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5. Bamberger Workshop Risikomanagement

"Risikomanagement für Investmentfonds und Hedge Funds - Status quo vadis?"

"Risikomanagement für Investmentfonds und Hedge Funds - Status quo vadis?" lautete der Titel des 5. Bamberger Workshops Risikomanagement. Die Tagung, die am 12. Mai 2006 im Bamberger Hotel Residenzschloss stattfand, widmete sich einem Themengebiet, das bislang sowohl in der Wissenschaft als auch in der Praxis aus verschiedenen Gründen kaum erörtert wurde und wird: Weder das Risikomanagement der wichtigen Finanzintermediäre Investmentfonds noch die seit einigen Jahren die Finanzsysteme befruchtenden Hedge Funds werden derzeit systematisch erörtert. Ziel der Tagung war es, möglichst alle zentralen Perspektiven dieses Themas zu beleuchten. Aus Sicht der Investmentfonds führte Heinz-Wilhelm Fesser (Vorstandsmitglied des Branchenführers DWS Investment) aus, wie ein modernes, d.h. ein systematisches und effizientes Risikomanagement in das Fondsmanagement integriert werden muss, um eine hohe Performance sicherzustellen. Anschließend verband Fritz Oelrich (Finanzvorstand der DekaBank-Gruppe) Theorie und Praxis, indem er verschiedene Methoden und Verfahren des Risikocontrolling auf die in jüngster Zeit auch öffentlich diskutierten offenen Immobilienfonds übertrug. Nicht ganz überraschend wurde in der Diskussion betont, dass das Produkt der offenen Immobilienfonds eine ganze Zeit lang wohl nicht den geeigneten Anlegern verkauft worden ist. Der Korrekturprozess wurde in der Deka aber erfolgreich eingeleitet. Bei der Darstellung der Anforderungen und Bewertungsansätze an das Risikomanagement in Investmentgesellschaften im Rahmen des Asset Manager Ratings führte Roger Schneider (Director Asset Management bei Fitch Rating) aus, welchen Mehrwert das Asset Manager Rating leisten kann bzw. wo dessen Grenzen sind. Im Anschluss daran beleuchtete Markus Streck (Head of Risk Methodology, Group Risk Control der Dresdner Bank) Hedge Funds aus Sicht einer Investmentbank und stellte in diesem Zusammenhang Constant Proportion Portfolio Insurance (CPPI) Produkte vor. Entgegen der weit verbreiteten Vorstellung zur Arbeitsweise der BaFin zeigte die abschließende Präsentation von Gerhard Stahl (Leiter der Gruppe Querschnitt Risikomodellierung bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin), dass die BaFin im internationalen Vergleich mit anderen Aufsichtsbehörden über ein sehr hohes Know-How verfügt und hierbei oft gegenüber den Finanzintermediären einen Wissensvorsprung hat, mit dem sie über den Prüfungsprozess hinaus eine beratende Funktion ausübt. Sowohl die Teilnehmerzahl als auch die regen Diskussionen im direkten Anschluss an die Vorträge, aber auch in den Pausen, zeigten, dass der Workshop aufgrund der Aktualität der Themenstellung und der Kompetenz der Vortragenden auch zum fünften Mal ein voller Erfolg war.

pdf Veröffentlichung Risikomanagement für Investmentfonds und Hedge Funds - Status quo vadis?