Am 15. Mai 2007 wurde das Deloitte Mittelstandsinstitut an der Universität Bamberg in enger Kooperation mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche GmbH eröffnet.
Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung referierten Professor Dr. Wolfgang Grewe (Sprecher der Geschäftsleitung, Deloitte & Touche GmbH), Professor Dr. Dr. habil. Wolfgang Becker (wissenschaftlicher Direktor des Deloitte Mittelstandsinstituts), Herbert Reiß (Geschäftsführender Partner, Deloitte & Touche GmbH) sowie Professor Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert (Rektor der Universität Bamberg).
Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg möchte mit der Gründung des Deloitte Mittelstandsinstitut die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis weiter voranzutreiben. Die renomierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche GmbH hofft auf praxisrelevante Forschungsergebnisse und sieht ihr Engagement an der Universität Bamberg als Teil der in 100 Jahren Firmengeschichte verankerten gesellschaftspolitischen Verpflichtung. Univ.-Professor Dr. Wolfgang Becker erhofft sich aus den Erkenntnissen der Institutsarbeit positive Effekte sowohl für die Forschung als auch für die Lehre. Die erwünschte Erweiterung der Wissensbasis im Fachbereich Unternehmensführung und Controlling soll in die Lehrveranstaltungen implementiert werden. Chancen bieten sich den Studierenden zudem in Bezug auf Seminar- und Diplomarbeiten sowie etwaige Jobangebote (Praktika und Festanstellungen).
Auszüge aus dem Vortrag von Univ.-Professor Dr. Wolfgang Becker können Sie
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Den Bericht des Bamberger Universitäts-Radiosenders Uni-Vox über die Eröffnung des Instituts finden Sie
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Die Mittelstandsdefinition des Deloitte Mittelstandsinstituts an der Universität Bamberg unterscheidet sich von den Definitionen der Europäischen Union und des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM). Sie wurde aus Forschungsgesichtspunkten aufgrund erhöhter Praktikabilität und Relevanz für die anwendungsorientierte Mittelstandsforschung angepasst. Nebenstehende Grafik zeigt die quantitativen Merkmale der Mittelstandsdefinition des Instituts auf.
Die von Univ.-Professor Dr. Wolfgang Becker vertretene Konzeption des Forschens im Gegenstrom wird im Deloitte Mittelstandsinstitut Anwendung finden. Diese Konzeption basiert auf der Annahme situativ geprägter Interpretationsspielräume. Forschungserkenntnisse sind vor diesem Hintergrund einerseits aus dem Bezugsrahmen der betriebswirtschaftlichen Theorie zu deduzieren und andererseits aus dem Bezugsrahmen der betriebswirtschaftlichen Praxis zu induzieren. Letzteres erfolgt vorrangig mit Hilfe empirischer Methoden. Dazu zählen klassische Vorgehensweisen, wie etwa Panels, Fragebögen, und Interviews, aber auch Case Studies sowie Experimente. Der Erkenntnisgewinn entsteht schließlich durch Synthese der aus der Theorie abgeleiteten nominalen und der aus der Praxis stammenden realen Perspektive zu einer integrierten Sicht auf ein Forschungsobjekt.
Die Arbeit des Deloitte Mittelstandsinstituts an der Universität Bamberg wird unter dem Oberthema der Ermittlung der „Mega-Trends“ im Mittelstand stehen. Dabei stehen zunächst zwei Ziele im Vordergrund: die traditioneller betriebswirtschaftlicher Forschung folgende Ermittlung von Erfolgsfaktoren des Mittelstands und die Gewinnung von tieferen Einblicken in bestimmte Erfolgsfaktoren mit Hilfe von betriebswirtschaftlichen Experimenten. Von diesem sehr innovativen Ansatz betriebswirtschaftlicher Forschung verspricht sich der Wissenschaftliche Direktor des Deloitte Mittelstandsinstituts besonders interessante Erkenntnisse.