Zum sechsten Mal ging das Ausstellungsschiff von Wissenschaft im Dialog im Sommer 2007 auf große Fahrt. Im Jahr der Geisteswissenschaften hatte das 105 m lange Binnenschiff eine Ausstellung zu Sprache und Kommunikation an Bord. [
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„Sprache ist mehr als Worte“ – das Thema interessierte auch die Universität, die zusammen mit der Stadt Bamberg ein wissenschaftliches und kulturelles Rahmenprogramm angeboten hat.
Werkstattlesungen gibt es viele. Autorinnen und Autoren lesen aus Werken, an denen sie gerade arbeiten, bis zur Veröffentlichung ist es meist noch Monate hin. Das ist gut und spannend, aber geht es nicht noch näher, noch intensiver? [ mehr...]
Veranstaltungsort: an Bord
Das bekannteste Wörterbuch des Deutschen ist der Rechtschreibduden. Er enthält rund 130.000 Einheiten. Davon verwendet der durchschnittliche Sprecher 6.000 bis 10.000 Wörter, verstehen können die meisten an die 50.000. Woher kommen die restlichen Wörter, die wir dort aufgeführt finden? [ mehr...]
Veranstaltungsort: an Bord
Ein Musiktheaterstück über Worte und Wörter. Über kleine Worte, süße Worte, Worte, die verletzen und über die Schwierigkeit, mit Worten „etwas zu heilen“. 1999 in Frankreich uraufgeführt, wurde „La marchande de mots“ bis heute über 800 Mal in Schulen und Theatern gespielt. [
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Veranstaltungsort: an Bord
Eröffnung durch den Präsidenten der Otto-Friedrich-Universität Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert und den Leiter der Staatsbibliothek Prof. Dr. Werner Taegert mit anschließendem Empfang
Auch im digitalen Zeitalter bleibt das Buch für die Geistes- und Kulturwissenschaften wichtigstes Informationsmedium und zentraler Forschungsgegenstand. Die von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und der Staatsbibliothek Bamberg veranstaltete Vortragsreihe „Im Zentrum – das Buch“ nimmt darauf in mehrfacher Hinsicht Bezug: Sie stellt Klassiker der antiken, mittelalterlichen und neuzeitlichen Literatur in den Mittelpunkt – thematisch und in signifikanten historischen Ausgaben auch physisch. Sie widmet sich dabei nicht nur dem Inhalt, sondern auch der Druck- und Rezeptionsgeschichte sowie der spezifischen Ausstattung der Werke. Und sie findet an einem traditionsreichen Gedächtnis- und Vermittlungsort für Bücher statt: Die Staatsbibliothek Bamberg hütet als international renommierte Forschungsbibliothek ein einzigartiges Büchererbe aus 1500 Jahren.
Im Rahmen der Ringvorlesung werden zwischen September und Dezember 2007 insgesamt sechs Vorträge angeboten. [zum Programm der Ringvorlesung]
Veranstaltungsort: Staatsbibliothek Bamberg in der Neuen Residenz am Domplatz
Als der schottische Seemann Alexander Selkirk am 2. Februar 1709 nach vier langen und entbehrungsreichen Jahren durch den englischen Piraten Woodes Rogers aus seinem Einsiedlerdasein befreit und später in dessen Reisebericht verewigt wurde, konnte er nichts von seiner zukünftigen Berühmtheit ahnen. Reiseberichte befriedigten die Neugierde der Leser und prägten ihre kolonialen Visionen. Sie regten auch Daniel Defoe an, einen der Begründer des bürgerlichen Romans. In Robinson Crusoe schuf er eine Figur, in deren Schicksal zentrale Fragen der Selbstlegitimation des Mittelstandes zusammengeführt wurden.
Schon Richard Steele hatte Selkirks Geschichte weiter gedeutet als Rogers und in der Zeitschrift "The Englishman" 1713 gefragt, wie man mit einer derartigen Einsamkeit fertig werden konnte. Defoe verband seinen Abenteuer- und Reiseroman mit den damals populären Spekulationen über den Naturzustand des Menschen und seine Fähigkeit, Gesellschaften zu gründen. Dass Defoes Buch später als Kinderbuch Karriere machte, zeigt, wie erfolgreich er die Mythen seines Standes in eine Abenteuergeschichte einzuweben verstand. Der Vortrag versucht den Erfolg eines fast dreihundertjährigen Bestsellers zu erklären.
Veranstaltungsort: Staatsbibliothek Bamberg in der Neuen Residenz am Domplatz
Das 1557 – also vor genau 450 Jahren – erschienene, mit zahlreichen Holzschnitten illustrierte Buch des hessischen Soldaten Hans Staden ist ein früher Bestseller der Amerikaliteratur. Teils abenteuerliche Beschreibung einer Reise nach Brasilien, teils ethnographischer Bericht über die dort lebenden Tupi-Indianer, fand Stadens Text vor allem wegen seiner ausführlichen Schilderungen kannibalischer Praktiken immer wieder Beachtung. Damit trug er wesentlich dazu bei, dass sich der Topos vom Menschen fressenden Wilden im Bewusstsein der Europäer verfestigte.
Veranstaltungsort: Staatsbibliothek Bamberg in der Neuen Residenz am Domplatz
Das bekannteste Wörterbuch des Deutschen ist der Rechtschreibduden. Er enthält rund 130.000 Einheiten. Davon verwendet der durchschnittliche Sprecher 6.000 bis 10.000 Wörter, verstehen können die meisten an die 50.000. Woher kommen die restlichen Wörter, die wir dort aufgeführt finden? [ mehr...]
Veranstaltungsort: an Bord
Ein Musiktheaterstück über Worte und Wörter. Über kleine Worte, süße Worte, Worte, die verletzen und über die Schwierigkeit, mit Worten „etwas zu heilen“. 1999 in Frankreich uraufgeführt, wurde „La marchande de mots“ bis heute über 800 Mal in Schulen und Theatern gespielt. [
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Veranstaltungsort: an Bord
Führung (ca. 1 Std.) mit Prof. Dr. Wilfried Krings, Historischer Verein Bamberg e.V.
Wer nur etwas belesen ist, wird es merken: Der Titel ist "geklaut", nämlich von Karl Schlögels "Moskau lesen". Die Technik ist die gleiche, nur der Ort ein anderer und scheinbar viel vertrauter. Wie stellte sich eine Bürgerstadt architektonisch dar, in der unterm Krummstab angeblich gut leben war und die nach dem Ende der fürstbischöflichen Herrschaft noch lange selbst in weltlichen Dingen der Oberaufsicht des Dombergs unterstanden haben soll? Im Umkreis des allbekannten "Goblmoo" wird erkundet, was an Zeichen vorzufinden ist und was ihnen an Aussagen entlockt werden kann.
Treffpunkt: Grüner Markt, Gabelmann
Die Ausstellung im Museum Kutz am Kranen 12 dokumentiert die Kommunikations-Technik und Geschichte von den Anfängen der Sprache und Schrift bis zur Gegenwart. Die Sammlung widmet sich unter anderem folgenden Themen: Entwicklung von Sprache und Schrift zum Alphabet, Papier, Schreibgeräte und -maschinen, Notenschrift, Blindenschrift, Drucktechnik, Buchherstellung, Kryptographie und Geheimdienst, Rechnen, Vermessen und Formen der drahtlosen Kommunikation bis hin zur ESS und Raumfahrt. [
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Es finden zwei Vorträge (ca. 30 min.) parallel statt:
Veranstaltungsort: Museum Kutz, Am Kranen 12a (2. Stock), 96047 Bamberg
„Historisch schief – aber kommunikationstechnisch höchst interessant!“ findet Nachrichtentechniker Dipl.-Ing. Rudolf Staritz den umstrittenen ENIGMA-Film. Er erklärt die kommunikationsgeschichtlichen Hintergründe des Großprojekts Bletchley Park und zeigt einen Bezug zur Region Bamberg auf, von dem die wenigsten wissen: Auf der Burg Feuerstein in Ebermannstadt wurde 1942 ein nachrichtentechnisches Labor eingerichtet. Kaschiert als Burg wurden in dieser Forschungs- und Entwicklungsstätte, in der 70 Wissenschaftler und Ingenieure arbeiteten, Verschlüsselungs- und Entschlüsselungsmechanismen entwickelt.
Der Film: Bletchley Park, nördlich von London, mitten im Zweiten Weltkrieg. In einem streng geheimen Projekt arbeiten Expertenteams aus Mathematikern und Militärs, Kunst- und Sprachwissenschaftlern an der Entschlüsselung feindlicher Funksprüche. Doch im März 1943 erleben die britischen Kryptoanalytiker einen herben Rückschlag, als die Nazis plötzlich den deutschen U-Boot-Code ändern. Ein Nachschubkonvoi der Alliierten mit 10.000 Passagieren und lebenswichtigen Lebensmittellieferungen an Bord ist damit schutzlos den Angriffen der deutschen Unterwasserflotte im Nordatlantik ausgeliefert. In dieser hochdramatischen Lage bittet man den brillanten jungen Mathematiker Tom Jericho (Dougray Scott) um Hilfe. [
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Veranstaltungsort:
Odeon-Kino, Luitpoldstraße 25
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Die MS Wissenschaft legt an der Schleuse Nord (Jahnwiese) an.
Die Stadt Bamberg wird Shuttle-Busse einrichten, die regelmäßig zum Schiff fahren.