seit 2008 „InForM – Innovative Formen der Leistungsmessung im Mathematikunterricht“
Prof. Dr. Anna S. Steinweg, Didaktiken der Mathematik und Informatik, und Eva-Maria Plackner in Kooperation mit Prof. Dr. Thomas Weth, FAU Erlangen-Nürnberg
Im Rahmen einer explorativen Studie wird eine innovative Möglichkeit der Leitungsmessung erprobt, in einzelnen Parametern variiert und deren Auswirkungen auf das gezeigte Wissen der Lernenden untersucht. In einer schriftlichen Sachstandsanalyse wird der Frage nachgegangen, wie die Leistungen der Kinder im Unterrichtsalltag von Lehrpersonen derzeit konkret ermittelt und wie insbesondere die Zeugnisnoten (Mathematik) errechnet werden. Eine Analyse von Klassenarbeiten der Lehrpersonen, die an der Stichprobe teilgenommen haben, wird im Zusammenspiel mit Selbstauskünften zu Einstellungen zur Mathematik vorgenommen. Zudem wird durch exemplarische Erprobung von speziell entwickelten Fortbildungsmodulen die Implementation innovativer Formen der Leistungsmessung erforscht.
seit 2012 „FlexiS – Flexible Skizzengebrauch – 'Darstellen' als Prozessbezogene Kompetenz in Mathematik“
Prof. Dr. Anna S. Steinweg, Didaktik der Mathematik und Informatik, Barbara Ott
Die Bildungsstandards Mathematik führen verschiedene mathematische Kompetenz als Prozessziele an (KMK 2004). Am Beispiel der Kompetenz Darstellen werden Entwicklungsverläufe und Fördermöglichkeiten erforscht. Neben symbolischen, schriftlichen und mündlichen Darstellungsformen sind Skizzen im Mathematikunterricht von großer Bedeutung. Sie ermöglichen es, die Struktur mathematischer Aufgaben, die Lösungen oder die dazu angestellten Überlegungen festzuhalten und zu verdeutlichen. Sie spielen somit sowohl im Lösungsprozess als auch bei der Präsentation von Aufgaben oder Lösungen eine wichtige Rolle. Eine Pilotuntersuchung, widmet sich der Frage, inwieweit die inhärenten mathematischen Strukturen paradigmatischer Aufgaben in spontanen Kinderzeichnungen (Skizzen, Darstellungen) zu den entsprechenden Aufgaben wiedererkennbar sind. Das Projekt arbeitet im Weiteren mit einer Interventionsstudie, die im Pre-Post-Testdesign (Quasi-Längsschnitt) die Förderung des flexiblen Skizzen- und Tabellengebrauchs thematisiert.
seit 01.01.2012 „Umgang mit Zeit – Kulturwissenschaftliche und pädagogische Reflexionen“
Prof. Dr. Eva Heran-Dörr, Didaktik der Grundschule, und PD Dr. Gerhard Handschuh als Kooperation des Fachs Europäische Ethnologie und des Fachs Grundschulpädagogik
"Zeit" ist seit jeher ein Erstaunen und Fragen provozierendes Phänomen. Jenseits der großen Frage nach der "Natur der Zeit" stellen sich aus erziehungswissenschaftlicher Sicht dabei heute insbesondere Fragen nach einem angemessenen "Umgang mit Zeit". Die Verbreitung der linearen Zeit gilt als Paradigma der Neuzeit, als Chiffre für die industrialisierte, urbane Welt und als Sinnbild menschlicher Herrschaft über die Natur. Zeit und der Umgang mit Zeit prägen kulturelle und individuelle Formen des Erfahrungserwerbs und strukturieren Institutionen in ihren inneren und äußeren Abläufen. Der kompetente Umgang mit Zeit gilt heute als Indiz für eine gelungene und erfolgreiche Lebensgestaltung. Im pädagogischen Kontext ist dabei vor dem Hintergrund des Bildungsbegriffes die Frage nach einem sowohl kompetenten wie auch selbstbestimmten Umgang mit Zeit von Bedeutung. Aus kulturwissenschaftlicher Sicht ist nach dem Umgang mit „Zeit“ in verschiedenen Kulturen zu fragen. Angesichts der permanenten Zeitknappheit in hoch industrialisierten Ländern, damit verbundenen Stressfaktoren und deren Auswirkungen kultureller und gesundheitlicher Art ist die Sinnhaltigkeit kommerzialisierter Zeitökonomie kritisch zu reflektieren. Durch diese sozialkulturell vermittelte Zeitorganisation werden zunehmend Verbrauchsgüter produziert, deren Konsum wiederum Zeit konsumiert und damit zur Beschleunigungsfalle wird.
seit Oktober 2010 „Der Einfluss instruktionaler Maßnahmen auf die Förderung lernbereichsspezifischer Kompetenzen von Studierenden im Bereich des Sachunterrichts“
Prof. Dr. Eva Heran-Dörr (bis 2012) und Julia Kratz, Kooperationsprojekt mit Prof. Dr. Steffen Schaal, PH Ludwigsburg und Prof. Dr. Bärbel Kopp, Institut für Grundschulforschung, Uni Erlangen-Nürnberg
Der professionellen Handlungskompetenz von Lehrkräften wird ein entscheidender Einfluss auf die Unterrichtsqualität und somit auf den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern zugeschrieben. Entsprechend kommt der Förderung lernbereichsspezifischer Kompetenzen bereits in der ersten Phase der Ausbildung eine große Bedeutung zu. In der Studie wird der Einfluss von themenspezifischen Seminaren auf den Aufbau von Fachwissen, fachdidaktischem Wissen und motivationale Dispositionen von Studierenden des Sachunterrichts untersucht. Insbesondere ist der Zusammenhang zwischen verschiedenen instruktionalen Maßnahmen und dem Lernerfolg von Interesse. Die instruktionale Unterstützung findet ihre konkrete Umsetzung in einer strukturiert gestalteten Lernumgebung sowie der Analyse von themenspezifischen Unterrichtsvideos und wird in den verschiedenen Seminarkonzeptionen variiert. Für die differenzierte Erfassung der kognitiven und nicht-kognitiven Merkmale der Studierenden wurde ein Erhebungsinstrument konstruiert, das aus einem Fragebogen sowie einem Concept Mapping Verfahren besteht. Gefördert von der FNK.
seit 2012 bis 2013 „10 Jahre Jugendjury im Deutschen Jugendliteraturpreis. Eine Wirkungsanalyse“
Dr. Ina Brendel-Perpina, Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, in Kooperation mit dem Institut für empirische Sozialforschung (IFES) an der Universität Erlangen-Nürnberg
Eine unabhängige Jugendjury vergibt seit 2003 ihren eigenen Preis im Rahmen des Deutschen Jugendliteraturpreises. Im Auftrag des Arbeitskreises für Jugendliteratur erforscht der Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, welche Wirkung die Jugendjury als informelle Peergroup auf die Lese- und literarische Sozialisation ihrer Mitglieder ausübt. Mit Hilfe unterschiedlicher methodischer Instrumente (qualitative Interviews, teilnehmende Beobachtung, Dokumentenanalyse) soll die Studie Aufschluss geben über die Leistung der Jugendjury: Neben den zu analysierenden Nominierungen stehen die literarische Öffentlichkeit der Kinder- und Jugendlichen und die sich daraus ergebenden Veränderungen im Leseselbstkonzept der Jugendlichen im Zentrum. Da alle Jury-Leseclubs, die an Schulen, Bibliotheken und Buchhandlungen angebunden sind, von erwachsenen Teamern geleitet werden, ergänzen Aussagen aus Experteninterviews die Selbsteinschätzungen der Mitglieder. Die zu erwartende positive Wirkung eröffnet Möglichkeiten zum Transfer einzelner Modellmerkmale auf andere Kontexte wie die formelle Sozialisationsinstanz Schule, die in einem Leitfaden für Vermittler festgeschrieben werden (Projektleitung: Dr. Ina Brendel-Perpina). Gefördert von der Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V.
seit Oktober 2012 bis Juni 2013 „An der Sache Sprache lernen“
Prof. Dr. Eva Heran-Dörr, Didaktik der Grundschule und Carmen Archie, Kooperationsprojekt mit Prof. Dr. Astrid Rank, Universität Koblenz-Landau
Im Projekt ‚An der Sache Sprache lernen‘ wird eine Fortbildungsmaßnahme entwickelt und erprobt, die es Grundschullehrkräften ermöglichen soll, einen sprachsensiblen Sachunterricht erfolgreich zu gestalten. Im Rahmen der Studie werden Auswirkungen der Fortbildungsmaßnahme unter anderem auf das fachliche und fachdidaktischen Wissen in einem ausgewählten Inhaltsbereich des Sachunterrichts, auf förderdiagnostische Kompetenzen im sprachlich-linguistischen Bereich sowie auf Interesse, Motivation und selbstbezogene Kognitionen erhoben.
seit 2011 «Etat des lieux de l’enseignement du Français Langue Etrangère en ligneapproche critique : bénéfices, limites et suggestions d’amélioration»
Prof. Dr. Christine Michler, Didaktik der Romanischen Sprachen und Literaturen Panagiota Tsigara
In der Einleitung werden der Zusammenhang zwischen dem Cadre européen commun de références pour les langues und dem computergestützten Fremdsprachenlernen, die grundsätzliche Frage nach einer Didaktik des virtuellen Lernens und der status quo virtueller Lernangebote in verschiedenen europäischen Ländern erläutert. Den Hauptteil leitet die Darlegung des Forschungsstands ein. Die Auswertung einer empirischen Erhebung auf der Basis eines für die Untersuchung konzipierten Fragebogens mündet in die kritische Diskussion der Ergebnisse und – darauf aufbauend – in die Erstellung von geeignetem didaktischem Material für eine elektronische Plattform des Unterrichts des Französischen als Fremdsprache. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse beschließt mit einer Einschätzung des sprachdidaktischen Gewinns, aber auch der eventuellen Probleme und einem Ausblick die Arbeit.
seit 2008 Studienbegleitende Weiterqualifizierungsmaßnahme Sport für Studierende des Faches Wirtschaftspädagogik
Prof. Dr. Stefan Voll, Sportzentrum der Universität Bamberg, in Kooperation mit Erika Schwitulla, Landesstelle für den Schulsport Laspo
Aufgrund des identifizierten Sportlehrermangels an bayerischen Berufsschulen entstand zwischen den Kooperationspartnern die Idee, eine Kurzausbildung im Fach Sport in der Universität Bamberg ins Leben zu rufen, die zusammen mit einem einwöchigen Lehrgang der Laspo zu einer Fakultas Sport an Berufsschulen führt. Das Projekt wurde 2008 ins Leben gerufen und erfreut sich regen Zuspruchs durch die Studierenden.
im SoSe 2012 „Jüdische Geschichte in Bamberg – eine Spurensuche“
Dr. Petronilla Ehrenpreis, Didaktik der Geschichte, Universität Bamberg, und Dr. Christine Stangl, Lehrkraft für Geschichte, KHG Bamberg
Kooperationsprojekt der Studierenden des Seminars „Projektarbeit unter besonderer Berücksichtigung der jüdischen Geschichte“ mit den Schülerinnen und Schülern des Projekt-Seminars am KHG Bamberg In dem laufenden Projekt führen Studierende Kooperationssitzungen mit den Schülerinnen und Schülern zu den Themen „Recherchestrategien“ (inklusive Bibliotheksführungen) sowie Konzeption und Organisation einer Geschichtsausstellung durch.
seit Januar 2011 bis Juli 2012 „Philosophieren mit Kindern – Planung, Realisierung und Evaluation einer Lehrerfortbildungsmaßnahme“
Prof. Dr. Eva Heran-Dörr, Didaktik der Grundschule, und Tobias Tretter in Kooperation mit Prof. Dr. Andreas Nießeler, Universität Würzburg
Das Philosophieren mit Kindern hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Dies wird nicht nur an der stark zunehmenden Zahl der Publikationen deutlich, sondern auch daran, dass das Thema zunehmend in den Lehr- und Bildungsplänen für Schulen und Vorschuleinrichtungen zu finden ist. Der Entwicklung und Evaluation von Maßnahmen der Aus und Fortbildung von Lehrkräften zum Philosophieren mit Kindern kommt in diesem Zusammenhang große Bedeutung zu. Zur Umsetzung der Fortbildung wurde ein Konzept für eine zweitägige Fortbildungsmaßnahme entwickelt, die Orientierung am Anwendungsfeld Unterricht stand dabei im Vordergrund. Die Erfassung der Akzeptanz der Maßnahme auf Seiten der Lehrkräfte erfolgte mit Hilfe eines selbst entwickelten 6-seitigen Fragebogens. Die Erhebung zur Akzeptanz überprüft systematisch die Ausrichtung der Maßnahme auf die Bedürfnisse der Teilnehmer/innen im Sinne einer formativen Evaluation und ermöglicht damit eine Weiterentwicklung der Fortbildung. Gefördert von der FNK.