
Die Lehrveranstaltungen im Fach Archäologie der Römischen Provinzen bauen sukzessive die Materie vertiefend aufeinander auf. Im Wintersemester wird in der Regel die für eine Zulassung zu einem Seminar obligatorische Einführungsvorlesung angeboten.
Wie auch die anderen archäologischen Fächer zeichnet sich die Archäologie der Römischen Provinzen in Bamberg durch einen starken Praxisbezug aus. Überwiegend im Rahmen von Lehraufträgen werden die Studierenden mit archäologischem Fundmaterial vertraut gemacht, wenn möglich unter Verwendung von Originalfunden. Lehrgrabungen und Geländepraktika dienen nicht nur dem Erlernen feldarchäologischer Methoden, sie sollen die Studierenden darüberhinaus zum kritischen Umgang mit den archäologischen Quellen befähigen. Wir bieten hierfür eine Lehrgrabung an, nach vorheriger Absprache werden auch Geländepraktika bei anderen einschlägigen Institutionen anerkannt. Da im Rahmen der Feldarbeit übergreifende Fragen aus der Bauforschung, der Denkmalpflege und den Restaurierungswissenschaften in besonderem Maße zu berücksichtigen sind, wird der Besuch von Lehrveranstaltungen aus der Abteilung „ Denkmalkunde“ nachdrücklich empfohlen. Exkursionen zu Geländedenkmälern und in Museen ergänzen das praxisorientierte Studienangebot in Bamberg.
In jedem Semester lädt die Professur für Archäologie der Römischen Provinzen zusammen mit dem Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit sowie der Professuren für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie und Islamische Kunstgeschichte und Archäologie Wissenschaftler aus den verschiedenen archäologischen Teilsdisziplinen zu einem Vortrag im Rahmen des „Archäologischen Kolloquiums“ nach Bamberg ein. Diese präsentieren im Rahmen der auch der Öffentlichkeit zugänglichen Vortragsreihe ihre neuen Forschungsergebnisse und feldarchäologischen Projekte. Der Besuch des Archäologischen Kolloquiums ist im Rahmen des Bachelor- und Masterstudiengangs obligatorisch. Es findet dienstags von 19.15 bis 20.45 Uhr statt. Das Programm der aktuellen Vortragsreihe finden Sie hier
Kolloquium_WS2012/2013.pdf.
Das Studium der Archäologie der Römischen Provinzen erfordert neben profunden Kenntnissen der archäologischen Quellen aus dem Bereich der Architektur und des täglichen Lebens die Hinzuziehung der epigraphischen, literarischen und numismatischen Quellen. Lateinkenntnisse sind daher für ein erfolgreiches Studium unentbehrlich. Diese sind nachzuweisen, wenn die Bachelorarbeit im Fach Archäologie der Römischen Provinzen erstellt wird ( s. Fachprüfungsordnung). Dasselbe gilt für das Masterstudium „ Archäologie der Römischen Provinzen/Archaeology of the Roman Provinces“.
An dieser Stelle sei auch der Besuch von Veranstaltungen des Fachs „Alte Geschichte“ und der „Klassischen Archäologie“, welche jedes zweite Semester durch einen Lehrexport der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen angeboten wird, nahegelegt.