Schwerpunkte des Lehrstuhls Psychologie I liegen in den Bereichen der grundlagen- und zugleich anwendungsorientierten Erforschung von Bedingungen und Mechanismen von Entwicklungsveränderungen, insbesondere im kognitiven und sprachlichen Bereich.
Unsere Forschungsergebnisse sind beispielsweise relevant für Erzieher, Kinderpfleger, Kinderärzte, Lehrer, Logopäden, pädagogisch-psychologische Einrichtungen (z.B. Beratungsstellen, Frühförderstellen) und für im Bildungswesen verantwortliche Personen.
Babyforschung ( BamBI)
Im Bamberger Baby Institut untersuchen wir Fragen der geistigen Entwicklung und ihrer Förderung in den ersten Lebensjahren (
weitere Informationen). Darüber hinaus interessieren wir uns für Bedingungen und Prozesse eines verzögerten Wortschatzerwerbs, der ein Risiko für die sprachliche, kognitive und sozial-emotionale Entwicklung darstellt.
Bildungsforschung ( BiKS)
Im Rahmen der interdisziplinären Forschergruppe BiKS (Bildungsprozesse, Kompetenzentwicklung und Selektionsentscheidungen im Vor- und Grundschulalter) werden kognitiv-sprachliche Entwicklungsveränderungen in ihrer Beziehung zu Bedingungen in Elternhaus, Kindergarten und Schule sowie in ihrer Bedeutung für und ihre Abhängigkeit von Bildungsentscheidungen untersucht (
weitere Informationen).
Bildungsforschung (
BiSpra)
Im Rahmen dieses Projekts sollen bildungssprachliche Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie damit einhergehende grundständige (entwicklungstypische) Sprachkompetenzen detailliert bestimmt werden, die Schülerinnen und Schüler benötigen, um im Unterricht erfolgreich agieren zu können und (2) daraus ein linguistisch und (sprach-)entwicklungspsychologisch fundiertes Verfahren zu entwickeln, das zur Einschätzung und Förderung schulrelevanter sprachlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten von Schülerinnen und Schülern im Grundschulalter verwendet werden kann.
Bildungsforschung ( NEPS)
Das Nationale Bildungspanel beschäftigt sich mit den Fragen, wie sich Kompetenzen im Lebenslauf entfalten, wie Kompetenzen Entscheidungsprozesse an verschiedenen kritischen Übergängen der Bildungskarriere beeinflussen (und umgekehrt), wie und in welchem Umfang Kompetenzen von Lerngelegenheiten in der Familie, der Gleichaltrigengruppe und der Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen in Kindergarten, Schule, Hochschule und Berufsausbildung sowie Weiterbildung beeinflusst werden. Zudem soll geklärt werden, welche Kompetenzen für das Erreichen von Bildungsabschlüssen, welche für lebenslanges Lernen und welche für ein erfolgreiches individuelles und gesellschaftliches Leben maßgeblich sind. Deshalb werden Kompetenzentwicklungen nicht nur im Kindergarten oder im allgemeinbildenden Schulsystem, sondern auch in der beruflichen Ausbildung, im Studium und nach Verlassen des Bildungssystems gemessen.
Bildungsforschung (
FiSS)
Die Forschungsinitiative Sprachdiagnostik und Sprachförderung (FiSS) hat zum Ziel, empirisch fundiertes Wissen über die Aneignung, Diagnose und Förderung sprachlicher Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen sprachlichen Anforderungen in den Bildungsinstitutionen zu erarbeiten. Im Rahmen der Forschungsinitiative werden empirisch ausgerichtete Forschungsvorhaben gefördert, die die Sprachaneignung und die diagnosegestützte Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen (4 bis 16 Jahre) mit nicht wesentlich beeinträchtigter Sprachlernfähigkeit zum Gegenstand haben. Im Fokus stehen Erwerb, Feststellung und Förderung von Kompetenzen in der deutschen Sprache bei Kindern ohne und mit Migrationshintergrund.
Entwicklungsstörungen
Im Mittelpunkt verschiedener anderer Forschungsvorhaben stehen zudem Bedingungen und Entwicklungsveränderungen sowie Möglichkeiten der Diagnose und Intervention bei verschiedenen Entwicklungsstörungen – insbesondere bei Störungen des Spracherwerbs. ( Forschungsprofil)