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DFG-Projekt „Bedingungen, Struktur und Effekte diagnostischer Kompetenz von Lehrkräften“ (Artelt/Weinert, AR 301/6-1)

Die Untersuchung von Bedingungen, Struktur und Effekten diagnostischer Kompetenz von Lehrkräften ist als ein Teilprojekt eingebunden in die DFG-geförderte Bamberger Forschergruppe BiKS (Bildungsprozesse, Kompetenzentwicklung und Selektionsentscheidungen im Vor- und Grundschulalter).

Näheres zu der Forschergruppe finden Sie unter externer Link folgt www.biks-bamberg.de .

Projektbeschreibung

Unter diagnostischer Kompetenz wird die Kompetenz von Lehrkräften verstanden, Merkmale ihrer Schülerinnen und Schüler angemessen beurteilen und Lern- und Aufgabenanforderungen adäquat einschätzen zu können. Diagnostische Kompetenz wird dabei als eine zentrale berufsbezogene Fähigkeit von Lehrkräften gesehen, der in der Lehrerbildung und in den Bemühungen um Qualitätsverbesserung an Schulen großer Stellenwert beigemessen wird.

Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Struktur, der Entwicklung und den Effekten diagnostischer Kompetenz von Lehrkräften. Die Untersuchungen beziehen sich dabei auf Lehrkräfte und deren Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulformen der 3. bis 9. Jahrgangsstufe. Basierend auf dem Datensatz des Längsschnitts BiKS-8-14 wird die Genauigkeit diagnostischer Urteile von Lehrkräften zu kognitiven (Deutsch, Mathematik, im Sekundarbereich auch Englisch) und emotional-motivationalen Merkmalen (Lernfreude, Fachinteresse, Leistungsängstlichkeit, Schuleinstellungen) der Schülerinnen und Schüler untersucht. Weitere Analysegegenstände sind die Gründe für Unterschiede in der Güte diagnostischer Urteile, sowie die Frage, ob und wenn ja, über welche Unterrichtsvariablen vermittelt sich diagnostische Kompetenz von Lehrkräften auf die Leistungsentwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler auswirkt.

Ergänzungsstudie

Im Rahmen einer Ergänzungsstudie werden darüber hinaus professionelle Wissensgrundlagen der diagnostischen Kompetenz von Lehrkräften im Bereich des Textverstehens untersucht. Hierbei wird u. a. der Frage nachgegangen, welches Wissen Lehrkräfte aus Sekundarschulen über schwierigkeitsgenerierende Anforderungs- und Textmerkmale sowie über die für das Textverstehen notwendigen Strategien aufweisen. Über systematische Vergleiche von Lehrkräften mit verschiedenem professionellen Erfahrungshintergrund wird außerdem die Veränderbarkeit und Förderbarkeit dieser Wissensgrundlagen untersucht.