Eine Veranstaltung des Forums Mathematik-Didaktik (ForMaD)
Dr. Marcus Schütte (Goethe-Universität Frankfurt)
02.02.2010, 18.00 Uhr s.t.,
Seminargebäude Markusstraße 12, Raum 012
FIBS-Nr.: E214-0/10/1
Die Schülerschaft in deutschen Schulen ist zunehmend durch Mehrsprachigkeit und unterschiedliche kulturelle Hintergründe geprägt. Hierdurch gewinnt die sprachliche Gestaltung des Mathematikunterrichts, insbesondere bei der Einführung neuer mathematischer Begriffe, an Bedeutung. Mit Hilfe von Analysemethoden der Interpretativen Unterrichtsforschung der Mathematikdidaktik rekonstruiert der Vortragende Phänomene der sprachlichen Gestaltung des alltäglichen Grundschulmathematikunterrichts.
Im Ergebnis zeigt sich ein vorwiegend informell und alltagssprachlich geprägter Unterrichtsdiskurs, in dem entscheidende Aspekte der Bedeutungsaushandlung der neu zu lernenden Begriffe implizit bleiben. Eine solche Implizite Pädagogik ist dem Grundgedanken verhaftet, dass Schülerinnen und Schüler sich allein auf der Grundlage ihrer mitgebrachten Fähigkeiten Bedeutungen erschließen können. Anhand dieses vom Vortragenden entwickelten Theoriekonzepts stellt er Hypothesen über Gelegenheiten zum Lernen einer multilingualen Schülerschaft in deutschen Klassen auf.
Weitere Informationen auf der Webseite des Forums Mathematik-Didaktik (ForMaD) der Universität Bamberg, Prof. Dr. Anna S. Steinweg, Didaktik der Mathematik & Informatik