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Aktuell geförderte Forschungsprojekte

Alle geförderten Forschungsprojekte: weitere Informationen finden Siepdf hier.

 

2001 bis 2012

Betrieb und Beschäftigung im Wandel: Betriebliche Beschäftigungssysteme und Beschäftigungssicherheit
Sonderforschungsbereich 580 – Gesellschaftliche Entwicklung nach dem Systemumbruch

Förderung: DFG

Thema des Projektes ist die Frage nach der Erosion Interner Arbeitsmärkte und der Ausweitung von Instabilität und Risiko. Dabei wird auf betriebliche Beschäftigungsstabilität und betriebliche Beschäftigungssysteme fokussiert. Es geht sowohl um Fragen der ökonomischen Effizienz von Internen und Externen Arbeitsmärkten als auch um die Struktur und Dynamik von Beschäftigungsrisiken, also um den Zusammenhang von Flexibilität und Sicherheit.

Mit Blick auf die Theorie wird versucht, die empirischen und konzeptuellen Ergebnisse der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Forschung zur Entwicklung von internen und externen Arbeitsmärkten mit Konzepten aus der Sozialstruktur und Sozialstaatsforschung zu verbinden. Hierfür entwickeln wir im kritischen Anschluss an klassische Segmentationsansätze, an neuere Konzepte der Neuen Institutionenökonomie sowie der allgemeinen soziologischen Theorie mit dem Begriff des Betrieblichen Beschäftigungssystems eine eigenständige Perspektive auf das Arbeitsmarktgeschehen.

Methodisch wird das Postulat der Triangulation ernst genommen. Erstens werden umfangreiche qualitative Fallstudien zu Betrieben und Beschäftigten durchgeführt. Zweitens wurde das SFB-B2-Betriebspanel als Betriebsbefragung in zehn Branchen aufgebaut. Diese wird im Herbst 2009 in der vierten Welle durchgeführt. Drittens werden Sekundäranalysen von Massendaten (BIBB/IAB- und BIBB/BAUA-Erhebung; IAB-Beschäftigtenstichprobe; Linked-Employer-Employee-Datensatz des IAB) durchgeführt.

Weitere Informationen: externer Link folgt http://www.sfb580.uni-jena.de/typo3/b2.0.html

 

 

2011 - 2014

Bonuszahlungen, Lohnzuwächse und Gerechtigkeit

Förderung: Hans-Böckler-Stiftung

 

Ziel des Projektes ist es, Gerechtigkeitsnormen der deutschen Erwerbsbevölkerung im Kontext der Durchsetzungsmacht einzelner Berufsgruppen für exklusive Gehaltssteigerungen zu untersuchen und einen empirischen Beitrag zum wissenschaftlichen und politischen Diskurs über soziale Gerechtigkeit zu leisten. Die zwei maßgeblichen Fragestellungen lauten:
1.) Unter welchen Umständen werden (hohe) Bonuszahlungen und Lohnsteigerungen spezifischer Berufsgruppen von einer repräsentativen Stichprobe von Erwerbstätigen verschiedener ost- und westdeutscher Berufs-, Alters-, Geschlechts- und Statusgruppen als gerecht empfunden, und unter welchen Bedingungen widersprechen sie dem Gerechtigkeitsempfinden?
2.) Hat die aktuelle Praxis von Bonuszahlungen und Lohnsteigerungen für spezifische Berufsgruppen Folgen für das Konkurrenz- und Solidaritätsverhalten in Unternehmen, auf Wert- und Gerechtigkeitseinstellungen unterschiedlicher direkt (positiv oder vermittelt negativ) betroffener Berufs- und Statusgruppen im Vergleich zur Gesamtheit der Erwerbstätigen?
Das Projekt ist als Quasi-Experiment angelegt. Im Rahmen einer repräsentativen telefonischen Arbeitnehmerbefragung (N = 3000) werden anhand verschiedener hypothetischer Szenarien (Vignetten) die Ursachen der Akzeptanz von (hohen) Bonuszahlungen und Lohnsteigerungen spezifischer Berufsgruppen untersucht. Darüber hinaus werden Teilstichproben darüber Auskunft geben, welche Folgewirkungen für die Produktivität und die Kooperation in Unternehmen auftreten. Zur Erklärung von Akzeptanz und Folgewirkungen werden in der Befragung sowohl  Statusgruppenunterschiede als auch Prozess- und Leistungsmerkmale im Unternehmen berücksichtigt.


Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

2011

Beschäftigungsformen in Deutschland

Förderung: Bertelsmann Stiftung

Ziel des Projektes ist es, einen Bericht über Beschäftigungsformen zu erstellen. Im Vordergrund stehen dabei folgende Arbeitnehmergruppen: Vollzeitarbeitnehmer (ohne Leiharbeit), Vollzeit-Befristet, Auszubildende, Teilzeit-Geringfügig (ohne Leiharbeit), Teilzeit-Befristet (ohne Leiharbeit) Teilzeit-Unbefristet (ohne Leiharbeit) Leiharbeit, Selbständige (ohne Angestellte), Selbständige (mit Angestellten).

Zum Einen wird die Entwicklung dieser Beschäftigungsformen nachgezeichnet. Zum Anderen werden die jeweiligen Wirkungen der unterschiedlichen Arbeitsverhältnisse auf Geburten, Bildungsverlauf und Gesundheit untersucht.

 

 

2009 bis 2012

BOPS – Beruflichkeit, Organisations- und Personalentwicklung im Spannungsfeld von Restrukturierung und Kompetenzentwicklung

Verbundprojekt zusammen mit dem IAQ-Duisburg-Essen, dem ISF-München und der Uni-Klinik-Köln.

Förderung: BMBF „Balance von Flexibilität und Stabilität in einer sich wandelnden Arbeitswelt“

Ziel des Verbundprojekts ist die Ausarbeitung von Konzepten der prospektiven Personal- und Organisationsentwicklung, die das in der Beruflichkeit angelegte Potenzial für den Ausgleich von Stabilität und Flexibilität auch unter veränderten externen und internen Anforderungen an Unternehmen und Beschäftigte zur Entfaltung bringen. Im Verbundprojekt BOPS werden drei innovative Ansätze der Personal- und Organisationsentwicklung entwickelt, erprobt und evaluiert: Teilvorhaben 1. Vorgesetztenabteilungen zur Verbesserung unternehmensinterner Matching-Prozesse zwischen Stellen und Beschäftigten. Teilvorhaben 2. Unternehmensübergreifende Lernallianzen zur Gewährleistung der Verfügbarkeit von beruflich qualifiziertem Personal. Teilvorhaben 3. Ausdifferenzierte Karriere- und Aufstiegswege zur Sicherung des Führungskräftenachwuchses.

An der Universität Bamberg werden von Prof. Dr. Olaf Struck und Matthias Dütsch (Professur für Arbeitswissenschaft) die in den zuvor genannten Teilvorhaben 1-3 erarbeiteten Lösungsansätze durch quantitative Analysen zur internen und externen Flexibilisierung und ihrer betrieblichen Bearbeitung in einem breiteren (i.d.R. repräsentativen) Kontext untersucht. Statistische Analysen von Betriebs- und Individualdaten (u.a. SFB580-B2-Betriebspanel; SOEP; BIBB-BAUA) erlauben Aussagen über die Reichweite der Problemlage unzureichender qualifikatorischer Matching-Prozesse auf Seiten der Erwerbspersonen. Darüber hinaus werden betriebliche Maßnahmen der Flexibilitätsgestaltung im Kontext betrieblicher und wirtschaftsstruktureller Rahmenbedingungen analysiert. Die Untersuchung der bestehenden Praxis und Problemsituationen unterstützt die Entwicklung und Zielgruppenanalyse von Instrumenten der Personal- und Organisationsentwicklung

Weitere Informationen: externer Link folgt http://www.bops-projekt.de/

 

 

2009 – 2013

Das Nationale Bildungspanel (National Educational Panel Study, NEPS)

Förderung: BMBF

Unter der Leitung von Professor Dr. Hans‐Peter Blossfeld untersucht das interdisziplinäre Exzellenznetzwerk des Nationalen Bildungspanels (National Educational Panel Study, NEPS) Bildungsprozesse und Kompetenzentwicklung von früher Kindheit an bis ins hohe Erwachsenenalter im Längsschnitt. Bund und Länder unterstützen das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wissenschaftlich begutachtete Projekt. Finanziert wird das Nationale Bildungspanel durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die erste Förderphase läuft von 2009 bis 2013.

Gute Bildung spielt für alle Menschen im privaten und beruflichen Leben eine wichtige Rolle. Der Grundstein dafür wird schon früh gelegt, zunächst zu Hause und im Kindergarten, später dann in der Schule und im Beruf. Aufgrund der großen Bedeutung von Bildung für ein erfolgreiches individuelles und gesellschaftliches Leben hat das BMBF das Nationale Bildungspanel ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um eine Längsschnittstudie, in der untersucht wird, wie sich der Bildungsstand der Menschen vom Kindes- bis zum hohen Erwachsenenalter entwickelt. Bei einer solchen Panelstudie werden dieselben Personen über einen längeren Zeitraum wiederholt befragt. Auf diese Weise ist es möglich, Bildungsprozesse und -verläufe über die gesamte Lebensspanne zu beschreiben und zu analysieren. Ein wichtiges Ziel der Studie ist es, mehr über die Bildungsmöglichkeiten in unserer Gesellschaft zu erfahren, um mit diesem Wissen Lernangebote entsprechend verbessern zu können.

Der Schwerpunkt unseres Engagements im Nationalen Bildungspanel richtet sich auf Fragen der Weiterbildung und des lebenslangen Lernens.

Für weitere Information:  www.uni-bamberg.de/en/neps/