Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung wurde am 09. Mai 2012 die zweite Runde des Mentoring-Programms eingeleitet.
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Die Universitätsfrauenbeauftragten vergeben auch im Jahr 2012 Stipendien und Prämien für besondere Leistungen von Wissenschaftlerinnen der Universität Bamberg.
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Ab sofort können die Bewerbungsunterlagen für "PUSh" eingereicht werden.
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Das Seminar "Rhetorik und selbstsicheres Verhalten" findet am Freitag, 06. Juli 2012 von 9.00 s.t. - 17.00 Uhr statt.
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Das Bewerbungsseminar wendet sich an Studentinnen und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, es findet am Freitag 15. Juni 2012 von 9.30 s.t. - 16.15 Uhr statt.
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Der Begriff "Mentor" lässt sich auf die griechische Mythologie zurückführen. Odysseus beauftragte seinen Freund Mentor, sich während seiner Abwesenheit um seinen Sohn Telemachos zu kümmern und ihn zu erziehen.
Grundbaustein des Mentorings ist das Beziehungssystem zwischen einer (berufs-) erfahrenen Person (Mentor/in) und einer noch wenig erfahrenen, jüngeren Person (Mentee). Die Mentorin oder der Mentor unterstützt die Mentee aufgrund ihrer/ seiner Lebens- und Berufserfahrung, gibt Ratschläge, führt in Netzwerke ein und hilft, die Mechanismen und ungeschriebenen Regeln einer Organisation zu verstehen. Die Mentoring-Beziehung steht außerhalb normaler Vorgesetzten-Untergebenen-Abhängigkeiten und beruht auf Gegenseitigkeit; auch die Mentorinnen und Mentoren sind Lernende.
Als informelle Beziehung ist Mentoring schon seit langem nicht nur in der Wissenschaft ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Karriere. Im angloamerikanischen Raum hat sich organisiertes Mentoring in- und außerhalb der Universitäten als Grundpfeiler der Nachwuchsförderung etabliert. Organisierte und formalisierte Mentoring-Programme fördern gleichzeitig mehrere Personen und vernetzen sie untereinander.
Trotz der geringer gewordenen Bildungsunterschiede zwischen den Geschlechtern zeichnet sich im Mittelbau und auf der professoralen Stufe eine deutliche Geschlechtersegregation ab. Die Annahme, dass mit steigendem Studentinnenanteil auch mehr Frauen in die höheren Stufen der Hierarchie im Wissenschaftsbetrieb, namentlich im universitären, aufsteigen, hat sich bislang nicht bewahrheitet.
Als Ursache dafür, dass Frauen in den oberen Hierarchiestufen deutlich unterrepräsentiert sind, gelten systemimmanente Strukturen des Wissenschaftsbetriebes. Nicht selten fehlt die nötige Unterstützung und gezielte Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen. Tradierte Muster und Rollenvorstellungen versperren den Blick auf die wissenschaftliche Exzellenz von Nachwuchswissenschaftlerinnen. Darüber hinaus wirkt sich neben der Praxis der homosozialen Kooptation die unterschiedliche Teilhabe von Frauen und Männern an formellen und informellen Netzwerken negativ auf die Karrierechance von Frauen im Wissenschaftsbetrieb aus.
Deshalb verfolgen Mentoring-Programme das Ziel, Nachwuchswissenschaftlerinnen mithilfe eines institutionalisierten Betreuungssystems deutlich wirkungsvoller in ein formelles Netzwerk zu integrieren. Mentoring will als ein Instrument gezielter Nachwuchsförderung Frauen ermutigen und dazu motivieren, ihre wissenschaftliche Laufbahn konsequent zu verfolgen.