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Romanische Literaturen und Kulturen

Profil der Reihe

Die Reihe bietet Monographien und Sammelbände zu Literatur und Kultur der romanischen Länder, speziell Frankreichs, Italiens und Spaniens, vom Mittelalter bis zur Gegenwart. inhaltliche Schwerpunkte sind Interkulturalität und Intermedialität, Theater und Musiktheater.

Herausgeber/Ansprechpartner: Prof. De Rentiis, Prof. Kunz, Prof. Gier

Schriftenreihe auf dem OPUS-Hochschulschriftenserver

Bisher erschienene Bände

Eros im sakralen Raum : zur Interdependenz von Raumdiskurs und Liebessemantik / Bettina von der Forst
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2008
(Romanische Literaturen und Kulturen ; 1)
ISBN 978-3-923507-33-7
Preis: 22,00 €

Der literarisch gestaltete sakrale Raum als Kristallisationsort des durch religiöse Normen und Werte bedingten Kommunikationsverbots schließt per definitionem profane Diskurse wie die Liebeskommunikation zunächst aus. Eine Analyse der sakralen Raumdarstellung tangiert somit wesentlich jenes Konfliktpotential, das in Kontakt mit raumfremden Diskursen entsteht.
Der hier verfolgte methodische Zugang grenzt sich insofern entscheidend von allen bisher erfolgten wissenschaftlichen Betrachtungen ab, als er die ,Liebesbegegnung im sakralen Raum’ erstmals in die komplexeren Zusammenhänge von Raumsemantik und Liebessprache stellt.
Im Zentrum der Untersuchung stehen vier Einzeltexte aus verschiedenen romanischen Literaturepochen, die die vom sakralen Raum ausgehenden Beschränkungen wie das Kommunikationsverbot auf je spezifische Art und Weise umgehen: Le Roman de Flamenca (ca. 1250), Rabelais’ Pantagruel (1532), Furetières Roman bourgeois (1666) und Flauberts Salammbô (1863).

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
externer Link folgt http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2008/154/

 

Quijotextos, Quijotemas, Quijoteorías : ocho acercamientos a Don Quijote / ed. por Marco Kunz
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Romanische Literaturen und Kulturen ; 2)
ISBN 978-3-923507-47-4
Preis: 20,00 €

Acht Autoren untersuchen Miguel de Cervantes´ Meisterwerk Don Quijote aus verschiedenen Blickwinkeln, wobei sowohl textimmanente Aspekte (das Verwirrspiel um die Autorschaft, die eingeschobenen Novellen, Quellen und Sprachspiele) als auch die Rezeption des Romans (Übersetzungen, Opernfassungen und Verfilmungen sowie sein Einfluss auf die spanische Gegenwartsliteratur) behandelt werden.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
externer Link folgt http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/200/

 

Göttliche, menschliche und teuflische Komödien : Europäische Welttheater-Entwürfe im 19. und 20. Jahrhundert / hrsg. von Albert Gier

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2011
(Romanische Literaturen und Kulturen ; 3)
ISBN 978-3-86309-011-1
Preis: 20,50 €

Theater kann nicht nur Welt abbilden, sondern auch die Welt selbst als ein Theater darstellen, in dem Gott (oder das Schicksal) die Rollen verteilt und Regie führt. So wurde 'Welttheater' im europäischen Barock aufgefasst. Seit der Aufklärung schwindet der Glaube an den göttlichen Regisseur, die Denkfigur 'Welttheater' behält aber auch im 19. und 20. Jahrhundert ihre Attraktivität.

Im Rahmen einer Ringvorlesung an der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg im Wintersemester 2009/2010 wurden dreizehn Beispiele modernen Welttheaters aus Sprech- und Musiktheater Frankreichs, Italiens, Ungarns, Rußlands und Deutschlands vorgestellt (mit Ausblicken zu Film und Fernsehen), von Goethes Faust über Wagners Ring des Nibelungen, Imre Madachs Tragödie des Menschen, Hofmannsthals Großes Salzburger Welttheater oder Paul Claudels Seidenen Schuh bis hin zu Tankred Dorsts Merlin und Karlheinz Stockausens LICHT-Zyklus. Den Abschluss bildet ein Werkstattgespräch mit dem Komponisten Peter Eötvös und seinem Librettisten Albert Ostermaier, deren Oper Die Tragödie des Teufels im Februar 2010 in München uraufgeführt wurde.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2012/322/


Jüdisch-spanische Identität in narrativen Texten sephardischer Autoren des 20. und 21. Jahrhunderts / von Christina Liebl

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2011
(Romanische Literaturen und Kulturen; 4)
ISBN 978-3-86309-050-0
Preis: 20,50 €

Als die spanischen Juden, die Sepharden, 1492 aus Spanien vertrieben wurden, migrierten sie u.a. nach Marokko und in das Osmanische Reich. Für die Sepharden des Balkans bedeutete die Schoa das Ende ihrer traditionellen Lebensweise und die Vernichtung der meisten Gemeinden. Die Lebenswelt der marokkanischen Sepharden dagegen befand sich nach der Staatsgründung Israels in einem Auflösungsprozess, als die meisten marokkanischen Juden dorthin emigrierten. Für die Sepharden ist die besondere Situation als Minderheit in einem christlich oder islamisch dominierten Territorium prägend für die Konstruktion einer eigenen Identität. Identitätsvorstellungen finden in der Gegenüberstellung Eigenes-Fremdes eine Ausdrucksmöglichkeit. Sowohl die sephardischen Autoren aus dem Balkanraum als auch die marokkanischen Schriftsteller berufen sich trotz divergierender Voraussetzungen auf ihr Sephardentum und definieren ihre Besonderheit durch ihre spanische Abstammung in Abgrenzung zu den Aschkenasen.
Die Auseinandersetzung mit Identität wird verstärkt, wenn diese durch äußere Umstände in Frage gestellt wird, katastrophale Ereignisse die Existenzgrundlage entziehen oder persönliche Faktoren die eigene Vergangenheit ins Bewusstsein rücken lassen.
Diese Dissertation liefert erstmals einen Vergleich der Topoi und intertextuellen Bezüge zwischen der sephardischen Narrativik Marokkos und des ehemaligen Osmanischen Reiches. Dabei wird die Verknüpfung von Fiktionalität, Historiographie und Kulturvermittlung im sephardischen Umfeld in den Mittelpunkt gerückt.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2012/380/