
Die renommierte Kultur- wissenschaftlerin kommt am Di, 26.6. 2012, nach Bamberg - ein Highlight für Filmfans und alle, die sich für Gender und amerikanische Kultur interessieren.
ausführlich

200 students and faculty members took advantage of the opportunity to hear one of Germany's most distinguished American Studies scholars speak on multiculturalism.
ausführlich

Werner Sollors (Harvard) speaks about A New Literary History of America
ausführlich

In the winter term 2011/12 the students of the seminar “Left in Ruins” and their lecturer Nicole K. Konopka, took the opportunity to explore the E.T.A. Hoffmann Haus in Bamberg during their class on German and American Romanticism.
ausführlich

A group of students visited the valley of the river Jagst, near Heilbronn in Baden-Württemberg, as part of the seminar on the figure of the outsider in German and US-American literature and culture.
ausführlich
Informationen für Studierende, die ihre erste Staatsprüfung nach dem WS 2011/12 ablegen wollen.
ausführlich
Informationen zu Inhalten, Terminen und Anmeldemodalitäten der verpflichtenden Bibliothekstutorien zu den "Introductions to English and American Literature" sowie zu den Seminaren im Aufbaumodul
ausführlich
Prof. Dr. Berndt Ostendorf: "'Leitkultur' oder 'Multikulturalismus'? Nationale Identität in den USA und Frankreich im Vergleich"
Bamberg: 28. November 2011, 12.15-13.45 Uhr, U2/025
In den USA dominiert eine starke Zivilgesellschaft über einen schwachen zentralen Staat, in Frankreich dominiert der zentrale Staat über eine schwache Zivilgesellschaft. Im ersten Fall wird der politische Partikularismus, im zweiten der Universalismus gefördert. Das mag den Erfolg des Multikulturalismus in den USA und sein angebliches Scheitern in Frankreich prima facie erklären.
Aber so einfach liegen die Dinge nicht. Die transatlantische Spannung zwischen den politischen Kulturen hat auch eine jeweils nationale Spielart. Die zivilgesellschaftliche Integration der Einwanderer, der Erfolg der Bürgerrechtsbewegung und die Akzeptanz des ethnokulturellen Pluralismus in den USA, die die Debatte zum Multikulturalismus erst in den achtziger Jahren in Gang gesetzt haben, stellen in der Tat ein historisches Gegenmodell zu Frankreich dar. Aber die Zeiten des programmatischen Multikulturalismus sind auch in den USA vorbei. David Hollinger spricht vom postethnischen Amerika, Anthony Appiah läutet eine transnationale, kosmopolitische Wende ein und Samuel Huntington stellte kurz vor seinem Tode die bange Frage: Who Are We? und rief zur Wiederbelebung einer WASP-Leitkultur auf.
Der französische Staat und seine derzeitigen Repräsentanten halten offiziell am universalistischen, jakobinisch-republikanischen Prinzip der citoyenneté fest. Der Multikulturalismus, so Sarkozy, habe versagt, es gibt nur eine Leitkultur: die francité. Gleichwohl findet in Frankreich eine graduelle Hinwendung zu amerikanischen zivilgesellschaftlichen Mustern statt insofern, als Einwanderer nicht nur mehr als Rohmaterial für den französischen Schmelztiegel gesehen werden, denen eine jakobinisch-republikanische Identität aufgezwungen wird, sondern zusehends vom Staat als Mitgestalter bei der Neudefinition der französischen Identität ernst genommen werden. In diesem Sinne sendete Arte ein Programm über den Beitrag des Islam zum französischen nationalen Erbe.
Nun setzt sich überall in der Welt eine global-plurale Zivilgesellschaft gegen den Obrigkeits-Staat durch. Der wachsende, ethnokulturelle Pluralismus, von der digitalen Globalisierung beschleunigt, verändern die Gesamtgemengelage auch außerhalb der USA: eine Art graduelles, multikulturelles „Realignment“ der nationalen Identitäten findet statt. Diese neue Politik der Anerkennung macht sich auch in Frankreich bemerkbar, wo sie einen multiculturalisme tempéré akzeptabler macht. Und Amerika wird wieder republikanischer, wenn auch nur seine Exekutive: Mit Barack Obama ist der erste nicht-weiße Präsident im Amt, der einen rigorosen Universalismus und einen klassischen Verfassungspatriotismus predigt, der Identitätspolitik vermeidet und den Multikulturalismus als „Psychodrama der Baby Boomer Generation“ verspottet.
Berndt Ostendorf ist Professor Emeritus für Kulturgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München; als Gastprofessor war er an der Harvard University, University of Massachusetts, University of New Orleans und Venice International University tätig. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören u.a. die multikulturelle und transnationale Gesellschaft der USA, Amerikanisierung und Anti-Amerikanismus im Zeitalter der Globalisierung, die Literatur ethnischer, marginaler und unterdrückter Gruppen in Amerika, u.v.m. Zuletzt erschienen ist “Melting Pot, Salad Bowl, and Gumbo. Die Neue Welt und ihre Küchen: Nationale, regionale oder ethnische?“