kommen die restlichen Wörter, die wir dort aufgeführt finden? [mehr] Fremdwörter zum Beispiel: „Notebook“ stammt unverkennbar aus dem Englischen, „reduzieren“ aus dem Lateinischen. Was sollen sie im Wörterbuch des Deutschen? Wer entscheidet, wann ein Wort zu einer Sprache gehört? So finden wir im Duden das Wort „Goldring“, das Wort „Silberring“ aber nicht. Auch „Buchrücken“ oder „Stromverschwendung“ suchen wir vergeblich, im Gegensatz zu „Konvexität“. Der Duden verrät uns auch, dass Wörter alt werden. Können sie auch irgendwann ganz verschwinden? Und wo kommen die neuen Wörter her?
Die Präsentation Bamberger Sprachwissenschaftler auf der MS Wissenschaft soll ganz grundsätzliche Fragen klären, die wir meistens übergehen, wenn wir die richtige Schreibung eines Wortes nachschlagen. Neben der Ausstellung haben die Besucher die Möglichkeit, die Herkunft von Wörtern herauszufinden, Sprachvergleiche anzustellen und Wortvorschläge zu machen. Es werden verschiedene Arten von Wörterbüchern vorgestellt, z.B. solche für Fremdwörter, für den Stil und solche, die die Herkunft der Wörter erklären. Es können auch Vorschläge für Wörter gemacht werden, die es im Deutschen noch nicht gibt, aber vielleicht geben sollte.