
Förderzeitraum: 01.10.2012 - 31.12.2014
"Alumnae Tracking" betrachtet Lebens- und Karrierewege von Frauen der Fakultät Wirtschafts- und Angewandte Informatik der Otto-Friedrich Universität Bamberg. Es vergleicht die Lebensläufe von Studentinnen und Absolventinnen mit Biographien männlicher Studienkollegen/Absolventen, die ähnliche demografische Merkmale und Studienverläufe aufweisen. Neben objektiven Kriterien wie Personalverantwortung und Einkommen werden auch subjektive Kriterien zur Lebenszufriedenheit und Work-Life-Balance erhoben. Ziel des Projektes ist es, Aufschlüsse darüber zu erhalten, inwiefern und warum die Karrierewege von Männern und Frauen im Bereich Informatik unterschiedlich verlaufen. Um erfassen zu können, inwieweit die gesteckten beruflichen und privaten Ziele vom Studium bis ins Arbeitsleben erreicht werden, erfolgt die Befragung von Studierenden und Ehemaligen zu drei Zeitpunkten. Auf diese Weise können Veränderungen beim Studienerfolg, in der beruflichen Position sowie in der Lebensplanung mit ihren jeweiligen Einflussfaktoren erfasst werden. Daraus resultierend können gegebenenfalls Studienbedingungen, -gänge und -inhalte verändert werden.
Zusätzlich werden ca. 50 Unternehmen unterschiedlicher Betriebsgrößen in die Untersuchung einbezogen und zu ihrer Unternehmenskultur sowie den Karriere- und Work-Life-Balance-Maßnahmen befragt. Hierdurch sollen differenzierte Aussagen über die Arbeitsbedingungen im Bereich Informatik getroffen werden und ein Abgleich erfolgen, inwieweit die von den Unternehmen angebotenen Fördermaßnahmen am Arbeitsplatz mit den Wünschen der Nachwuchskräfte übereinstimmen. Die befragten Unternehmen erhalten auf diese Weise einen Benchmark hinsichtlich ihrer Attraktivität als Arbeitgeber sowie wertvolle Anregungen zur Ausrichtung ihrer Rekrutrierungs- und Karriereförderstrategien. Zugleich soll die Befragung darüber Aufschluss geben, welche Anforderungen seitens der Unternehmen, z. B. hinsichtlich der zeitlichen und räumlichen Flexibilität sowie der örtlichen Verfügbarkeit, an die Nachwuchskräfte gestellt werden.
Das Projekt will einen Beitrag leisten den Nachwuchsbedarf in den MINT-Berufen zu erfüllen und damit dem Fachkräftemangel entegegenzuwirken.
Das Interessante und Neue an der Studie liegt in der Methodenwahl. Denn durch das Matching mit männlichen Absolventen, die vergleichbare Merkmalsausprägungen hinsichtlich des Alters, Abiturnote, Studiengang, Auslandssemester, Praktika, Sprachfähigkeiten, Abschlussnote etc. besitzen, können neue Erkenntnisse für die Ursache der geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Arbeitsmarktfähigkeit der Studierenden erkannt werden. Die Datenerhebung erfolgt durch Fragebögen.
Dabei werden anteilsmäßig ca. 50 kleine, mittlere und große Unternehmen in die Befragung mit einbezogen.

Das Projekt "Alumnae Tracking wird aus dem
Europäischen Sozialfond (ESF) sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst kofinanziert. Es handelt sich um ein Projekt der Förderaktivität 11. Dieser Förderbereich gilt Projekten, die zur
Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen und in zukunftsorientierten Berufen dienen.
Prof. Dr. Ute Schmid, Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Silvia Förtsch
An der Weberei 5 (Erba)
Raum WE5/02.112
Tel.: 0951 / 863-2867
E-Mail: silvia.foertsch(at)uni-bamberg.de
Anja Gärtig-Daugs
An der Weberei 5 (Erba)
Raum WE5/02.112
Tel.: 0951 / 863-1236
E-mail: anja.gaertig-daugs@uni-bamberg.de

Verbundprojekt Geschlechterdisparitäten in Berufs- und Karriereverläufen von Mathematikerinnen und Physikerinnen innerhalb und außerhalb klassischer Beschäftigungsmodelle
Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
Interdisziplinäres Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung Universität Bielefeld
http://www.gender-und-mint.de/
HIS-Institut für Hochschulforschung