10:00-11:30 Uhr
SONDERFÜHRUNG Fränkische Mathematiker in der Ausstellung der Staatsbibliothek Bamberg „Zählen, messen, rechnen – 1000 Jahre Mathematik in Handschriften und frühen Drucken“
An den deutschlandweiten Aktivitäten zum Jahr der Mathematik beteiligt sich die Staatsbibliothek Bamberg mit einer hochkarätigen Ausstellung. Zu sehen sind Handschriften und Drucke aus wesentlichen Teilgebieten der Mathematik. Die Führung berücksichtigt insbesondere die hier vertretene Riege namhafter fränkischer Autoren, darunter Johannes Müller / Regiomontanus aus dem unterfränkischen Königsberg, Albrecht Dürer aus Nürnberg, Johann Schöner aus Karlstadt, Adam Ries aus Staff elstein sowie Christoph Clavius aus Bamberg, dessen Geburtstag sich 2008 zum 470. Mal jährt.
Prof. Dr. Werner Taegert, Direktor der Staatsbibliothek Bamberg
in der Staatsbibliothek, Neue Residenz, Domplatz 8
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12:00-13:00 Uhr
VORTRAG mit PRÄSENTATION Chancen und Grenzen der Digitalisierung von Kulturgut
Das in Archiven, Bibliotheken und Museen aufbewahrte Kulturgut war in der Vergangenheit meist nur im Original und damit vor Ort feststellbar und einsehbar. Die neuen Medien, insbesondere das Internet, schaffen hier neue Zugangsmöglichkeiten, auf die die Kultureinrichtungen reagieren. Das Stadtarchiv Bamberg macht seit einiger Zeit seine Findmittel online verfügbar und erweitert dieses Angebot sukzessive durch die Bereitstellung digitalisierter Originalquellen. Daraus ergeben sich für die Forschung und für das Archiv neue Chancen, gleichzeitig treten aber auch Grenzen und Probleme des Vorgehens zutage.
Dr. Robert Zink/Dr. Gerald Dütsch
im Stadtarchiv Bamberg, Seminarraum, Untere Sandstr. 30a, 96049 Bamberg
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14:00 Uhr
BEGRÜSSUNG durch Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert
im Kreuzgang des Domes, Zugang über das Diözesanmuseum, Domplatz 5
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14:15-15:00 Uhr
VORTRAG Papst Clemens II. und das Bamberger Papstgrab
Wie heißt der deutsche Papst aus Franken? Was war das für ein Mann? Woher kam er und welche Stationen prägten sein Leben? Clemens II. hat die Cathedra Petri zwar nur kurze Zeit innegehabt, aber seine Ideen und Vorstellungen leiteten einen Prozess von Reformen in der Kirche ein, die unter seinen Nachfolgern von epochaler Größe werden sollten. Die Kirchenreform des 11. und 12. Jahrhunderts nahm im Pontifikat des Bamberger Bischofs Suitger, der schon durch die Wahl seines Papstnamens Clemens seine Programmatik erkennen ließ, ihren Anfang. (Vortrag mit Besichtigung des Papstgrabs)
PD Dr. Georg Gresser, Lehrstuhl für Kirchengeschichte mit Schwerpunkt Alte Kirchengeschichte und Patrologie
im Kreuzgang des Domes, Zugang über das Diözesanmuseum, Domplatz 5
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15:00-16:00 Uhr
VORTRAG: Warum Kunigunde nicht über Pflugscharen lief
Ein Attribut der heiligen Kunigunde ist die Pflugschare. Der Legende nach wurde die Gemahlin Kaiser Heinrichs II. des Ehebruchs bezichtigt und musste zum Beweis ihrer Unschuld ein Gottesurteil bestehen – den Gang über glühende Pflugscharen. Im Vortrag soll ein Blick auf mögliche Vorbilder, Entstehung und Rezeption der Legende gerichtet werden.
Anika Auer M.A., Graduiertenkolleg Generationenbewusstsein
im Kreuzgang des Domes, Zugang über das Diözesanmuseum, Domplatz 5
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16:00-17:00 Uhr
VORTRAG Missionierung und Christianisierung im Regnitz- und Obermaingebiet: Aktuelle Ergebnisse und Perspektiven
Die Tausendjahrfeier des Bistums Bamberg hat Anlass gegeben, auch die Frage zu diskutieren: Wie ist das Christentum an Regnitz und Obermain gelangt? Das Ziel der Präsentation besteht darin, wichtige Erkenntnisse aus dem interdisziplinären Forschungsprojekt an der Universität Bamberg darzustellen. Darüber hinaus sollen neue archäologische Prospektionsmethoden vorgestellt werden, durch die Fragen des Landesausbaus und der Rolle des Christentums beantwortet werden können.
Dr. Christian Lange, Arbeitsstelle für die Kunde des Christlichen Orients und der Ostkirchlichen Ökumene / Dr. Jochen Haberstroh, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege / Prof. Dr. Wolfgang Weiß, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
im Kreuzgang des Domes, Zugang über das Diözesanmuseum, Domplatz 5
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18:00 Uhr
Begrüßung durch Universitätsvizepräsident Prof. Dr. Anna Susanne Steinweg
in der AULA der Universität, Dominikanerstraße 2a
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18:15-19:00 Uhr
VORTRAG Das Virtuelle Bamberger Stadtmodell
Mit diesem faszinierenden Instrument wurde die Stadt Bamberg im Computer dreidimensional nachgebaut. Man kann damit durch die Straßen der historischen Altstadt fliegen und sich die Gebäude von allen Seiten und von oben ansehen. Besonders spannend und weltweit einmalig ist jedoch die Einfügung einer 4. Dimension – der Zeit. In das Modell sind historische Stadtpläne integriert, mit denen man bis ins Jahr 1602 zurückreisen kann.
Dr. Karin Dengler-Schreiber, Leiterin Welterbe-Büro Bamberg / Karl-Heinz Schramm, Stadtplanungsamt
in der AULA der Universität, Dominikanerstraße 2a
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19:00-20:00 Uhr
VORTRAG Der Bamberger Reiter
Über keine deutsche Skulptur des 13. Jahrhunderts ist so viel publiziert worden wie über den Bamberger Reiter. Aber gründlich untersucht wurde die Figur bisher noch nie. Der Vortrag geht deshalb auf die Befunde der jüngst erfolgten technologischen Erfassungen ein, fragt nach dem Zeitpunkt der Entstehung, den möglichen Intentionen der damaligen Bildhauer und vergleicht die Figur mit anderen zeitgenössischen Skulpturen. Zuletzt soll natürlich auch der Frage nachgegangen werden, wen der Reiter eigentlich darstellt.
Prof. Dr. Achim Hubel, Institut für Archäologie, Denkmalkunde und Kunstgeschichte (IADK)
in der AULA der Universität, Dominikanerstraße 2a
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11:00-11:30 Uhr
VORTRAG Der Zweidlerplan der Stadt Bamberg. Die erste kartographische Darstellung des Bamberger Stadtgebiets aus der Zeit um 1600
"Die wichtigste Urkunde über die Stadtgeschichte und das schönste Bilderbuch der Heimatkunde ist uns mit diesem [Werk] in die Hände gelegt" – so urteilte einst der Archivar Michel Hofmann. Der Vortrag erläutert die Besonderheiten des Plans und ordnet ihn in die Bedingungen seiner Entstehungszeit ein.
Prof. Dr. i.R. Wilfried Krings, Historischer Verein Bamberg
in der AULA der Universität, Dominikanerstraße 2a
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11:30-12:30 Uhr
VORTRAG "Gute Policey" - Frühneuzeitliche Normgebung und Herrschaftspraxis im Hochstift Bamberg
Die Entstehung des Phänomens der „Guten Policey“ an der Wende zur Frühen Neuzeit markiert eine Epochenschwelle in der Gesetzgebungsgeschichte. Der Vortrag wirft einen Blick auf die Ausgestaltung dieses Phänomens im Hochstift Bamberg und exemplifiziert die neue Art der Normgebung und der Herrschaftspraxis an einer Handwerksordnung aus dem Jahre 1582.
Johannes Staudenmaier MA, Lehrstuhl für Neuere Geschichte
in der AULA der Universität, Dominikanerstraße 2a
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12:30-13:30 Uhr
VORTRAG GeoRisiken in der Bergstadt Bamberg - Studie zu Auswirkungen von Baumaßnahmen (v.a. Verkehrsinfrastruktur) im Bamberger Berggebiet
Bambergs Straßennetz ist radial gewachsen und mit dem heutigen Verkehr teilweise überfordert, sofern jener nicht minimiert wird. Daher wurden während des 20. Jahrhunderts mehrere Anläufe für eine leistungsfähige Ringstraße unternommen. Das führte zu ausgebauten Straßen im Norden, Osten und Süden der Stadt. Im bergigen Westen (Bergstadt) fehlt der Ringschluss. Die Folgen eines solchen Straßenbaus in der Bergstadt im Hinblick auf GeoRisiken sollen beleuchtet werden.
Thomas Lörner, Welterbe-Büro Bamberg
in der AULA der Universität, Dominikanerstraße 2a
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13:30-15:00 Uhr
VORTRAG Der Bildhauer Ferdinand Tietz
Prof. Dr. Wolfgang Brassat, Lehrstuhl für Kunstgeschichte, insbesondere für Neuere und Neueste Kunstgeschichte
Anlässlich des 300. Geburtstages von Ferdinand Tietz (1708-1777) veranstaltete der Lehrstuhl für Kunstgeschichte, insbes. Neuere und Neueste Kunstgeschichte, in Verbindung mit der Bayerischen Schlösserverwaltung bereits im Sommersemester eine Tagung und Ausstellung über den Rokoko-Bildhauer, der lange als Hofkünstler in Bamberg und Memmelsdorf tätig war. An den Vortrag über sein Leben und Werk, in dem auch Ergebnisse dieser Veranstaltungen präsentiert werden, schließt eine Führung zu den Tietzschen Gartenskulpturen im Rosengarten an.
Prof. Dr. Wolfgang Brassat, Lehrstuhl für Kunstgeschichte II / Franziska Ehrl, Studentin der Kunstgeschichte
in der AULA der Universität, Dominikanerstraße 2a, und Rosengarten
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15:00-15:30 Uhr
VORTRAG Weinterrassen-Grabung am Michaelsberger Südhang
Nelo Lohwasser, Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit / Marion Dubler, Landschaftsarchitektin
Rosengarten mit Blick auf den Michaelsberg
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16:00-17:00 Uhr
VORTRAG Unternehmenskultur, Arbeitnehmeralltag und Stadtentwicklung – Die Geschichte der Baumwollspinnerei Erlangen-Bamberg (ERBA)
Mit der Gründung der Mechanischen Baumwoll-Spinnerei und Weberei Bamberg im Jahr 1858 in Gaustadt vor den Toren der Bischofsstadt beginnt die Industriegeschichte Bambergs und Gaustadts im engeren Sinn. 1927 fusionierte das Unternehmen zur Baumwollspinnerei Erlangen-Bamberg (ERBA). 1992 musste Konkurs angemeldet, 1993 die Produktion eingestellt werden. Der Vortrag stellt die Fragestellungen des Forschungsprojektes vor, das Ende 2007 begonnen wurde und zur Landesgartenschau 2012 Ergebnisse präsentieren will.
Prof. Dr. Andreas Dornheim, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte unter Einbeziehung der Landesgeschichte
in der AULA der Universität, Dominikanerstraße 2a
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17:00-18:00 Uhr
VORTRAG Die Bamberger Gärtner – Innen- und Außensicht einer städtischen Berufsgruppe
Mit dem Begriff „Gärtner“ ist in Bamberg in der Regel mehr verbunden als die Bezeichnung eines Mitglieds der entsprechenden Berufsgruppe. Mit Bamberger Gärtnern assoziiert man bestimmte Eigenschaften, eine bestimmte geographische Zuordnung innerhalb der Stadt und natürlich das Gemüse, das von den Gärtnern angebaut und verkauft wird. Mit diesem Bild und seiner Entstehung beschäftigt sich der Vortrag.
Dr. Maria Scheinost, Lehrstuhl für Europäische Ethnologie
in der AULA der Universität, Dominikanerstraße 2a
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18:00-19:00 Uhr
VORTRAG Wählen Franken anders? Regionale Unterschiede bei der bayerischen Landtagswahl 2008
Als Günther Beckstein im Herbst 2007 zum bayerischen Ministerpräsidenten gewählt wurde, markierte dies einen Wendepunkt in der Landespolitik: Erstmals seit Jahrzehnten übernahm wieder ein Franke das wichtigste politische Amt im Freistaat. Auf der Grundlage von Daten, die im Rahmen eines Forschungsprojekts des Bamberger Centrums für Empirische Studien und des Lehrstuhls für Politikwissenschaft II ermittelt wurden, stellen wir uns die Frage, ob es am 28. September so etwas wie ein besonderes Wahlverhalten in den drei fränkischen Regierungsbezirken gab. Besonderes Gewicht legen wir auf den Einfluss, den die Spitzenkandidatur von Günter Beckstein auf den Wahlausgang hatte.
Dr. Dr. Zoltán Juhász, Johannes Kimmel, Bamberger Centrum für Empirische Studien/Bamberg Center for Empirical Studies (BACES)
in der AULA der Universität, Dominikanerstraße 2a
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